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20 Km Singletrail auf 2000 Meter über Meer?

20 Km Singletrail auf 2000 Meter über Meer?

Schweizmobil umschreibt eine Strecke im Prättigau mit «Panorama Ride Nr.330», dabei ein Bild mit perfektem Singletrail und der Drusenfluh im Hintergrund. Die Schilderung der Berge, ein Singletrail auf über 2000m Höhe, eindrücklich sei es, ich bin neugierig, das elektrisiert mich …
Schweizmobil umschreibt eine Strecke im Prättigau mit «Panorama Ride Nr.330», dabei ein Bild mit perfektem Singletrail und der Drusenfluh im Hintergrund. Die Schilderung der Berge, ein Singletrail auf über 2000m Höhe, eindrücklich sei es, ich bin neugierig, das elektrisiert mich. Auch andere Anbieter reden von 20Km Singletrail. Die Teil-Strecke von der Carschinahütte SAC zur Schesaplanahütte SAC will ich unbedingt fahren, und zwar in dieser Richtung, weil mehr Gefälle besteht und damit fahrbarer ist, vermute ich. An einen Tagesausflug ist nicht zu denken. Ich plane mit dem „Schweizmobil-Tool“ 2 Etappen, von Küblis bis zur Garschinahütte, am 2.Tag zur Schesaplanahütte und wieder ins Tal.
Erste Etappe.
Von Küblis zur Garschinahütt

Richard kommt am 7.August 2012 von Zürich, ich vom Rheintal, wir begrüssen uns schon im Bahnhof Sargans. Mit der RHB treffen wir um ca.9 Uhr in Küblis ein. Wir sind pensioniert und haben viel Zeit. Gemütlich und bequem fahren wir über die Asphaltstrasse durch Luzein und Pany. Mit Blumen geschmückte Häuser und Dorfbrunnen lassen uns den geringen Verkehr vergessen. Ich habe die Strecke auf der Schweizmobil-Karte gezeichnet und auf mein GPS geladen. Also fahren wir konsequent der geplanten Strecke nach, auch über schmale Wege, nicht immer auf der Asphaltstrasse. Schon treffen wir auf eine Hinweistafel „wegen Erdrutsch gesperrt“. Ein paar hundert Meter zurück, kriechen wir, zwei alte Knaben, unter einem zwickenden Zaun hindurch und fahren quer über eine steile, gemähte Wiese zur Strasse hinunter. Richard‘s Hosen sind schon mit Erd- und Grasspuren verziert. In St. Antönien finden wir bald eine Gartenwirtschaft und geniessen Kaffee mit Kuchen.

Der steile Aufstieg bis zur Alp Bärgli auf 2137 m.ü.M ist anstrengend. Günstig sind der Asphalt, die kühle Luft und das prächtige Wetter. Wir fahren mit etwas Abstand. Plötzlich ein Pfiff, Richard fällt fast vom Bike. Hart am Weg steht aufrecht ein kleines, wirklich noch kleines Murmeltier und übt die Warnung. „Dieser kleine Knirps hat mich so erschreckt“, ruft Richard vorwurfsvoll. Nach der Alp Bärgli fahren und schieben wir über einen herrlichen Singletrail auf grünen Alpweiden, so wie ich ihn liebe. Bis zur Carschinahütte sind es noch 3.3 Km und 160m Aufstieg, ideal! Vor uns taucht der Carschinasee auf. Darin spiegeln sich die grüne Alpweide, die graue Sulzfluh, die weissen Wolken und der tief blaue Himmel. Ein Platz zum Verweilen. Weiter geht es auf diesem grossartigen Wander- und Bikeweg. Schon ist die Carschinahütte in Sicht. Wir halten immer wieder an und geniessen die Aussicht, nicht nur zum gelegentlichen Schieben, sondern die mächtige Bergwelt beeindruckt uns.

