La Suisse à pied

Galerie de photos

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1.Tag, Cabane de Susanfe, 2102 m im Aufstieg zum Col de Susanfe, 2494 m
02_P1090182
2.Tag, Col d’Emaney, 2462 m über dem Lac de Salanfe 1942 m
03_P1090183
2.Tag, Blumenpracht am Weg
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3.Tag, Blick auf Walliser Gletscher
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5.Tag, Blick vom Balfrin-Höhenweg ins Saastal
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Biwak am Balfrin-Höhenweg
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7.Tag, muss der Diem an die Leine?
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7.Tag, Blick nach Saas Fee vom Höhenweg Kreuzboden - Gspon
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7.Tag, Bergdorf Gspon, 1895 m
10_P1090336
8.Tag, auf dem Gebidumpass, 2201 m
11_P1090350
8.Tag, Walliser Schwarznasenschafe
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8.Tag, auf dem Höhenweg Gspon – Simplonpass
13_P1090364
8.Tag, Walliser Schwarzhalsziegen
14_P1090396
9.Tag, Bortelhütte, 2113 m
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11.Tag, Dorf Ernen im Goms
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12.Tag, Dorf Münster im Goms
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12.Tag, im Dorf Münster, Goms
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12.Tag, im Dorf Ulrichen, Goms
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13.Tag, Rucksackrast im Aufstieg zum Cornopass, 2525 m
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13.Tag, Griessee, 2386 m und Griesgletscher
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13.Tag, Capanna Corno Gries, 2338 m
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15.Tag, Lago Ritom, 1850 m am Morgen
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15.Tag, Kapelle S. Carlo, 1915 m
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16.Tag, Hans Diem gut beschirmt bei Regen
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16.Tag, Capanna Scaletta, 2205 m
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18.Tag, Bachgestaltung auf der Greina Hochebene
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18.Tag, Evelyn und Hans Diem auf dem Weg über die Greina
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18.Tag, Greina Hochebene
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18.Tag, Greina Hochebene
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18.Tag, Greina Hochebene
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18.Tag, Greina Hochebene
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18.Tag, Abstieg vom Pass Diesrut, 2428 m nach Vrin
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19.Tag, Rückblick nach Vrin vom Höhenweg nach Ilanz
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19.Tag, Ausblick vom Höhenweg Vrin – Ilanz
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20.Tag, Rheinschlucht, Versamer Tobel (aus dem Zug)
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20.Tag, Rheinschlucht, Versamer Tobel ( aus dem Zug)
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20.Tag, Chur und Umgebung (auf einem Plakat)

Le carnet de route se trouve sur:

Chemin des cols alpins route-06
Chemin des cols alpins
Chur–St-Gingolph
Vers l’itinéraire
Sommertour vom Genfersee nach Chur

Sommertour vom Genfersee nach Chur

Der Alpenpässe-Weg soll als unsere Sommertour 2013 die vierte Folge unseres Weges durch die Westalpen sein, begonnen haben wir mit Savona–Terme di Valdieri, weiter nach Modane und zum Genfer See. Nun wollen wir mit Hilfe des offiziellen Führers Alpenpässe-Weg 6 auf einer direkten Linie von Champéry Nähe Genfer See Richtung Chur gehen.
600 km, 34 Etappen, 39 600 Höhenmeter auf der nationalen Route Nr. 6, Alpenpässeweg

Zu Fuß und mit Zeltausrüstung waren wir vom 12.07. bis 01.08. 2013 zwanzig Tage lang auf Teilen der NR 6 unterwegs von Chambéry nach Chur. Wir haben etwa 300 km erwandert, aber auch 300 km umfahren oder abgekürzt. Die Route war an Metallpfosten bestens beschildert mit einer 6 neben den lokalen Wegweisern mit Standortangaben. Geübt als Bergwanderer auf vielen langen Überschreitungen waren wir gut unterwegs, konnten ungeniert 11 Mal frei zelten, vermittelt von Touristinfos auch 10 Mal gut in Häusern übernachten. Ein Riesenproblem waren die ungewöhnlich großen Schneemengen oberhalb von 2300 m Höhe, wir wollten deshalb nicht über die bis zu 3000 m hohen Pässe gehen bei Tauwetter und ausbleibendem Nachtfrost. Wir haben keinen Wanderer getroffen der erkennbar auf dem 6er ging, doch täglich waren Tagestouristen mit uns auf den Wegen, nur selten unauffällige Bergradler.

