Cycling in Switzerland

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1) Ein Rucksack voll mit dem, was man braucht für 3 Tage Abenteuer.
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2) Unsere Fixies am warten, in Liestal vor dem Velogeschäft, bis die Fahrt weiter geht.
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3) Der erste Hügel ( Saalhöhe, AG) ist geschafft. Energietanken und dann fängt der Spass des Runterfahres an.
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4) Unser Biwakplatz in Altdorf neben dem Tellpark.
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5) Geschafft, mit einem Gang haben wir den Gotthard bezwungen.
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6) Auch Runterfahren kann anstrengend sein, Trinkpause über Airolo.
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7) Mit den Füssen im Rahmen geht es bergab nach Bellinzona.
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8) Drei Tage Anstrengung, Spass und Abenteuer enden in Chiasso.
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9) Einmal durch die Schweiz aber FIX!

The travel report lies on:

North-South Route route-03
North-South Route
Basel–Chiasso
To route
Einmal durch die Schweiz! – aber FIX!

Einmal durch die Schweiz! – aber FIX!

Diese Idee hatte ich schon ein Weilchen im Hinterkopf, als ich mit dem schreiben meiner Maturaarbeit begonnen habe. Die Herausforderung mit einem Fixie, einem Fahrrad mit nur einem Gang und einem Starrlauf, die Schweiz zu durchqueren hat mich seit dem Kauf des Fixies gekitzelt und nun ist es so weit.
Morgen geht’s los! Sonntagabend, alles gepackt und das Fahrrad steht schon in den Startlöchern. Laut Wetterbericht soll das Wetter für die nächsten Tage auch gut sein, zum Glück nicht so heiss wie in den letzten Tagen. Sie melden 23Grad und Sonne. Morgen früh um 7:00 werde ich meinen Freund Moritz treffen, der Treffpunkt ist 7:00 beim Joggeli,(Basel).

1) Gepäck für die Fixietour.
Montag 27.07.15

Wir starten rechtzeitig (top motiviert halt) und fahren los. Wir hatten beschlossen mehrheitlich der Route 3 von Veloland Schweiz zu folgen. Ziel des Tages ist Altdorf (UR).

2) Fixies bei Celovelo in Liestal.

10:30
Nach dem einem Vorgeschmack an Steigung die uns am Gotthard erwarten wird, sind wir auf der Saalhöhe angekommen. Beide sind wir komplett durchgeschwitzt nach diesem anstrengenden Aufstieg. Auf dieser Strecke habe wir uns für die Hauptstrasse entschieden und nicht für den Veloweg, da es einfacher und angenehmer ist mit dem Fixie in Bezug auf die regelmässigere Steigung.

3) Moritz bei einer Pause auf der Saalhöhe.

Von der Saalhöhe führt eine kurvige Strasse runter nach Aarau, was sehr viel Spass macht mit dem Fixie. Beide haben wir die Füsse aus den Schlaufen genommen und die Füsse in den Rahmen gestellt, damit man nicht immer treten muss.

12:00
Mittagessen in einer Garten/ Parkanlage am Rande von Aarau. Zum Essen gibt es Brot, Wurst und Käse.
Durch hügelige Landschaft geht es durch Notwil am Sempachersee vorbei, Richtung Luzern.

16:15
Kommen in Luzern an. Seit einem guten Stück vor Luzern können wir einfach fahren lassen und die Landschaft geniessen. Ich, und auch Moritz, spüre mein Hinterteil. Es schmerzt vom langen Fahren aber ich merke auch, dass meine Beine etwas müde sind. Wir fahren an den See und kühlen unsere Füsse im See. Nach einer kurzen Pause kaufen wir uns beide Fahrradhosen mit Hinterteilpolster damit wir ohne Schmerzen die Weiterfahrt unters Hinter nehmen können.
Nach einer Pizza zum Abendessen machen wir uns auf den Weg nach Hergiswil und dann weiter nach Beckenried. Diese Strecke ist sehr schön am See gelegen, sie ist weder anspruchsvoll noch besonders anstrengend. In Beckenried nehmen wir das Schiff bis nach Flühlen. Von dort aus fahren wir weiter bis nach Altdorf, wo wir unser Nachtlager neben dem Tellpark aufschlagen.

Auf dem Schiff von Beckenried nach Flühlen (Gedanken):

Es war eine sehr anstrengender Tag gewesen. Aber trotzdem sind wir beide noch motiviert. Auf dem Schiff hatte es Steckdosen, somit haben wir unsere Musikboxen sofort aufgeladen. Mit Musik zu fahren ist angenehm, da man sich in die Musik flüchten kann und sich so keine Gedanken über das Fahren macht und die Musik einen Rhythmus vorgibt in den man dann versinkt.