Etwa um 17 Uhr bei der Hütte angekommen checken wir ein und beziehen den Schlafraum. Mit uns ist er voll besetzt und etwas eng. Das Dreigangmenü schmeckt uns. Nach interessanten Gesprächen am Tisch mit sechs Personen greifen wir nach den Taschenlampen, und suchen den Schlafplatz. Es ist schon spät. So schnell schlafe ich nicht ein, denn wir sind die einzigen, die den geplanten Rätikon-Singletrail fahren wollen. Am Tisch wurden wir ungläubig angeschaut. Die jungen Biker sind wieder ins Tal gefahren, der Rest sind Wanderer. Mir kommen Zweifel, denn wir sind mit Abstand die Ältesten und gehen dieses Risiko ein. Richard ist zwar hart im Nehmen, er ist aber ein Rennvelofahrer und nur nebenbei ein Mountainbiker. Ich schlafe kurz und schlecht.
Zweite Etappe:
Garschinahütte–Schesaplanahütte–Landquart

Am Morgen stehe ich als Erster in diesem Zimmer auf, begebe mich ins Freie. Die Hütte liegt im Nebel, auch das noch. Zum Glück ist es frisch, ja sogar kalt. Ich mag die Kälte am Morgen, das stellt mich auf. Der Nebel lichtet sich, die Sonne färbt rot schimmernd den Nebel um die mächtigen Berge hinter uns. Eine rötliche Wolke schmiegt sich um die Drusenfluh. Immer mehr Gäste trauen sich ins Freie, auch Richard taucht auf. Nach einem Schwatz begeben wir uns zum Frühstück und anschliessend starten wir kurz vor 9 Uhr hoffnungsvoll zum ersehnten, viele Kilometer langen Singletrail auf über 2000m.ü.M.

Er scheint fahrbar. Mit kurzen Schiebepassagen unterbrochen geht es ganz zügig weiter. Ein Rind steht im Weg, ich halte an, es ist technisch interessiert und beschnuppert mein Bike. Seit meiner Kindheit habe ich Kontakt mit Kühen und freue mich immer wenn sie zu mir kommen. Eine wilde Gegend. Die Wand der Drusenfluh ragt rechts neben uns hoch in den Himmel. Ihr Felssturzhang erlaubt nur unwegsame Wanderwege rund um grosse Steine und Felsen. Ich schiebe. Die Wege auf Geröllhalden fahre ich bis die immer grösser werdenden Steine mich so hin und her schlagen, dass ich absteigen muss. Kurze Abschnitte auf Alpweiden sind wieder fahrbar. Die Felssturzhänge und Geröllhalden häufen sich. Richard sehe ich weit hinten. Er schiebt sein Hardtail häufig. Trotzdem, der Weg in diesen bizarren Zinnen, die bis zu unserem Bikeweg reichen, ist fantastisch aber eher zum Wandern. Vielleicht wird es noch besser. Leuchtende, rote Alpenrosen mit bewimperten, nicht rostigen Blattunterseiten, zeigen Kalk an. Die gut zu erkennenden Schrattenfelsen haben einen sehr hohen Kalkgehalt. Der Weg auf einer steilen Felsplatte verlangt ein Stück Tragen. Wieder eine kurze Strecke fahrbar. Mein Fully schluckt viele Buckel und Treppen. Wir überholen Wanderer, die uns bald wieder einholen.

Schon etwas frustriert erreichen wir das Schweizertor, eine Mulde, die den Durchgang ins Vorarlberg erlaubt. An der ergiebigen Quelle kühle ich mich ab. Jetzt geht es bergauf. Ich trage mein Mountainbike im Zickzack den Hang hinauf. Beim Wegweiser verpflegen wir uns. Richard ist etwas bedrückt. Die Pedale haben ihn beim Schieben an den Waden mehrmals verletzt. Gestärkt schultere ich mein Mountainbike um den Hang weiter hochzusteigen. Richard weist die andere Richtung. Er hat recht, auch mein GPS reklamiert. Umso besser, der Bikeweg trennt sich hier vom Wanderweg, er führt weiter unten durch. Wir freuen uns auf den sichtbar gering ansteigenden Wanderweg am Hang. Jetzt wird es besser, bemerke ich. Aber so was, der Pfad ist voll von Dreck, Wasser und Kuhfladen sind gut gemischt durch die stampfenden Kühe zu einem unfahrbaren Mus. An Fahren ist nicht zu denken. Wir schieben. Wenn einmal fünfzig Meter fahrbar sind stosse ich schon einen Jauchzer aus. Der Weg wird steiler, wir schieben und nähern uns Golrosa, einem Sattel mit einer Hirtenhütte. An der Wand lehnt ein Motorrad. Also kann man von der Hütte auf der anderen Seite runterfahren. Ich bin optimistisch und probiere auch Richard von unserem Glück zu überzeugen. Er reagiert skeptisch.