Der Alpenpässe-Weg geht nach dem offiziellen Führer von Chur in den Bündner Alpen über Ilanz, Vrin, Pass Diesrut, Greina-Ebene zur Capanna Scaletta. Es sind drei Etappen auf Wanderwegen über die Dörfer, erst die vierte Etappe geht ins Gebirge und zur viel besuchten Greina-Hochebene mit einer Hüttenübernachtung. Es folgen die Tessiner Alpen mit fünf Etappen durch Täler und in Hochweiden über Olivone, Passo del Sole, Airolo, Corno-Gries mit einer Hüttenübernachtung nach Ulrichen im Goms.

In den Walliser Alpen gehen sieben Etappen erst im Goms von Ulrichen über die Dörfer nach Ernen, dann von Binn über den Saflischpass nach Rosswald, auf Höhe bleibend hinüber zum Simplonpass, über zwei leichte Pässe, dem Bistinepass und dem Gebidumpass nach Gspon, auf Höhenwegen über Saas Fee nach Grächen. Der Balfrin-Höhenweg von Saas Fee nach Grächen hat als eine von gesamt zwei Etappen den Vermerk Achtung: Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich, heikle Passagen sind abgesichert.

Auf den weiteren dreizehn Etappen der Walliser Alpen ist es oft hochalpin mit Bergwegen über fast 3000 m hohe Pässe bei Tagesetappen mit bis zu 2165 Hm Aufstieg und bis zu 2420 Hm Abstieg, mit zwei Hüttenübernachtungen, mit einer Etappe für die Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich sind. Es geht ab Grächen über den Augstbordpass nach Gruben, über den Meidpass nach Zinal, über den Col de Sorebis und Col de Torrent nach Arolla, weiter über Col de Riedmatten, Col de Prafleuri, Col de Louvie, Col du Bec d’Aigle, Tête du Sarshlau, Col des Otanes, Col de Mille nach Bourg-St-Pierre hinab, über Col du Grand St-Bernhard und Col du Bastillon nach La Fouly, über Champex und Trient nach Le Châtelard.

Die Chablais Alpen folgen mit zwei Etappen über Col de Barberine, Col d’Emaney, Col de Susanfe und einer Hüttenübernachtung, zum Ausklang geht es dann drei Etappen lang im Weideland mit dem weltweit größten Skigebiet „Portes du Soleil“ über Morgins und Tanay nach St-Gingolph am Genfer See, ein Schiff sie nach Montreux zum Bahnhof.

Unser Beginn auf der NR.6 geht ab Champéry 1030 m durch die Dents du Midi-Gruppe mit einem langen Aufstieg über die Cabane de Susanfe zum Col de Susanfe 2494 m mit einigen Schneefeldern. Der Abstieg nach Osten ist oben steil und voll Schnee. Großes Risiko, Lawinen gehen ab. Wir schaffen den Abstieg zum Lac de Salanfe, doch wie geht es weiter. Der Aufstieg zum Col d’Emaney 2462 m scheint machbar, doch dahinter kommen ein steiler Abstieg und ein weiterer Pass.

Wir entschließen uns zur Umfahrung der zwei Pässe. Also Abstieg ins Tal, mit Bus und Bahn nach Le Chatelard, schon sind wir wieder auf dem 6er und im Aufstieg zur Alpe Catogne 2011 m. Im Abstieg zum Dorf Trient haben wir einen Ausblick auf Walliser Gletscher. Für solche Bilder sind wir unterwegs, das sind die großen Momente auf allen Etappen des 6ers.