Highlights des Tages: Passstrasse von Saalhöhe runter, letztes Stück vor Luzern hatte es Rückenwind und man konnte die Füsse hochlagern und die Fahrt geniessen.
Die Fahr wäre mit normalem Fahrrad wesentlich einfacher, da man beim Fixie immer tritt und ziehen muss, hätte sehr wahrscheinlich auch nicht so feste Hinterteilschmerzen.
Dienstag 28.07.15

08:30
Guten Morgen Welt. Wir gehen in den Tellpark und essen Frühstück und trinken Kaffee. Auf der Toilette füllen wir beide unsere Trinkflaschen/-säcke noch auf.

4) Biwakplatz neben dem Tellpark in Altdorf.

09:20
Es geht los, Gotthard wir kommen.
Von Altdorf aus geht es zuerst relativ flach ins Tal hinein. Bis nach Amsteg ist die Steigung bescheiden, danach fängt sie erst an.

11:40
Ankunft in Göschenen.

12:15
Zug nach Andermatt, da die Strecke Göschenen–Adermatt für Fahrradfahrer gesperrt ist. Ist das Glück oder verpassen wir somit eine spannende Strecke? Anstrengend wäre sie jedenfalls gewesen.

13:30: Nach einem Mittagessen in Andermatt, fahren wir los auf den Gotthard. Bis nach Hospental ist die Steigung nicht allzu extrem, das heisst aber nicht weniger anstrengend. Nach Hospental fängt die Kurvenstrasse und somit die Steigung an. Nach rund 30 Minuten haben sich meine Oberschenkel das erste Mal bei mir gemeldet und waren am schlapp machen, aber man darf nicht aufhören zu treten, ansonsten bleibt man stehen. Das letzte Stück ist das härteste, es hat nicht eine enorme Steigung, aber sie ist genau so, dass ich immer voll in die Pedale drücken musste. Gegen Ende ist die Fahrt nur noch Willenssache, denn die Beine brennen, die Hände tun weh, die Sonne ist immer präsent und voll am Scheinen, aber man will es nur noch schaffen und hinter sich bringen. Man muss sich selber sehr stark motivieren und sich auch ein Stück weit zwingen, nicht aufzugeben. Der innere Schweinehund lässt grüssen!

15:30
Geschafft, wir haben den Gotthard mit dem Fixie bezwungen. Zum Glück hatten wir etwas Rückenwind. Von Andermatt aus haben wir ca. 3 Stunden gebraucht.

5) Auf dem Gotthard Pass.

Beim Aufstieg sind wir an mehreren Personen vorbeigefahren und haben sie überholt, dabei haben sie ganz schön geschaut. Bei einer kurzen Rast ist ein andrer Fahrradfahrer zu uns gekommen und hat uns für völlig verrückt erklärt.
Trotz dem guten und überwältigenden Gefühl, oben angekommen zu sein, ging es nach einer kurzen Pause weiter.

16:15
Alles was wir hinauf gefahren sind, dürfen wir wieder runter fahren. Wir haben uns für die Autostrasse und nicht für die Tremola entschieden. Mit dem Kopfsteinpflaster wollten wir es nicht aufnehmen.
Die Abfahrt ist pures Adrenalin. Man wird richtig schnell. Nach einiger Zeit spürt man aber jede kleine Erschütterung in den Handgelenken. Wieder hatten wir zur Abfahrt die Füsse am Rahmen, gebremst wurde, so selten wie möglich, mit den Bremsen.
Kurz vor Airolo hat Moritz einen platten Schlauch. Zum Glück hatten wir alles nötige dabei! Nach einem fixen Wechsel kann es weitergehen.

6) Die Aussicht wenn man auf der Tessiner Seite runterfährt.

Auf der Hauptstrasse immer weiter das Tessin runter, da es immer noch eine leichte Neigung hat, müssen wir fast gar nicht treten.

7) Wenn es runter geht kann man die Füsse in den Rahmen stellen und fahren lassen. Nach Bellinzona auf der Via Cantonale.

19:30
Haben einen Platz für unseren Biwak gefunden, zwischen Autobahn und Zugstecke. Direkt neben dem Ticino. Sehr idyllisch. Wir beide sind total alle.
Das Biascatal ist zu dieser Jahreszeit sehr grün. Auch die Temperaturen sind sehr warm.
Mittwoch 29.07.15

08:00
Unser Tag beginnt. Die Vögel zwitschern und die Sonne scheint, im Tal ist es noch kühl, da die Sonne noch nicht hoch genug steht.

