La Svizzera in bici

Galleria fotografica

Schneewände, Nebel

Il relazione di viaggio da vedere lungo:

Percorso Nord-Sud route-03
Percorso Nord-Sud
Basel–Chiasso
Al percorso
Auf der Nord – Südroute als Erster auf dem Gotthard

Auf der Nord – Südroute als Erster auf dem Gotthard

Nach dem ich letzten Sommer mit meiner Tochter die Mittellandroute gefahren bin, packte mich auch dieses Jahr wieder die Reiselust. Diesmal die andere Diagonale durch die Schweiz. Ende Mai hatte ich 4 Tage Frei, dass müsste für die Tour reichen. Gut ausgerüstet mit meinem neuen Reiserad Simplon Kagu trat ich diesmal die Tour alleine an.
Nach dem ich letzten Sommer mit meiner Tochter die Mittellandroute gefahren bin, packte mich auch dieses Jahr wieder die Reiselust. Diesmal die andere Diagonale durch die Schweiz. Ende Mai hatte ich 4 Tage Frei, dass müsste für die Tour reichen.

Bei der Reiseplanung fand ich im Internet den prov. Öffnungstermin für den Gotthardpass, der 27.Mai 2009, passte genau.

Gut ausgerüstet mit meinem neuen Reiserad Simplon Kagu trat ich diesmal die Tour alleine an.
Tag 1
Basel–Luzern

Am Montag Morgen um 06:30 Uhr startete die Reise am Bahnhof Stein am Rhein.

Die Zeit im Zug nutzte ich um das Gepäck nochmals auf Vollständigkeit und richtigen Sitz zu überprüfen und mich mit Sonnencreme einzureiben, den die Prognosen haben sonnig und bis zu 32° angesagt.

Ab dem Badischen Bahnhof ging um 08:25 Uhr das radeln los. Zum Teil recht chaotisch für mich als Nichtstadtmensch musste ich immer wieder im Dschungel der Verkehrsschilder die weinroten Wegweiser suchen.

Endlich aus Basel raus war es dann auch wieder einfache auf Kurs zu bleiben. Ca 30 Km nach Liestal standen die ersten Höhenmeter der Tour bevor. Mit 812 mü.M. war der Schaffmatt in der Jurakette der heutige Bergpreis. Oben angekommen begann dann die Abfahrt nach Aarau.

An einem gemütlichen Plätzchen an der Suhre nach Unterendfelden hielt ich um Pic-Nic zu machen. Die Hälfte des ersten Tages habe ich erreicht und das Quecksilber war auch schon über 30°. Von Schöftland nach Suhrsee waren es 15 km Naturweg. Danach fuhr ich am Sempachersee entlang, den Aufstieg nach Rothenburg hoch und von dort wieder runter über den Militärflugplatz Emmen nach Luzern.

Auch wie letzen Sommer suchte ich nach Möglichkeit Jugendherbegen. Die Jugi in Luzern lag nahe beim Rotsee. Frisch geduscht entspannte ich mich anschliessend am Seeufer.

Am Abend war dann Sightseeing und essen in der Stadt angesagt. Es wurde nicht sonderlich spät, denn der Tag war, unter anderem, wegen der grossen Hitze streng genug.
Tag 2
Luzern–Hospental

Um kurz nach 8 Uhr war ich in Luzern aufgebrochen, denn der Wetterbericht hatte für den Nachmittag Regen angesagt. In Hergiswil musste natürlich noch ein Halt in der Glasi gemacht werden, denn die Daheimgebliebenen freuten sich immer über ein Souvenir.

In Beckenried habe ich dafür aber die Fähre verpasst. Die 40 Minuten Wartezeit nützte ich um Verpflegung einzukaufen.