Auf dem Weg über den Col la Forclaz und die Alpage de Bovine 1987 m nach Champex du Lac kommen uns viele Leute auf der Mont-Blanc-Umrundung entgegen, ein bunt gemischtes Volk. Die nächste Entscheidung steht an. Was erwartet uns an den zehn weiteren bis zu 3000 m hohen Pässen der Walliser Alpen? Wir kennen sieben dieser Pässe von meiner 2. Alpen-Längsüberschreitung, sie haben zum Teil steile Hänge. Das Schneeproblem verlangt die Umfahrung statt probieren und riskieren. Abstieg nach Orsieres, Fahrt mit Bahn und Bus über Martigny und Visp nach Grächen.

Von Grächen Aufstieg zur Hannigalp 2121 m unterm Regenschirm, in dem Gasthaus ist gut warten auf Wetterbesserung. Normal viel zu spät starten wir um 13.30 Uhr zum gefürchteten auf langen Strecken ausgesetzten Balfrin-Höhenweg in Richtung Saas Fee. Ist kein Problem für uns, wir bewundern die Erbauer. Am Schweib-Bach angekommen nach der Hälfte der 8:10 Std. Gehzeit, stellen wir um 17 Uhr das Zelt auf einen ebenen Flecken Gras.

Wären wir nur weiter gegangen, denn am nächsten Morgen ist Sturm und Regen, keine Chance auf dem ausgesetzten Steig nach Saas Fee. Es bietet sich der Notabstieg an am Schweib-Bach entlang ins Tal. Am Weg liegt die Alpe Schweiben, die hat eine kleine neue Luftseilbahn hinab nach Tann. Und dazu einen Mann auf der Alpe, der uns die Bahnfahrt anbietet und die offene Gondel in Gang setzt. Unten angekommen fährt uns auch gleich ein Linienbus nach Saas Grund, und schon sitzen wir hoch erfreut in einem Café zum 2. Frühstück. Gerettet, draußen regnet es heftig. Busfahrt nach Saas Fee zum Dorfbummel, Übernachtung im Hotel Bergheimat, und am nächsten Morgen ist schönes Wetter, juhu.

Schwupps mit der Seilbahn auffahren zum Kreuzboden 2400 m, und schon sind wir auf dem Höhenweg Richtung Gspon mit Ausblick auf die 4000er bei Saas Fee, grandios. Dazu der Blick auf den Balfrin-Höhenweg von gestern, nicht zu glauben, wie steil die Flanke mit dem waagrechten Steig ist. In neun Tagen Schönwetter, mit schönsten Aussichten von guten Wanderwegen in Wald- und Almlandschaft mit Blumenpracht, kommen wir über Gspon zum Gebidumpass 2201 m, an dem Höhenweg neben einem Wassergraben weiden Walliser Schwarznasen-Schafe und Schwarzhals-Ziegen, vom Talschluss unterm Gamsagletscher geht es über den Bistinepass 2386 m zum Simplon Pass 2006 m. Das Hospiz hat ein schönes Zimmer für uns, dazu die günstige Halbpension.

Der Weiterweg ist anfangs Tunnel-Baustelle. Zum Glück ist Sonntag, wir schlängeln uns durch und können gut den langen Weg über die nette Bortelhütte 2113 m nach Rosswald gehen. Hier testen wir mal das Massenlager des Hotels, nicht gut. Nach dem Saflischpass 2563 m besuchen wir das urige Bergdorf Binn, bummeln durch die Twingischlucht ins Goms, dem oberen Rhonetal mit den historischen Dörfern Ernen, Mühlebach, Steinhaus, Niederwald, Reckingen, Münster und Ulrichen. Da gibt viel zu sehen an alter Baukultur und kostbarer Kirchenausstattung. Schon wird es wieder Ernst mit dem Aufstieg zum Griessee und dem Abstieg über die neu gestaltete Capanna Corno-Gries zum Zelten im Val Bedretto.