Nach dem Zusammenpacken können wir uns auf den Weg machen. Die Fahrt geht los, auf der Via Cantonale, in Richtung Biasca. Es geht immer noch hinab bis Biasca, von dort an müssen wir wieder in die Pedale treten.
Zwischenhalt in Bellinzona. In einem netten Kaffee geniessen wir die Sonne und trinken einen Cappuccino. Der Tag hat gut begonnen, um diese Zeit ist es schon recht heiss und uns beiden tut der Arsch noch weh.
Nach der Frühstückpause geht es weiter in Richtung Chiasso. Wir folgen der Hauptstrasse.

13:20
Mittagspause in Ponte Bresca..
Als wir zurück kommen vom Einkaufen, hat es gerade angefangen zu regnen. Durch den Regen sind die Temperaturen etwas gesunken, dies ist sehr angenehm.
Weiter der Via Cantonale entlang kommt uns Lugano immer näher. Auf dem Weg durch Lugano beginnt es wieder stark zu regnen, wir halten nicht an und fahren weiter.
In Lugano macht mein Hinterrad schlapp. Flickaktion auf der Brücke in strömendem Regen.
Nach dem ungewollten Stopp geht es weiter das Tessin hinunter. Die letzte Stunde ist sehr hart, da alle Gelenke müde sind und man drei Tage auf einem Sattel nicht vernachlässigen kann.

8 und 9) Nach drei Tagen Gestrampel haben wir es bis Chiasso geschafft. Ortsschild von Chiasso.

16:10
Juhhhhuuuuu! Wir haben es geschafft. Wir sind in Chiasso angekommen. Einmal durch die Schweiz – aber Fix! Auf dem WC des Bahnhof ziehen wir uns um und gehen ein Bier trinken.

Am Abend sitzen wir in Zug zurück nach Basel. Alles was wir in drei Tagen gefahren sind geht es jetzt in vier Stunden zurück.
Wir gingen mit wenig Erwartungen an die ganze Sache ran, wir wussten, dass es sehr anstrengend werden würde und wir wirklich kämpfen müssen, bis wir es geschafft haben. Diese Erwartung hat sich auch bewahrheitet, nur das es noch viel anstrengender war, als erwartet. Mit dem Finden von Biwakplätzen hatten wir keine grossen Probleme, da wir uns im Voraus nicht überlegt haben wo wir schlafen, konnten wir relativ spontan und unabhängig unsere Schlafstellen suchen.
Ich empfehle dieses Abenteuer jedem der ein Fixie besitzt. Man lernt das Fahrrad ganz von einer anderen Seite kennen, wenn man so viel Zeit auf und mit ihm verbringt. Es ist sehr anstrengend und fordernd, aber man spürt, was man geleistet hat und es ist etwas Aussergewöhnliches.
Diese Idee hatte ich schon ein Weilchen im Hinterkopf, als ich mit dem schreiben meiner Maturaarbeit begonnen habe. Die Herausforderung mit einem Fixie, einem Fahrrad mit nur einem Gang und einem Starrlauf, die Schweiz zu durchqueren hat mich seit dem Kauf des Fixies gekitzelt und nun ist es so weit.
Morgen geht’s los! Sonntagabend, alles gepackt und das Fahrrad steht schon in den Startlöchern. Laut Wetterbericht soll das Wetter für die nächsten Tage auch gut sein, zum Glück nicht so heiss wie in den letzten Tagen. Sie melden 23Grad und Sonne. Morgen früh um 7:00 werde ich meinen Freund Moritz treffen, der Treffpunkt ist 7:00 beim Joggeli,(Basel).

1) Gepäck für die Fixietour.
Montag 27.07.15

Wir starten rechtzeitig (top motiviert halt) und fahren los. Wir hatten beschlossen mehrheitlich der Route 3 von Veloland Schweiz zu folgen. Ziel des Tages ist Altdorf (UR).

2) Fixies bei Celovelo in Liestal.

10:30
Nach dem einem Vorgeschmack an Steigung die uns am Gotthard erwarten wird, sind wir auf der Saalhöhe angekommen. Beide sind wir komplett durchgeschwitzt nach diesem anstrengenden Aufstieg. Auf dieser Strecke habe wir uns für die Hauptstrasse entschieden und nicht für den Veloweg, da es einfacher und angenehmer ist mit dem Fixie in Bezug auf die regelmässigere Steigung.

3) Moritz bei einer Pause auf der Saalhöhe.