Auf der Überfahrt nach Gersau verspürte ich dann auch schon die ersten Regentropfen des Tages, aber Petrus war nochmals gnädig und wartete noch zu mit dem grossen Wolkenbruch. Auf der stark befahrenen Axenstrasse ging ich auf Nummer sicher, da war ich mir nicht zu Schade und zog mein Leuchtweste an und fuhr mit Licht. Als richtiger Eidgenosse gehörte natürlich auch ein Besuch in der Tellskapelle dazu.

Das Urnerland hoch half mir ein kräftige Rückenwind, mit 25 – 30 km/h kam ich ziemlich flott Richtung Andermatt voran.

Ab Amsteg sank die Geschwindigkeit rapide, ab jetzt standen ziemlich genau 1000 hm auf die nächsten 27 km bis zum Tagesziel bevor.

In Göschenen, auf halbem Aufstieg, musste dann eine Redbullpause zur Stärkung sein. Wieder auf dem Velo lies auch Petrus Gnade nach, ich fuhr aber immer noch mit der dünnen Windjacke weiter. Die letzten 9 km durch die Schöllenen würden in kompletter Regenmontur zur Saunatour werden. Als ich in der zweitletzten Gallerie war, wurde der Regen aber so stark, dass ich dann die Regenbekleidung und den Helmüberzug anzog, zum Glück.

In der Jugi Hospental wurde ich dann herzlich bewirtet und genoss die ruhige Bergwelt nach dem hektischen Luzern.

Im Gespräch stellte sich dann auch noch heraus, dass der Jugiwirt im Nachbardorf aufgewachsen war und das wir einige gemeinsame Kollegen haben, die Welt ist doch klein.
Tag 3
Hospental–Bellinzona

Am dritten Tag war ich erst nach 9 Uhr losgefahren, die Temperaturen waren unter 10° und immer wieder setzte Nieselregen ein. Wie ich aus dem Internet wusste, sollte an diesem Tag der Gotthardpass offiziell geöffnet werden. Aber wie ich bemerkte erst im Laufe des Tages.

Kurz nach dem ich in die Passstrasse einbog, musste ich mich noch unter einer geschlossenen Barriere durchmogeln. Unterwegs waren immer noch Arbeiter des Kant. Strassendienst damit beschäftigt, letzte Leitplanken zu montieren.

Bei diesem Aufstieg standen mir eigentlich auf 9 km nur noch 610 hm bevor. Nach etwa einem Drittel der Strecke bog ich in die alte Passstrasse ein. Ein riesiger Fehler, wie sich dann später herausstellte.

Die Kopfsteinpflasterstrasse war immer wieder mal mit Schneezungen bedeckt, die nicht ganz weggefräst wurden. Es herrschte ein dicke Nebelsuppe und der Nieselregen veränderte sich allmählich in leichten Schneefall. Eigentlich sollte es nur noch ein Kilometer sein, als ich um die nächste Kurve bog, kam der Schock. Kein weiterkommen, die Schneefräse hatte die alte Strasse noch nicht ganz frei geräumt. Also umdrehen, ich in kurzen Hosen, aber in Jacke und langen Handschuhen, fuhr bei eisigem Gegenwind wieder 2 km bergabwärts, zurück auf die offizielle Strasse.

Oben angekommen türmen sich die Schneemassen schätzungsweise 5–6 Meter hoch beidseits der Zufahrtsstrasse zum Restaurant Hospiz.

Zum Glück war das Gasthaus offen, sodass ich mich bei einem Kaffe wieder aufwärmen konnte.

Ich wage zu behaupten, dass ich im Jahre 09 der erste offiziell Gast auf dem Gotthard war, denn ausser mir waren nur das Personal des Restaurant und Strassenarbeiter anwesend.

Weitere 30 Minuten später trafen zwei italienisch sprechende Radfahrer ein und dann bald auch die ersten Motorradfahrer und ein Oldtimer – Club mit ihren Cabrios.

Eine gute Stunde brauchte ich um meine eiskalten Finger wieder aufzuwärmen.