Nach einer Verpflegung und ein paar Worten mit dem Hirt schwingen wir uns auf’s Bike. Ruppig und dreckig ist der Weg oder bessergesagt die knapp zu erkennende Fahrspur. Fürchterlich, ich fahre oft hinter dem Sattel sitzend über Erdhaufen, Kiesrinnen und hohe Grasböschen. Dreck ist nur der Vorname. Mein Fully macht meine wilde Fahrweise mit. Ich halte an und sehe Richard sein Bike durch den Dreck ziehen. Seine Schuhe haben vorher in den Felsen schon ein Stück Sohle verloren. Ein so schlechtes Gewissen, glaube ich, habe ich noch selten gehabt. Wir schiessen Fotos von unseren beiden Dreckkarren. Nun können wir auf einer Alpstrasse weiter fahren, das tut wohl. Wir nehmen wieder das sonnige Wetter und die trutzige Schesaplanna vor uns war. Nach dem reichlich mit Kuhkot verschmierten Vordersäss müssen wir noch über 200 Höhenmeter zur Schesaplanahütte hinauf trampeln. Kurz nach 15 Uhr, am Gasthaustisch sitzend, sind wir mit uns zufrieden, wir haben es nach mehr als 6 Stunden geschafft. Wir sind überzeugt mindestens zwei Drittel der Strecke geschoben und getragen zu haben. Für mich ist Schieben und Tragen selbstverständlich, das was aber doch etwas viel. Die lange, abwechslungsreiche Abfahrt durch das wilde Tobel bis Seewis entschädigt uns ein wenig. Richard hat mir schon verziehen, er kommt bei der nächsten Tour wieder mit.

Der Rätikon, also die Strecke von der Garschina zur Schesaplanahütte würde ich das nächste Mal wandern nicht biken. Zu Kindern sagt man: „Jetz häsch für dä Gwunder“.
Schweizmobil umschreibt eine Strecke im Prättigau mit «Panorama Ride Nr.330», dabei ein Bild mit perfektem Singletrail und der Drusenfluh im Hintergrund. Die Schilderung der Berge, ein Singletrail auf über 2000m Höhe, eindrücklich sei es, ich bin neugierig, das elektrisiert mich …
Schweizmobil umschreibt eine Strecke im Prättigau mit «Panorama Ride Nr.330», dabei ein Bild mit perfektem Singletrail und der Drusenfluh im Hintergrund. Die Schilderung der Berge, ein Singletrail auf über 2000m Höhe, eindrücklich sei es, ich bin neugierig, das elektrisiert mich. Auch andere Anbieter reden von 20Km Singletrail. Die Teil-Strecke von der Carschinahütte SAC zur Schesaplanahütte SAC will ich unbedingt fahren, und zwar in dieser Richtung, weil mehr Gefälle besteht und damit fahrbarer ist, vermute ich. An einen Tagesausflug ist nicht zu denken. Ich plane mit dem „Schweizmobil-Tool“ 2 Etappen, von Küblis bis zur Garschinahütte, am 2.Tag zur Schesaplanahütte und wieder ins Tal.
Erste Etappe.
Von Küblis zur Garschinahütt

Richard kommt am 7.August 2012 von Zürich, ich vom Rheintal, wir begrüssen uns schon im Bahnhof Sargans. Mit der RHB treffen wir um ca.9 Uhr in Küblis ein. Wir sind pensioniert und haben viel Zeit. Gemütlich und bequem fahren wir über die Asphaltstrasse durch Luzein und Pany. Mit Blumen geschmückte Häuser und Dorfbrunnen lassen uns den geringen Verkehr vergessen. Ich habe die Strecke auf der Schweizmobil-Karte gezeichnet und auf mein GPS geladen. Also fahren wir konsequent der geplanten Strecke nach, auch über schmale Wege, nicht immer auf der Asphaltstrasse. Schon treffen wir auf eine Hinweistafel „wegen Erdrutsch gesperrt“. Ein paar hundert Meter zurück, kriechen wir, zwei alte Knaben, unter einem zwickenden Zaun hindurch und fahren quer über eine steile, gemähte Wiese zur Strasse hinunter. Richard‘s Hosen sind schon mit Erd- und Grasspuren verziert. In St. Antönien finden wir bald eine Gartenwirtschaft und geniessen Kaffee mit Kuchen.