Am Morgen hat es um die 10°C, doch tagsüber heizt es auf bis über 30°C. Da rasten wir gerne unterm Regenschirm als Sonnenschutz und tauchen mal unter im Bergbach. Und fahren die Talstrecke nach Airolo mit dem Bus, und auch noch mit dem Schrägaufzug hinauf zum Lago Ritom 1839 m. Auf Almwegen stiefeln wir über den Passo delle Colombe 2381 m hinunter nach Acquacalda. Massen von Autotouristen tummeln sich hier auf den Wiesen am Bach, schnell weiter und hinauf zum Croce Portera 1917 m. Da gibt es eine Gaudi mit zwei Männern aus Bayern, die jedes Jahr eine Woche lang weitwandern und zwar Richtung Monaco. Ihr nächster Schlafplatz ist Acquacalda, gute Nacht.

Wir haben die Wahl mit schönen Plätzen zum Zelten, dafür tragen wir gerne etwas mehr als nur den Geldbeutel und eine Regenjacke. Weil wir am nächsten Morgen das Zelt trocken verpacken können, macht uns auch das folgende Regenwetter nichts aus. Wir kürzen den 6er ab und gehen ohne Besuch von Olivone direkt über den Passo Cantonill 1937 m nach Campo Blenio, haben dann Sonnenschein und Sturm im Aufstieg zur Capanna Scaletta 2205 m. Wegen Schlechtwetter-Vorhersage sind nur fünf Gäste hier. Neue Hütte, schöne Lager, gute Küche, tolle Aussicht auf Tal und Gebirge, doch der Sturm bringt ein Regentief.

Also ist unser 17.Tag ein Hüttentag. Vier der Gäste sind abgestiegen, sie fahren mit dem Bus zu ihrem reservierten Tagesziel statt übers Gebirge zu gehen. Der verbleibende Schweizer ist ein berühmter, die Unterhaltung mit ihm ist Tag- und Abendfüllend. Er geht am Tag darauf ein Stück weit mit uns, denn wir haben zum Glück schönes Wetter für die Greina. Die Gipfel ringsum sind frisch angeschneit, Motive über Motive zeigt diese bekannte Hochebene, von drei Hütten kommen die Leute zum Schauen und Staunen. Viele der nächsten Übernachter kommen uns auf dem Weg über den Pass Diesrut 2428 m nach Vrin entgegen. Mit wenig Auf und Ab in Weideland gehen wir eine Etappe oberhalb der Dörfer nach Ilanz am Vorderrhein, die restlichen zwei Etappen fahren wir sehr schön mit dem Zug am Ufer des Rhein durch den Versamer Tobel nach Chur.

In der schönen Stadt Chur gibt es viel zu sehen, und es ist der 1. August, der Nationalfeiertag. Für die Bundesfeier am Abend interessieren sich nur wenige Schweizer, während wir zwei dem Lampionzug der Kinder zur Festwiese folgen. Eine kleine Nachwuchsgruppe musiziert, eine schlichte Ansage folgt, die Hymne mit 4 Strophen ist jämmerlich, denn man mag den kitschigen Text nicht, statt Feuerwerk turnt eine Gruppe Feuerwerker herum, dann ist Schluss.

Am 2. August fahren wir mit der Bahn nach Hause. Wir bedauern sehr, dass uns der wichtigste Abschnitt mit den hohen Pässen fehlt, wo uns doch kurz vor der Abreise eine Touristinfo mitgeteilt hat: «Auf unseren Cols gibt es noch ein bisschen Schnee aber es ist begehbar.»

Hans Diem
Der Alpenpässe-Weg soll als unsere Sommertour 2013 die vierte Folge unseres Weges durch die Westalpen sein, begonnen haben wir mit Savona–Terme di Valdieri, weiter nach Modane und zum Genfer See. Nun wollen wir mit Hilfe des offiziellen Führers Alpenpässe-Weg 6 auf einer direkten Linie von Champéry Nähe Genfer See Richtung Chur gehen.
600 km, 34 Etappen, 39 600 Höhenmeter auf der nationalen Route Nr. 6, Alpenpässeweg