Noch letzte Fotos auf dem Gipfel und dann gut eingepackt, ging es los auf den schönsten Teil der Tour. Vor mir hatte ich fast 1900 hm Abfahrt.

Nach kurzer Fahrt riss auch die Wolkendecke auf und die Sonne strahlte mir entgegen.

In Airolo war die Hauptstrasse gesperrt, wie ich feststellte war gerade Frühjahrsmarkt. So hielt ich inne und ass an einem Stand Costine, eine Tessiner Spezialität, ähnlich wie Sparips.

Für die nächsten 40 km brauchte ich gerade mal eine gute Stunde, auch auf der Südseite der Alpen wehte ein toller Rückenwind. Und so war ich schon um 16 Uhr in Bellinzona.

Das die Fahrzeit eineinhalb Stunden weiniger betrug, sagte mir auch mein Stundenschnitt von über 23 km/h, trotz Aufstieg auf den Pass.

In Bellinzona befand sich die Jugi am anderen Ende der Stadt, in einer ehemaligen Klosterschule. In der auch heute noch auf zwei Etagen Schulbetrieb stattfindet.

Nachdem ich das Zimmer bezogen hatte, fuhr ich in’s Freibad. Es war ein spezielles Gefühl um 12 Uhr bei leichtem Schneefall auf dem Gotthardpass zu sein und 5 Std später bei 28° in der Sonne zu liegen.

Zum Znacht gönnte ich mir eine Pizza, denn in der Jugi wurde heute nicht gekocht.
Tag 4
Bellinzona–Chiasso

Die 75 km die am letzten Tag auf dem Programm standen, waren im Vergleich zu den ersten drei Tagen nur noch ein ausrollen. Die Magadinoebene nutze ich zum einfahren, bevor es dann den Monte Generi hoch ging. Die Sonne vermochte schon früh am Morgen viel Wärme abzugeben. Beim Aufstieg auf der Hauptstrasse bekam ich den südländischen Fahrstil hautnah mit, später auf dem Radweg war es mir wieder wesendlich wohler. Auf dem Mt. Generi machte ich als Radfahrer noch ein kurzen Halt in der Kapelle Santuario del Circlista, die all den verunglückten Tessiner Rennradfahrer gewidmet ist.

Ab hier hatte ich dann auch wieder, wie in Basel, 2–3 mal Mühe die richtige Route zu finden. Aber ab Agno war es dann wieder kein Problem. Der Weg führte am Lago di Lugano entlang durch die malerischen Örtchen wie Figino oder Morcote.

In Melide hielt ich um ein letztes mal Reiseproviant einzukaufen. Ab Bissone konnte ich ein kurzes Stück den Windschatten eines Rennradfahrer geniessen, musste in aber bald wieder ziehen lassen.

Vor Mendrisio strampelte ich noch ein kurzen Aufstieg hoch. Dann die genoss ich die letzte Schussfahrt durch die Rebbergen runter nach Chiasso.

Die Zeit habe ich optimal eingeteilt, um 12:30 Uhr sitze ich im Zug Richtung Ostschweiz der fünf Minuten später losrollte.
Fazit

Die Route in 4 Tagen zu fahren war konditionell eher anspruchsvoll. Für Reisen mit Kinder würde ich sicher 2 Tage mehr einplanen und eventuell sogar ein Stück den Zug nehmen. Ich hatte wieder so geplant, dass ich wieder Jugendherbergen zum Übernachten hatte.

Ich würde nächstes Mal aber noch ein bis zwei Wochen warten, für so eine Alpenüberquerung. Um dem Schnee noch mehr aus dem Weg zu gehen.

Sehr genossen habe ich, dass ich mehrheitlich Rückenwind hatte, was nicht immer so ist.