Der steile Aufstieg bis zur Alp Bärgli auf 2137 m.ü.M ist anstrengend. Günstig sind der Asphalt, die kühle Luft und das prächtige Wetter. Wir fahren mit etwas Abstand. Plötzlich ein Pfiff, Richard fällt fast vom Bike. Hart am Weg steht aufrecht ein kleines, wirklich noch kleines Murmeltier und übt die Warnung. „Dieser kleine Knirps hat mich so erschreckt“, ruft Richard vorwurfsvoll. Nach der Alp Bärgli fahren und schieben wir über einen herrlichen Singletrail auf grünen Alpweiden, so wie ich ihn liebe. Bis zur Carschinahütte sind es noch 3.3 Km und 160m Aufstieg, ideal! Vor uns taucht der Carschinasee auf. Darin spiegeln sich die grüne Alpweide, die graue Sulzfluh, die weissen Wolken und der tief blaue Himmel. Ein Platz zum Verweilen. Weiter geht es auf diesem grossartigen Wander- und Bikeweg. Schon ist die Carschinahütte in Sicht. Wir halten immer wieder an und geniessen die Aussicht, nicht nur zum gelegentlichen Schieben, sondern die mächtige Bergwelt beeindruckt uns.

Etwa um 17 Uhr bei der Hütte angekommen checken wir ein und beziehen den Schlafraum. Mit uns ist er voll besetzt und etwas eng. Das Dreigangmenü schmeckt uns. Nach interessanten Gesprächen am Tisch mit sechs Personen greifen wir nach den Taschenlampen, und suchen den Schlafplatz. Es ist schon spät. So schnell schlafe ich nicht ein, denn wir sind die einzigen, die den geplanten Rätikon-Singletrail fahren wollen. Am Tisch wurden wir ungläubig angeschaut. Die jungen Biker sind wieder ins Tal gefahren, der Rest sind Wanderer. Mir kommen Zweifel, denn wir sind mit Abstand die Ältesten und gehen dieses Risiko ein. Richard ist zwar hart im Nehmen, er ist aber ein Rennvelofahrer und nur nebenbei ein Mountainbiker. Ich schlafe kurz und schlecht.
Zweite Etappe:
Garschinahütte–Schesaplanahütte–Landquart

Am Morgen stehe ich als Erster in diesem Zimmer auf, begebe mich ins Freie. Die Hütte liegt im Nebel, auch das noch. Zum Glück ist es frisch, ja sogar kalt. Ich mag die Kälte am Morgen, das stellt mich auf. Der Nebel lichtet sich, die Sonne färbt rot schimmernd den Nebel um die mächtigen Berge hinter uns. Eine rötliche Wolke schmiegt sich um die Drusenfluh. Immer mehr Gäste trauen sich ins Freie, auch Richard taucht auf. Nach einem Schwatz begeben wir uns zum Frühstück und anschliessend starten wir kurz vor 9 Uhr hoffnungsvoll zum ersehnten, viele Kilometer langen Singletrail auf über 2000m.ü.M.