Zu Fuß und mit Zeltausrüstung waren wir vom 12.07. bis 01.08. 2013 zwanzig Tage lang auf Teilen der NR 6 unterwegs von Chambéry nach Chur. Wir haben etwa 300 km erwandert, aber auch 300 km umfahren oder abgekürzt. Die Route war an Metallpfosten bestens beschildert mit einer 6 neben den lokalen Wegweisern mit Standortangaben. Geübt als Bergwanderer auf vielen langen Überschreitungen waren wir gut unterwegs, konnten ungeniert 11 Mal frei zelten, vermittelt von Touristinfos auch 10 Mal gut in Häusern übernachten. Ein Riesenproblem waren die ungewöhnlich großen Schneemengen oberhalb von 2300 m Höhe, wir wollten deshalb nicht über die bis zu 3000 m hohen Pässe gehen bei Tauwetter und ausbleibendem Nachtfrost. Wir haben keinen Wanderer getroffen der erkennbar auf dem 6er ging, doch täglich waren Tagestouristen mit uns auf den Wegen, nur selten unauffällige Bergradler.

Der Alpenpässe-Weg geht nach dem offiziellen Führer von Chur in den Bündner Alpen über Ilanz, Vrin, Pass Diesrut, Greina-Ebene zur Capanna Scaletta. Es sind drei Etappen auf Wanderwegen über die Dörfer, erst die vierte Etappe geht ins Gebirge und zur viel besuchten Greina-Hochebene mit einer Hüttenübernachtung. Es folgen die Tessiner Alpen mit fünf Etappen durch Täler und in Hochweiden über Olivone, Passo del Sole, Airolo, Corno-Gries mit einer Hüttenübernachtung nach Ulrichen im Goms.

In den Walliser Alpen gehen sieben Etappen erst im Goms von Ulrichen über die Dörfer nach Ernen, dann von Binn über den Saflischpass nach Rosswald, auf Höhe bleibend hinüber zum Simplonpass, über zwei leichte Pässe, dem Bistinepass und dem Gebidumpass nach Gspon, auf Höhenwegen über Saas Fee nach Grächen. Der Balfrin-Höhenweg von Saas Fee nach Grächen hat als eine von gesamt zwei Etappen den Vermerk Achtung: Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich, heikle Passagen sind abgesichert.

Auf den weiteren dreizehn Etappen der Walliser Alpen ist es oft hochalpin mit Bergwegen über fast 3000 m hohe Pässe bei Tagesetappen mit bis zu 2165 Hm Aufstieg und bis zu 2420 Hm Abstieg, mit zwei Hüttenübernachtungen, mit einer Etappe für die Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich sind. Es geht ab Grächen über den Augstbordpass nach Gruben, über den Meidpass nach Zinal, über den Col de Sorebis und Col de Torrent nach Arolla, weiter über Col de Riedmatten, Col de Prafleuri, Col de Louvie, Col du Bec d’Aigle, Tête du Sarshlau, Col des Otanes, Col de Mille nach Bourg-St-Pierre hinab, über Col du Grand St-Bernhard und Col du Bastillon nach La Fouly, über Champex und Trient nach Le Châtelard.

Die Chablais Alpen folgen mit zwei Etappen über Col de Barberine, Col d’Emaney, Col de Susanfe und einer Hüttenübernachtung, zum Ausklang geht es dann drei Etappen lang im Weideland mit dem weltweit größten Skigebiet „Portes du Soleil“ über Morgins und Tanay nach St-Gingolph am Genfer See, ein Schiff sie nach Montreux zum Bahnhof.

Unser Beginn auf der NR.6 geht ab Champéry 1030 m durch die Dents du Midi-Gruppe mit einem langen Aufstieg über die Cabane de Susanfe zum Col de Susanfe 2494 m mit einigen Schneefeldern. Der Abstieg nach Osten ist oben steil und voll Schnee. Großes Risiko, Lawinen gehen ab. Wir schaffen den Abstieg zum Lac de Salanfe, doch wie geht es weiter. Der Aufstieg zum Col d’Emaney 2462 m scheint machbar, doch dahinter kommen ein steiler Abstieg und ein weiterer Pass.