Alles in Allem waren es 386 km in 18 ½ Std durch 9 Kantone. Kosten: Bahn, Unterkunft und Verpflegung 380.– Fr. Welches die nächste Route wird, weiss ich noch nicht, aber dies war bestimmt nicht die Letzte!
Nach dem ich letzten Sommer mit meiner Tochter die Mittellandroute gefahren bin, packte mich auch dieses Jahr wieder die Reiselust. Diesmal die andere Diagonale durch die Schweiz. Ende Mai hatte ich 4 Tage Frei, dass müsste für die Tour reichen. Gut ausgerüstet mit meinem neuen Reiserad Simplon Kagu trat ich diesmal die Tour alleine an.
Nach dem ich letzten Sommer mit meiner Tochter die Mittellandroute gefahren bin, packte mich auch dieses Jahr wieder die Reiselust. Diesmal die andere Diagonale durch die Schweiz. Ende Mai hatte ich 4 Tage Frei, dass müsste für die Tour reichen.

Bei der Reiseplanung fand ich im Internet den prov. Öffnungstermin für den Gotthardpass, der 27.Mai 2009, passte genau.

Gut ausgerüstet mit meinem neuen Reiserad Simplon Kagu trat ich diesmal die Tour alleine an.
Tag 1
Basel–Luzern

Am Montag Morgen um 06:30 Uhr startete die Reise am Bahnhof Stein am Rhein.

Die Zeit im Zug nutzte ich um das Gepäck nochmals auf Vollständigkeit und richtigen Sitz zu überprüfen und mich mit Sonnencreme einzureiben, den die Prognosen haben sonnig und bis zu 32° angesagt.

Ab dem Badischen Bahnhof ging um 08:25 Uhr das radeln los. Zum Teil recht chaotisch für mich als Nichtstadtmensch musste ich immer wieder im Dschungel der Verkehrsschilder die weinroten Wegweiser suchen.

Endlich aus Basel raus war es dann auch wieder einfache auf Kurs zu bleiben. Ca 30 Km nach Liestal standen die ersten Höhenmeter der Tour bevor. Mit 812 mü.M. war der Schaffmatt in der Jurakette der heutige Bergpreis. Oben angekommen begann dann die Abfahrt nach Aarau.

An einem gemütlichen Plätzchen an der Suhre nach Unterendfelden hielt ich um Pic-Nic zu machen. Die Hälfte des ersten Tages habe ich erreicht und das Quecksilber war auch schon über 30°. Von Schöftland nach Suhrsee waren es 15 km Naturweg. Danach fuhr ich am Sempachersee entlang, den Aufstieg nach Rothenburg hoch und von dort wieder runter über den Militärflugplatz Emmen nach Luzern.

Auch wie letzen Sommer suchte ich nach Möglichkeit Jugendherbegen. Die Jugi in Luzern lag nahe beim Rotsee. Frisch geduscht entspannte ich mich anschliessend am Seeufer.

Am Abend war dann Sightseeing und essen in der Stadt angesagt. Es wurde nicht sonderlich spät, denn der Tag war, unter anderem, wegen der grossen Hitze streng genug.
Tag 2
Luzern–Hospental

Um kurz nach 8 Uhr war ich in Luzern aufgebrochen, denn der Wetterbericht hatte für den Nachmittag Regen angesagt. In Hergiswil musste natürlich noch ein Halt in der Glasi gemacht werden, denn die Daheimgebliebenen freuten sich immer über ein Souvenir.

In Beckenried habe ich dafür aber die Fähre verpasst. Die 40 Minuten Wartezeit nützte ich um Verpflegung einzukaufen.

Auf der Überfahrt nach Gersau verspürte ich dann auch schon die ersten Regentropfen des Tages, aber Petrus war nochmals gnädig und wartete noch zu mit dem grossen Wolkenbruch. Auf der stark befahrenen Axenstrasse ging ich auf Nummer sicher, da war ich mir nicht zu Schade und zog mein Leuchtweste an und fuhr mit Licht. Als richtiger Eidgenosse gehörte natürlich auch ein Besuch in der Tellskapelle dazu.