Von der Saalhöhe führt eine kurvige Strasse runter nach Aarau, was sehr viel Spass macht mit dem Fixie. Beide haben wir die Füsse aus den Schlaufen genommen und die Füsse in den Rahmen gestellt, damit man nicht immer treten muss.

12:00
Mittagessen in einer Garten/ Parkanlage am Rande von Aarau. Zum Essen gibt es Brot, Wurst und Käse.
Durch hügelige Landschaft geht es durch Notwil am Sempachersee vorbei, Richtung Luzern.

16:15
Kommen in Luzern an. Seit einem guten Stück vor Luzern können wir einfach fahren lassen und die Landschaft geniessen. Ich, und auch Moritz, spüre mein Hinterteil. Es schmerzt vom langen Fahren aber ich merke auch, dass meine Beine etwas müde sind. Wir fahren an den See und kühlen unsere Füsse im See. Nach einer kurzen Pause kaufen wir uns beide Fahrradhosen mit Hinterteilpolster damit wir ohne Schmerzen die Weiterfahrt unters Hinter nehmen können.
Nach einer Pizza zum Abendessen machen wir uns auf den Weg nach Hergiswil und dann weiter nach Beckenried. Diese Strecke ist sehr schön am See gelegen, sie ist weder anspruchsvoll noch besonders anstrengend. In Beckenried nehmen wir das Schiff bis nach Flühlen. Von dort aus fahren wir weiter bis nach Altdorf, wo wir unser Nachtlager neben dem Tellpark aufschlagen.

Auf dem Schiff von Beckenried nach Flühlen (Gedanken):

Es war eine sehr anstrengender Tag gewesen. Aber trotzdem sind wir beide noch motiviert. Auf dem Schiff hatte es Steckdosen, somit haben wir unsere Musikboxen sofort aufgeladen. Mit Musik zu fahren ist angenehm, da man sich in die Musik flüchten kann und sich so keine Gedanken über das Fahren macht und die Musik einen Rhythmus vorgibt in den man dann versinkt.

Highlights des Tages: Passstrasse von Saalhöhe runter, letztes Stück vor Luzern hatte es Rückenwind und man konnte die Füsse hochlagern und die Fahrt geniessen.
Die Fahr wäre mit normalem Fahrrad wesentlich einfacher, da man beim Fixie immer tritt und ziehen muss, hätte sehr wahrscheinlich auch nicht so feste Hinterteilschmerzen.
Dienstag 28.07.15

08:30
Guten Morgen Welt. Wir gehen in den Tellpark und essen Frühstück und trinken Kaffee. Auf der Toilette füllen wir beide unsere Trinkflaschen/-säcke noch auf.

4) Biwakplatz neben dem Tellpark in Altdorf.

09:20
Es geht los, Gotthard wir kommen.
Von Altdorf aus geht es zuerst relativ flach ins Tal hinein. Bis nach Amsteg ist die Steigung bescheiden, danach fängt sie erst an.

11:40
Ankunft in Göschenen.

12:15
Zug nach Andermatt, da die Strecke Göschenen–Adermatt für Fahrradfahrer gesperrt ist. Ist das Glück oder verpassen wir somit eine spannende Strecke? Anstrengend wäre sie jedenfalls gewesen.

13:30: Nach einem Mittagessen in Andermatt, fahren wir los auf den Gotthard. Bis nach Hospental ist die Steigung nicht allzu extrem, das heisst aber nicht weniger anstrengend. Nach Hospental fängt die Kurvenstrasse und somit die Steigung an. Nach rund 30 Minuten haben sich meine Oberschenkel das erste Mal bei mir gemeldet und waren am schlapp machen, aber man darf nicht aufhören zu treten, ansonsten bleibt man stehen. Das letzte Stück ist das härteste, es hat nicht eine enorme Steigung, aber sie ist genau so, dass ich immer voll in die Pedale drücken musste. Gegen Ende ist die Fahrt nur noch Willenssache, denn die Beine brennen, die Hände tun weh, die Sonne ist immer präsent und voll am Scheinen, aber man will es nur noch schaffen und hinter sich bringen. Man muss sich selber sehr stark motivieren und sich auch ein Stück weit zwingen, nicht aufzugeben. Der innere Schweinehund lässt grüssen!

15:30
Geschafft, wir haben den Gotthard mit dem Fixie bezwungen. Zum Glück hatten wir etwas Rückenwind. Von Andermatt aus haben wir ca. 3 Stunden gebraucht.

5) Auf dem Gotthard Pass.