Wir entschließen uns zur Umfahrung der zwei Pässe. Also Abstieg ins Tal, mit Bus und Bahn nach Le Chatelard, schon sind wir wieder auf dem 6er und im Aufstieg zur Alpe Catogne 2011 m. Im Abstieg zum Dorf Trient haben wir einen Ausblick auf Walliser Gletscher. Für solche Bilder sind wir unterwegs, das sind die großen Momente auf allen Etappen des 6ers.

Auf dem Weg über den Col la Forclaz und die Alpage de Bovine 1987 m nach Champex du Lac kommen uns viele Leute auf der Mont-Blanc-Umrundung entgegen, ein bunt gemischtes Volk. Die nächste Entscheidung steht an. Was erwartet uns an den zehn weiteren bis zu 3000 m hohen Pässen der Walliser Alpen? Wir kennen sieben dieser Pässe von meiner 2. Alpen-Längsüberschreitung, sie haben zum Teil steile Hänge. Das Schneeproblem verlangt die Umfahrung statt probieren und riskieren. Abstieg nach Orsieres, Fahrt mit Bahn und Bus über Martigny und Visp nach Grächen.

Von Grächen Aufstieg zur Hannigalp 2121 m unterm Regenschirm, in dem Gasthaus ist gut warten auf Wetterbesserung. Normal viel zu spät starten wir um 13.30 Uhr zum gefürchteten auf langen Strecken ausgesetzten Balfrin-Höhenweg in Richtung Saas Fee. Ist kein Problem für uns, wir bewundern die Erbauer. Am Schweib-Bach angekommen nach der Hälfte der 8:10 Std. Gehzeit, stellen wir um 17 Uhr das Zelt auf einen ebenen Flecken Gras.

Wären wir nur weiter gegangen, denn am nächsten Morgen ist Sturm und Regen, keine Chance auf dem ausgesetzten Steig nach Saas Fee. Es bietet sich der Notabstieg an am Schweib-Bach entlang ins Tal. Am Weg liegt die Alpe Schweiben, die hat eine kleine neue Luftseilbahn hinab nach Tann. Und dazu einen Mann auf der Alpe, der uns die Bahnfahrt anbietet und die offene Gondel in Gang setzt. Unten angekommen fährt uns auch gleich ein Linienbus nach Saas Grund, und schon sitzen wir hoch erfreut in einem Café zum 2. Frühstück. Gerettet, draußen regnet es heftig. Busfahrt nach Saas Fee zum Dorfbummel, Übernachtung im Hotel Bergheimat, und am nächsten Morgen ist schönes Wetter, juhu.

Schwupps mit der Seilbahn auffahren zum Kreuzboden 2400 m, und schon sind wir auf dem Höhenweg Richtung Gspon mit Ausblick auf die 4000er bei Saas Fee, grandios. Dazu der Blick auf den Balfrin-Höhenweg von gestern, nicht zu glauben, wie steil die Flanke mit dem waagrechten Steig ist. In neun Tagen Schönwetter, mit schönsten Aussichten von guten Wanderwegen in Wald- und Almlandschaft mit Blumenpracht, kommen wir über Gspon zum Gebidumpass 2201 m, an dem Höhenweg neben einem Wassergraben weiden Walliser Schwarznasen-Schafe und Schwarzhals-Ziegen, vom Talschluss unterm Gamsagletscher geht es über den Bistinepass 2386 m zum Simplon Pass 2006 m. Das Hospiz hat ein schönes Zimmer für uns, dazu die günstige Halbpension.

Der Weiterweg ist anfangs Tunnel-Baustelle. Zum Glück ist Sonntag, wir schlängeln uns durch und können gut den langen Weg über die nette Bortelhütte 2113 m nach Rosswald gehen. Hier testen wir mal das Massenlager des Hotels, nicht gut. Nach dem Saflischpass 2563 m besuchen wir das urige Bergdorf Binn, bummeln durch die Twingischlucht ins Goms, dem oberen Rhonetal mit den historischen Dörfern Ernen, Mühlebach, Steinhaus, Niederwald, Reckingen, Münster und Ulrichen. Da gibt viel zu sehen an alter Baukultur und kostbarer Kirchenausstattung. Schon wird es wieder Ernst mit dem Aufstieg zum Griessee und dem Abstieg über die neu gestaltete Capanna Corno-Gries zum Zelten im Val Bedretto.

