Mountainbiking

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The travel report lies on:

Panorama Bike route-02
Panorama Bike
Rorschach–Montreux
To route
Ein wunderschönes und unvergessliches Erlebnis

Ein wunderschönes und unvergessliches Erlebnis

Wir sind und waren zwei rund 40-jährige Väter, durchschnittlich trainiert, keine Spitzensportler, aber mit einem starken Willen. Das nützt manchmal fast noch mehr als starke Beine.
Tag 1, 29. Juli, Thun – Schwarzsee (52 Kilometer):

Um 11.00 Uhr fahren wir in Thun, unserem Startpunkt, ab. Nach einer schönen Fahrt durch das Bernbiet geht es ziemlich rasch in die Gurnigel-Steigung. Erfreut, dass es tatsächlich einen Unterschied macht, ob Strassen-Tour oder Mountainbike-Tour, schlängelt sich die Strasse, meist Naturbelag, den Gurnigel hoch. Ausser ein paar Mit-Bikern niemand – kein Strassenlärm, nix. Es ist eine nahrhafte, aber trotzdem angenehme Steigung. Kurz vor der Passhöhe: Lautes Röhren der Töffs und Sonntagsausflügler, mit welchen man die letzten Meter bis zur Passhöhe teilt und sogleich froh ist, unmittelbar nach der Passhöhe wieder auf eigene Wege gehen zu können. Achtung: Im dortigen Gebiet ist es relativ trocken und heiss, Wasser Mangelware – bei jedem Brunnen auffüllen! J

Landschaftlich wunderschön geht es der Krete entlang in Richtung Schwarzsee, das bald am Horizont auftaucht. Die atemberaubende Aussicht tröstet darüber hinweg, dass nun einige Schiebepassagen folgen (weil praktisch kein befahrbarer Weg), bevor eine ebenso atemberaubende Abfahrt folgt, die teilweise schlicht nicht fahrbar ist, da praktisch kein Weg und supersteil. Kurz, aber heftig. Die letzten Kilometer im Tal hoch Richtung Schwarzsee machen wir dann sogar freiwillig auf der Strasse um weiteren – wenn auch schönen – aber doch anstrengenden Passagen dem Fluss entlang zu entkommen. Ankunft in Schwarzsee, Übernachtung in Annas BnB direkt am See, Schwumm und Nachtessen am See.
Tag 2, 30. Juli, Schwarzsee – Les Paccots (56 km):

Der Tag der Königsetappe. Frisch gestärkt (Abfahrt 9.30 Uhr) meistern wir schnell den ersten Pass – auch hier viele Stellen zu steil, um zu fahren, landschaftlich aber wunderschön. Danach folgt die einzige Abfahrt, bei der man sich – auf unserer Reise – teilweise etwas erholen kann, eine normale Strasse führt talwärts, der Moléson rückt das erste Mal unweigerlich ins Visier. So weit weg noch… es folgen weitere Abfahrtpassagen in dunklen und geheimnisvollen Wäldern, wunderschön und stets gut beschriftet. In Grueyère am Fusse des Schlosses gibt’s feine Pasta direkt gegenüber dem Gruyère-Haus und danach zum Dessert die Steigung in Richtung Moléson-sur-Gruyères.

Für einmal nur zur Hälfte im Wald und oft auf Naturbelag, dafür wieder eine atemberaubend steile Abfahrt über eine Wiese ins Dorf. Dann aber schnell wieder raus aus dem Dorf und teilweise Direttissima über Wiesen hoch an den Rande des Moléson. Dort das einzige Mal etwas unsicher bei der Beschilderung – mit einheimischer Hilfe (einfach immer hoch, hoch, hoch) den Weg aber rasch wieder gefunden und wunderschön durch Wälder und an unzähligen Kuhweiden vorbei (Gätterli auf, Gätterli zu, …) in Richtung Les Paccots.