Beim Aufstieg sind wir an mehreren Personen vorbeigefahren und haben sie überholt, dabei haben sie ganz schön geschaut. Bei einer kurzen Rast ist ein andrer Fahrradfahrer zu uns gekommen und hat uns für völlig verrückt erklärt.
Trotz dem guten und überwältigenden Gefühl, oben angekommen zu sein, ging es nach einer kurzen Pause weiter.

16:15
Alles was wir hinauf gefahren sind, dürfen wir wieder runter fahren. Wir haben uns für die Autostrasse und nicht für die Tremola entschieden. Mit dem Kopfsteinpflaster wollten wir es nicht aufnehmen.
Die Abfahrt ist pures Adrenalin. Man wird richtig schnell. Nach einiger Zeit spürt man aber jede kleine Erschütterung in den Handgelenken. Wieder hatten wir zur Abfahrt die Füsse am Rahmen, gebremst wurde, so selten wie möglich, mit den Bremsen.
Kurz vor Airolo hat Moritz einen platten Schlauch. Zum Glück hatten wir alles nötige dabei! Nach einem fixen Wechsel kann es weitergehen.

6) Die Aussicht wenn man auf der Tessiner Seite runterfährt.

Auf der Hauptstrasse immer weiter das Tessin runter, da es immer noch eine leichte Neigung hat, müssen wir fast gar nicht treten.

7) Wenn es runter geht kann man die Füsse in den Rahmen stellen und fahren lassen. Nach Bellinzona auf der Via Cantonale.

19:30
Haben einen Platz für unseren Biwak gefunden, zwischen Autobahn und Zugstecke. Direkt neben dem Ticino. Sehr idyllisch. Wir beide sind total alle.
Das Biascatal ist zu dieser Jahreszeit sehr grün. Auch die Temperaturen sind sehr warm.
Mittwoch 29.07.15

08:00
Unser Tag beginnt. Die Vögel zwitschern und die Sonne scheint, im Tal ist es noch kühl, da die Sonne noch nicht hoch genug steht.

Nach dem Zusammenpacken können wir uns auf den Weg machen. Die Fahrt geht los, auf der Via Cantonale, in Richtung Biasca. Es geht immer noch hinab bis Biasca, von dort an müssen wir wieder in die Pedale treten.
Zwischenhalt in Bellinzona. In einem netten Kaffee geniessen wir die Sonne und trinken einen Cappuccino. Der Tag hat gut begonnen, um diese Zeit ist es schon recht heiss und uns beiden tut der Arsch noch weh.
Nach der Frühstückpause geht es weiter in Richtung Chiasso. Wir folgen der Hauptstrasse.

13:20
Mittagspause in Ponte Bresca..
Als wir zurück kommen vom Einkaufen, hat es gerade angefangen zu regnen. Durch den Regen sind die Temperaturen etwas gesunken, dies ist sehr angenehm.
Weiter der Via Cantonale entlang kommt uns Lugano immer näher. Auf dem Weg durch Lugano beginnt es wieder stark zu regnen, wir halten nicht an und fahren weiter.
In Lugano macht mein Hinterrad schlapp. Flickaktion auf der Brücke in strömendem Regen.
Nach dem ungewollten Stopp geht es weiter das Tessin hinunter. Die letzte Stunde ist sehr hart, da alle Gelenke müde sind und man drei Tage auf einem Sattel nicht vernachlässigen kann.

8 und 9) Nach drei Tagen Gestrampel haben wir es bis Chiasso geschafft. Ortsschild von Chiasso.

16:10
Juhhhhuuuuu! Wir haben es geschafft. Wir sind in Chiasso angekommen. Einmal durch die Schweiz – aber Fix! Auf dem WC des Bahnhof ziehen wir uns um und gehen ein Bier trinken.

Am Abend sitzen wir in Zug zurück nach Basel. Alles was wir in drei Tagen gefahren sind geht es jetzt in vier Stunden zurück.
Wir gingen mit wenig Erwartungen an die ganze Sache ran, wir wussten, dass es sehr anstrengend werden würde und wir wirklich kämpfen müssen, bis wir es geschafft haben. Diese Erwartung hat sich auch bewahrheitet, nur das es noch viel anstrengender war, als erwartet. Mit dem Finden von Biwakplätzen hatten wir keine grossen Probleme, da wir uns im Voraus nicht überlegt haben wo wir schlafen, konnten wir relativ spontan und unabhängig unsere Schlafstellen suchen.
Ich empfehle dieses Abenteuer jedem der ein Fixie besitzt. Man lernt das Fahrrad ganz von einer anderen Seite kennen, wenn man so viel Zeit auf und mit ihm verbringt. Es ist sehr anstrengend und fordernd, aber man spürt, was man geleistet hat und es ist etwas Aussergewöhnliches.

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