Am Morgen hat es um die 10°C, doch tagsüber heizt es auf bis über 30°C. Da rasten wir gerne unterm Regenschirm als Sonnenschutz und tauchen mal unter im Bergbach. Und fahren die Talstrecke nach Airolo mit dem Bus, und auch noch mit dem Schrägaufzug hinauf zum Lago Ritom 1839 m. Auf Almwegen stiefeln wir über den Passo delle Colombe 2381 m hinunter nach Acquacalda. Massen von Autotouristen tummeln sich hier auf den Wiesen am Bach, schnell weiter und hinauf zum Croce Portera 1917 m. Da gibt es eine Gaudi mit zwei Männern aus Bayern, die jedes Jahr eine Woche lang weitwandern und zwar Richtung Monaco. Ihr nächster Schlafplatz ist Acquacalda, gute Nacht.

Wir haben die Wahl mit schönen Plätzen zum Zelten, dafür tragen wir gerne etwas mehr als nur den Geldbeutel und eine Regenjacke. Weil wir am nächsten Morgen das Zelt trocken verpacken können, macht uns auch das folgende Regenwetter nichts aus. Wir kürzen den 6er ab und gehen ohne Besuch von Olivone direkt über den Passo Cantonill 1937 m nach Campo Blenio, haben dann Sonnenschein und Sturm im Aufstieg zur Capanna Scaletta 2205 m. Wegen Schlechtwetter-Vorhersage sind nur fünf Gäste hier. Neue Hütte, schöne Lager, gute Küche, tolle Aussicht auf Tal und Gebirge, doch der Sturm bringt ein Regentief.

Also ist unser 17.Tag ein Hüttentag. Vier der Gäste sind abgestiegen, sie fahren mit dem Bus zu ihrem reservierten Tagesziel statt übers Gebirge zu gehen. Der verbleibende Schweizer ist ein berühmter, die Unterhaltung mit ihm ist Tag- und Abendfüllend. Er geht am Tag darauf ein Stück weit mit uns, denn wir haben zum Glück schönes Wetter für die Greina. Die Gipfel ringsum sind frisch angeschneit, Motive über Motive zeigt diese bekannte Hochebene, von drei Hütten kommen die Leute zum Schauen und Staunen. Viele der nächsten Übernachter kommen uns auf dem Weg über den Pass Diesrut 2428 m nach Vrin entgegen. Mit wenig Auf und Ab in Weideland gehen wir eine Etappe oberhalb der Dörfer nach Ilanz am Vorderrhein, die restlichen zwei Etappen fahren wir sehr schön mit dem Zug am Ufer des Rhein durch den Versamer Tobel nach Chur.

In der schönen Stadt Chur gibt es viel zu sehen, und es ist der 1. August, der Nationalfeiertag. Für die Bundesfeier am Abend interessieren sich nur wenige Schweizer, während wir zwei dem Lampionzug der Kinder zur Festwiese folgen. Eine kleine Nachwuchsgruppe musiziert, eine schlichte Ansage folgt, die Hymne mit 4 Strophen ist jämmerlich, denn man mag den kitschigen Text nicht, statt Feuerwerk turnt eine Gruppe Feuerwerker herum, dann ist Schluss.

Am 2. August fahren wir mit der Bahn nach Hause. Wir bedauern sehr, dass uns der wichtigste Abschnitt mit den hohen Pässen fehlt, wo uns doch kurz vor der Abreise eine Touristinfo mitgeteilt hat: «Auf unseren Cols gibt es noch ein bisschen Schnee aber es ist begehbar.»

Hans Diem

Le carnet de route se trouve sur:

Chemin des cols alpins route-06
Chemin des cols alpins
Chur–St-Gingolph
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