Und dann, wie so oft: Man glaubt, das Ziel schon vor Augen zu haben, Les Paccots bereits angeschrieben, statt der bereits herbeigesehnen Abfahrt erneut eine Steigung, um danach wunderschön, einem Höhenweg gleich, wenn auch teilweise wieder mit Schiebepassagen, geht’s endgültig in Richtung Tagesziel. Ohne vor der wiederum rasanten und normalen, da Teerstrasse, Abfahrt nach Les Paccots noch einen Halt zu machen: Einkehren in der XXX und was gibt’s: Natürlich Fondue! Sensationell. Nach anfänglicher Suche finden der versteckten Naturfreund-Hütte am Rande von Les Paccots (kurz vor Les Paccots rechts abbiegen, am besten vorher im Internet recherchieren) und Übernachtung – alleine mit dem Hüttenwart, Erholung pur.
Tag 3, 31. Juli, Les Paccots – Montreux (30 km):

Und nochmals gehts steil bergauf. Anfänglich wunderschön in einem völlig ruhigen und praktisch unverbauten Tal – die letzten 100 Höhenmeter vor der Passhöhe aber – erschwert durch die Niederschläge der vergangenen Nacht – unmöglich fahrbar. Direttissima den Hang hinauf, das Bike teilweise tragend, da es so steil, schlammig und unpassierbar ist. Dann ein letzter Höhenweg und schliesslich die – eigentlich langweilige, da sehr gut geteerte – Abfahrt in Richtung Montreux. Je näher man der Stadt kommt, desto überwältigender der Blick auf den See. Wir sind kurz nach dem Mittag am Ziel!
Fazit:

Eine unvergessliche Route, mit der beschriebenen Ausnahme am Moléson top ausgeschildert und für einigermassen fitte Radler gut machbar, aber anstrengend. Mountainbike nicht gleich Strasse, in allen Belangen. Das heisst auch: Beim Aufstieg reicht es oft nicht, einfach den Kopf runter zu machen und zu drücken wie auf der Strasse, sondern es gilt oft auch den Weg zu „lesen“, um Material und Mann zu schonen. Ebenso ist eine Abfahrt oft nicht einfach Erholung mit ein wenig bremsen, sondern erfordert fast noch mehr Konzentration als der Aufstieg, da teilweise wirklich sehr steil und stotzig – quasi wandern mit dem Velo.

Wir hatten das Glück, dass wir keine einzige Panne hatten – die Beanspruchung fürs Material ist aber schon immens. Einmal mit Rucksack und einmal mit Sattelgepäckträger, wobei das wenige Gepäck bei den teilweise sehr holprigen Abfahrten ziemlich rumpelte und auch immer wieder runterfiel – sehr gute Befestigung lohnt sich…

Wer sich all dessen bewusst ist und sich davon nicht abbringen lässt, erlebt ein wunderschönes Stück Schweiz und eine unvergessliche Reise durch das Bernbiet und Greyerzerland bis an den Genfersee. Meine Schweiz.
Wir sind und waren zwei rund 40-jährige Väter, durchschnittlich trainiert, keine Spitzensportler, aber mit einem starken Willen. Das nützt manchmal fast noch mehr als starke Beine.
Tag 1, 29. Juli, Thun – Schwarzsee (52 Kilometer):

Um 11.00 Uhr fahren wir in Thun, unserem Startpunkt, ab. Nach einer schönen Fahrt durch das Bernbiet geht es ziemlich rasch in die Gurnigel-Steigung. Erfreut, dass es tatsächlich einen Unterschied macht, ob Strassen-Tour oder Mountainbike-Tour, schlängelt sich die Strasse, meist Naturbelag, den Gurnigel hoch. Ausser ein paar Mit-Bikern niemand – kein Strassenlärm, nix. Es ist eine nahrhafte, aber trotzdem angenehme Steigung. Kurz vor der Passhöhe: Lautes Röhren der Töffs und Sonntagsausflügler, mit welchen man die letzten Meter bis zur Passhöhe teilt und sogleich froh ist, unmittelbar nach der Passhöhe wieder auf eigene Wege gehen zu können. Achtung: Im dortigen Gebiet ist es relativ trocken und heiss, Wasser Mangelware – bei jedem Brunnen auffüllen! J

Landschaftlich wunderschön geht es der Krete entlang in Richtung Schwarzsee, das bald am Horizont auftaucht. Die atemberaubende Aussicht tröstet darüber hinweg, dass nun einige Schiebepassagen folgen (weil praktisch kein befahrbarer Weg), bevor eine ebenso atemberaubende Abfahrt folgt, die teilweise schlicht nicht fahrbar ist, da praktisch kein Weg und supersteil. Kurz, aber heftig. Die letzten Kilometer im Tal hoch Richtung Schwarzsee machen wir dann sogar freiwillig auf der Strasse um weiteren – wenn auch schönen – aber doch anstrengenden Passagen dem Fluss entlang zu entkommen. Ankunft in Schwarzsee, Übernachtung in Annas BnB direkt am See, Schwumm und Nachtessen am See.
Tag 2, 30. Juli, Schwarzsee – Les Paccots (56 km):