Das Urnerland hoch half mir ein kräftige Rückenwind, mit 25 – 30 km/h kam ich ziemlich flott Richtung Andermatt voran.

Ab Amsteg sank die Geschwindigkeit rapide, ab jetzt standen ziemlich genau 1000 hm auf die nächsten 27 km bis zum Tagesziel bevor.

In Göschenen, auf halbem Aufstieg, musste dann eine Redbullpause zur Stärkung sein. Wieder auf dem Velo lies auch Petrus Gnade nach, ich fuhr aber immer noch mit der dünnen Windjacke weiter. Die letzten 9 km durch die Schöllenen würden in kompletter Regenmontur zur Saunatour werden. Als ich in der zweitletzten Gallerie war, wurde der Regen aber so stark, dass ich dann die Regenbekleidung und den Helmüberzug anzog, zum Glück.

In der Jugi Hospental wurde ich dann herzlich bewirtet und genoss die ruhige Bergwelt nach dem hektischen Luzern.

Im Gespräch stellte sich dann auch noch heraus, dass der Jugiwirt im Nachbardorf aufgewachsen war und das wir einige gemeinsame Kollegen haben, die Welt ist doch klein.
Tag 3
Hospental–Bellinzona

Am dritten Tag war ich erst nach 9 Uhr losgefahren, die Temperaturen waren unter 10° und immer wieder setzte Nieselregen ein. Wie ich aus dem Internet wusste, sollte an diesem Tag der Gotthardpass offiziell geöffnet werden. Aber wie ich bemerkte erst im Laufe des Tages.

Kurz nach dem ich in die Passstrasse einbog, musste ich mich noch unter einer geschlossenen Barriere durchmogeln. Unterwegs waren immer noch Arbeiter des Kant. Strassendienst damit beschäftigt, letzte Leitplanken zu montieren.

Bei diesem Aufstieg standen mir eigentlich auf 9 km nur noch 610 hm bevor. Nach etwa einem Drittel der Strecke bog ich in die alte Passstrasse ein. Ein riesiger Fehler, wie sich dann später herausstellte.

Die Kopfsteinpflasterstrasse war immer wieder mal mit Schneezungen bedeckt, die nicht ganz weggefräst wurden. Es herrschte ein dicke Nebelsuppe und der Nieselregen veränderte sich allmählich in leichten Schneefall. Eigentlich sollte es nur noch ein Kilometer sein, als ich um die nächste Kurve bog, kam der Schock. Kein weiterkommen, die Schneefräse hatte die alte Strasse noch nicht ganz frei geräumt. Also umdrehen, ich in kurzen Hosen, aber in Jacke und langen Handschuhen, fuhr bei eisigem Gegenwind wieder 2 km bergabwärts, zurück auf die offizielle Strasse.

Oben angekommen türmen sich die Schneemassen schätzungsweise 5–6 Meter hoch beidseits der Zufahrtsstrasse zum Restaurant Hospiz.

Zum Glück war das Gasthaus offen, sodass ich mich bei einem Kaffe wieder aufwärmen konnte.

Ich wage zu behaupten, dass ich im Jahre 09 der erste offiziell Gast auf dem Gotthard war, denn ausser mir waren nur das Personal des Restaurant und Strassenarbeiter anwesend.

Weitere 30 Minuten später trafen zwei italienisch sprechende Radfahrer ein und dann bald auch die ersten Motorradfahrer und ein Oldtimer – Club mit ihren Cabrios.

Eine gute Stunde brauchte ich um meine eiskalten Finger wieder aufzuwärmen.

Noch letzte Fotos auf dem Gipfel und dann gut eingepackt, ging es los auf den schönsten Teil der Tour. Vor mir hatte ich fast 1900 hm Abfahrt.

Nach kurzer Fahrt riss auch die Wolkendecke auf und die Sonne strahlte mir entgegen.