Er scheint fahrbar. Mit kurzen Schiebepassagen unterbrochen geht es ganz zügig weiter. Ein Rind steht im Weg, ich halte an, es ist technisch interessiert und beschnuppert mein Bike. Seit meiner Kindheit habe ich Kontakt mit Kühen und freue mich immer wenn sie zu mir kommen. Eine wilde Gegend. Die Wand der Drusenfluh ragt rechts neben uns hoch in den Himmel. Ihr Felssturzhang erlaubt nur unwegsame Wanderwege rund um grosse Steine und Felsen. Ich schiebe. Die Wege auf Geröllhalden fahre ich bis die immer grösser werdenden Steine mich so hin und her schlagen, dass ich absteigen muss. Kurze Abschnitte auf Alpweiden sind wieder fahrbar. Die Felssturzhänge und Geröllhalden häufen sich. Richard sehe ich weit hinten. Er schiebt sein Hardtail häufig. Trotzdem, der Weg in diesen bizarren Zinnen, die bis zu unserem Bikeweg reichen, ist fantastisch aber eher zum Wandern. Vielleicht wird es noch besser. Leuchtende, rote Alpenrosen mit bewimperten, nicht rostigen Blattunterseiten, zeigen Kalk an. Die gut zu erkennenden Schrattenfelsen haben einen sehr hohen Kalkgehalt. Der Weg auf einer steilen Felsplatte verlangt ein Stück Tragen. Wieder eine kurze Strecke fahrbar. Mein Fully schluckt viele Buckel und Treppen. Wir überholen Wanderer, die uns bald wieder einholen.

Schon etwas frustriert erreichen wir das Schweizertor, eine Mulde, die den Durchgang ins Vorarlberg erlaubt. An der ergiebigen Quelle kühle ich mich ab. Jetzt geht es bergauf. Ich trage mein Mountainbike im Zickzack den Hang hinauf. Beim Wegweiser verpflegen wir uns. Richard ist etwas bedrückt. Die Pedale haben ihn beim Schieben an den Waden mehrmals verletzt. Gestärkt schultere ich mein Mountainbike um den Hang weiter hochzusteigen. Richard weist die andere Richtung. Er hat recht, auch mein GPS reklamiert. Umso besser, der Bikeweg trennt sich hier vom Wanderweg, er führt weiter unten durch. Wir freuen uns auf den sichtbar gering ansteigenden Wanderweg am Hang. Jetzt wird es besser, bemerke ich. Aber so was, der Pfad ist voll von Dreck, Wasser und Kuhfladen sind gut gemischt durch die stampfenden Kühe zu einem unfahrbaren Mus. An Fahren ist nicht zu denken. Wir schieben. Wenn einmal fünfzig Meter fahrbar sind stosse ich schon einen Jauchzer aus. Der Weg wird steiler, wir schieben und nähern uns Golrosa, einem Sattel mit einer Hirtenhütte. An der Wand lehnt ein Motorrad. Also kann man von der Hütte auf der anderen Seite runterfahren. Ich bin optimistisch und probiere auch Richard von unserem Glück zu überzeugen. Er reagiert skeptisch.

Nach einer Verpflegung und ein paar Worten mit dem Hirt schwingen wir uns auf’s Bike. Ruppig und dreckig ist der Weg oder bessergesagt die knapp zu erkennende Fahrspur. Fürchterlich, ich fahre oft hinter dem Sattel sitzend über Erdhaufen, Kiesrinnen und hohe Grasböschen. Dreck ist nur der Vorname. Mein Fully macht meine wilde Fahrweise mit. Ich halte an und sehe Richard sein Bike durch den Dreck ziehen. Seine Schuhe haben vorher in den Felsen schon ein Stück Sohle verloren. Ein so schlechtes Gewissen, glaube ich, habe ich noch selten gehabt. Wir schiessen Fotos von unseren beiden Dreckkarren. Nun können wir auf einer Alpstrasse weiter fahren, das tut wohl. Wir nehmen wieder das sonnige Wetter und die trutzige Schesaplanna vor uns war. Nach dem reichlich mit Kuhkot verschmierten Vordersäss müssen wir noch über 200 Höhenmeter zur Schesaplanahütte hinauf trampeln. Kurz nach 15 Uhr, am Gasthaustisch sitzend, sind wir mit uns zufrieden, wir haben es nach mehr als 6 Stunden geschafft. Wir sind überzeugt mindestens zwei Drittel der Strecke geschoben und getragen zu haben. Für mich ist Schieben und Tragen selbstverständlich, das was aber doch etwas viel. Die lange, abwechslungsreiche Abfahrt durch das wilde Tobel bis Seewis entschädigt uns ein wenig. Richard hat mir schon verziehen, er kommt bei der nächsten Tour wieder mit.

Der Rätikon, also die Strecke von der Garschina zur Schesaplanahütte würde ich das nächste Mal wandern nicht biken. Zu Kindern sagt man: „Jetz häsch für dä Gwunder“.

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