Der Tag der Königsetappe. Frisch gestärkt (Abfahrt 9.30 Uhr) meistern wir schnell den ersten Pass – auch hier viele Stellen zu steil, um zu fahren, landschaftlich aber wunderschön. Danach folgt die einzige Abfahrt, bei der man sich – auf unserer Reise – teilweise etwas erholen kann, eine normale Strasse führt talwärts, der Moléson rückt das erste Mal unweigerlich ins Visier. So weit weg noch… es folgen weitere Abfahrtpassagen in dunklen und geheimnisvollen Wäldern, wunderschön und stets gut beschriftet. In Grueyère am Fusse des Schlosses gibt’s feine Pasta direkt gegenüber dem Gruyère-Haus und danach zum Dessert die Steigung in Richtung Moléson-sur-Gruyères.

Für einmal nur zur Hälfte im Wald und oft auf Naturbelag, dafür wieder eine atemberaubend steile Abfahrt über eine Wiese ins Dorf. Dann aber schnell wieder raus aus dem Dorf und teilweise Direttissima über Wiesen hoch an den Rande des Moléson. Dort das einzige Mal etwas unsicher bei der Beschilderung – mit einheimischer Hilfe (einfach immer hoch, hoch, hoch) den Weg aber rasch wieder gefunden und wunderschön durch Wälder und an unzähligen Kuhweiden vorbei (Gätterli auf, Gätterli zu, …) in Richtung Les Paccots.

Und dann, wie so oft: Man glaubt, das Ziel schon vor Augen zu haben, Les Paccots bereits angeschrieben, statt der bereits herbeigesehnen Abfahrt erneut eine Steigung, um danach wunderschön, einem Höhenweg gleich, wenn auch teilweise wieder mit Schiebepassagen, geht’s endgültig in Richtung Tagesziel. Ohne vor der wiederum rasanten und normalen, da Teerstrasse, Abfahrt nach Les Paccots noch einen Halt zu machen: Einkehren in der XXX und was gibt’s: Natürlich Fondue! Sensationell. Nach anfänglicher Suche finden der versteckten Naturfreund-Hütte am Rande von Les Paccots (kurz vor Les Paccots rechts abbiegen, am besten vorher im Internet recherchieren) und Übernachtung – alleine mit dem Hüttenwart, Erholung pur.
Tag 3, 31. Juli, Les Paccots – Montreux (30 km):

Und nochmals gehts steil bergauf. Anfänglich wunderschön in einem völlig ruhigen und praktisch unverbauten Tal – die letzten 100 Höhenmeter vor der Passhöhe aber – erschwert durch die Niederschläge der vergangenen Nacht – unmöglich fahrbar. Direttissima den Hang hinauf, das Bike teilweise tragend, da es so steil, schlammig und unpassierbar ist. Dann ein letzter Höhenweg und schliesslich die – eigentlich langweilige, da sehr gut geteerte – Abfahrt in Richtung Montreux. Je näher man der Stadt kommt, desto überwältigender der Blick auf den See. Wir sind kurz nach dem Mittag am Ziel!
Fazit:

Eine unvergessliche Route, mit der beschriebenen Ausnahme am Moléson top ausgeschildert und für einigermassen fitte Radler gut machbar, aber anstrengend. Mountainbike nicht gleich Strasse, in allen Belangen. Das heisst auch: Beim Aufstieg reicht es oft nicht, einfach den Kopf runter zu machen und zu drücken wie auf der Strasse, sondern es gilt oft auch den Weg zu „lesen“, um Material und Mann zu schonen. Ebenso ist eine Abfahrt oft nicht einfach Erholung mit ein wenig bremsen, sondern erfordert fast noch mehr Konzentration als der Aufstieg, da teilweise wirklich sehr steil und stotzig – quasi wandern mit dem Velo.

Wir hatten das Glück, dass wir keine einzige Panne hatten – die Beanspruchung fürs Material ist aber schon immens. Einmal mit Rucksack und einmal mit Sattelgepäckträger, wobei das wenige Gepäck bei den teilweise sehr holprigen Abfahrten ziemlich rumpelte und auch immer wieder runterfiel – sehr gute Befestigung lohnt sich…

Wer sich all dessen bewusst ist und sich davon nicht abbringen lässt, erlebt ein wunderschönes Stück Schweiz und eine unvergessliche Reise durch das Bernbiet und Greyerzerland bis an den Genfersee. Meine Schweiz.

The travel report lies on:

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Panorama Bike
Rorschach–Montreux
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