In Airolo war die Hauptstrasse gesperrt, wie ich feststellte war gerade Frühjahrsmarkt. So hielt ich inne und ass an einem Stand Costine, eine Tessiner Spezialität, ähnlich wie Sparips.

Für die nächsten 40 km brauchte ich gerade mal eine gute Stunde, auch auf der Südseite der Alpen wehte ein toller Rückenwind. Und so war ich schon um 16 Uhr in Bellinzona.

Das die Fahrzeit eineinhalb Stunden weiniger betrug, sagte mir auch mein Stundenschnitt von über 23 km/h, trotz Aufstieg auf den Pass.

In Bellinzona befand sich die Jugi am anderen Ende der Stadt, in einer ehemaligen Klosterschule. In der auch heute noch auf zwei Etagen Schulbetrieb stattfindet.

Nachdem ich das Zimmer bezogen hatte, fuhr ich in’s Freibad. Es war ein spezielles Gefühl um 12 Uhr bei leichtem Schneefall auf dem Gotthardpass zu sein und 5 Std später bei 28° in der Sonne zu liegen.

Zum Znacht gönnte ich mir eine Pizza, denn in der Jugi wurde heute nicht gekocht.
Tag 4
Bellinzona–Chiasso

Die 75 km die am letzten Tag auf dem Programm standen, waren im Vergleich zu den ersten drei Tagen nur noch ein ausrollen. Die Magadinoebene nutze ich zum einfahren, bevor es dann den Monte Generi hoch ging. Die Sonne vermochte schon früh am Morgen viel Wärme abzugeben. Beim Aufstieg auf der Hauptstrasse bekam ich den südländischen Fahrstil hautnah mit, später auf dem Radweg war es mir wieder wesendlich wohler. Auf dem Mt. Generi machte ich als Radfahrer noch ein kurzen Halt in der Kapelle Santuario del Circlista, die all den verunglückten Tessiner Rennradfahrer gewidmet ist.

Ab hier hatte ich dann auch wieder, wie in Basel, 2–3 mal Mühe die richtige Route zu finden. Aber ab Agno war es dann wieder kein Problem. Der Weg führte am Lago di Lugano entlang durch die malerischen Örtchen wie Figino oder Morcote.

In Melide hielt ich um ein letztes mal Reiseproviant einzukaufen. Ab Bissone konnte ich ein kurzes Stück den Windschatten eines Rennradfahrer geniessen, musste in aber bald wieder ziehen lassen.

Vor Mendrisio strampelte ich noch ein kurzen Aufstieg hoch. Dann die genoss ich die letzte Schussfahrt durch die Rebbergen runter nach Chiasso.

Die Zeit habe ich optimal eingeteilt, um 12:30 Uhr sitze ich im Zug Richtung Ostschweiz der fünf Minuten später losrollte.
Fazit

Die Route in 4 Tagen zu fahren war konditionell eher anspruchsvoll. Für Reisen mit Kinder würde ich sicher 2 Tage mehr einplanen und eventuell sogar ein Stück den Zug nehmen. Ich hatte wieder so geplant, dass ich wieder Jugendherbergen zum Übernachten hatte.

Ich würde nächstes Mal aber noch ein bis zwei Wochen warten, für so eine Alpenüberquerung. Um dem Schnee noch mehr aus dem Weg zu gehen.

Sehr genossen habe ich, dass ich mehrheitlich Rückenwind hatte, was nicht immer so ist.

Alles in Allem waren es 386 km in 18 ½ Std durch 9 Kantone. Kosten: Bahn, Unterkunft und Verpflegung 380.– Fr. Welches die nächste Route wird, weiss ich noch nicht, aber dies war bestimmt nicht die Letzte!

Il relazione di viaggio da vedere lungo:

Percorso Nord-Sud route-03
Percorso Nord-Sud
Basel–Chiasso
Al percorso