Cycling in Switzerland

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The travel report lies on:

Jura Route route-07
Jura Route
Basel–Nyon
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Velotour Seeland und Jura

Velotour Seeland und Jura

Zwischendurch fragen wir uns, weshalb wir diese Strapazen auf uns nehmen. Weshalb so wenig Pausen, weshalb körperliche Schmerzen und pedalen bei Hundewetter?
Datum Do, 4.10. - So, 7.10.2001
Teilnehmerinnen Sandra, Sabine, Helen (alle 21j)

Zwischendurch fragen wir uns, weshalb wir diese Strapazen auf uns nehmen. Weshalb so wenig Pausen, weshalb körperliche Schmerzen und pedalen bei Hundewetter?

Weil wir draussen sind, uns bewegen und die Schweiz und ihre verschiedenen Regionen kennenlernen und buchstäblich erfahren!
1. Tag

Wir starten mit unseren bepackten Velos wie jedes Jahr in Burgistein (BE) und haben schon einen Platten zu beklagen. In Riggisberg finden wir einen Velomech, der Schlauch und Pneu ersetzt. Nun geht es endgültig los bzw. weiter bergauf und via Niedermuhlern nach Thörishaus. Wir finden einen Laden und essen bei schönstem Wetter unser Zmittag.

Nach Laupen kriechen wir nach Kriechenwil hinauf und finden bald nach Murten. Wir schlendern durch das Städtchen, wo überall bemalte und verzierte Riesenfische aufgestellt sind. Von der Ringmauer aus betrachten wir den See und bekunden schon Mühe beim Treppenlaufen...

In Ins suchen wir unser Nachtlager. Die nette Barbara vom Tourismusbüro schickt uns zu Ankers ins Stroh. (2) Ein hohe Scheune mit enorm viel Platz auf mehreren Stöcken steht uns allein zur Verfügung. Wir kochen Tee und dippen Gemüse, wie sich das im Seeland gehört. Es wird langsam kalt und wir präparieren unser "Näscht" mit der Heugabel. (3) Das Stroh isoliert sehr gut, der Nasenspitz bleibt aber kalt.
2. Tag

Am Morgen steht ein herrliches Buffet mit frischen Produkten auf dem Tisch. Ein super Service für nur Fr. 22.-! Wir sind begeistert von diesem Aventure sur la Paille!

Wir fahren an der linken Bielerseeseite entlang nach Biel und durchqueren schöne, alte Städtchen wie z. Bsp. Erlach und Le Landeron. Auch die Rebberge und typischen Winzerdörfer wie Ligerz und Twann strahlen viel Charme aus. Da muss man einfach ein paar Trauben essen!

In Biel kaufen wir Proviant und kämpfen uns auf der vielbefahrenen Strasse bis nach Sonceboz. Nun sind wir endgültig in der französischsprachigen Schweiz gelandet. Nach diesem stetigen Aufwärtsfahren ist der Col de Pierre Pertuis kein Schleck. Zudem ist es für den Herbst unwahrscheinlich warm. Hier hat es jedoch fast keine Autos, und wenn wir uns umschauen kommt es uns vor wie im Indian Summer. Es folgt eine kurze Abfahrt nach Tavannes und wieder rauf bis Tramelan, wo wir den Bahnhof dank einer Landschulwoche wiedererkennen. Das darf nicht wahr sein: Schon wieder bergauf. Und wie! (4) Endlich kommen die schönen Freiberge und der feine Duft der stattlichen Tannen. Den Etang de la Gruère kennen wir bereits und fahren deshalb so schnell wie möglich nach Saignelégier. In der Jugi in Le Bémont finden wir noch Plätze und haben Glück, dass es erst jetzt zu regnen beginnt. Wir kochen eine warme Suppe und gehen gleich danach ins Bett. Was für ein Tag! Eigentlich muss es doch auch einmal runtergehen im Jura!
3. Tag

Mit leichten Nackenschmerzen und müden Beinen geht’s wieder aufs Velo. Diesmal über verlassene Feldwege und unzählige Bovi-Stops. Bevor wir nach St-Ursanne hinunterkesseln, geniessen wir die wunderschöne Aussicht auf die Wälder und den Clos du Doubs. Wow! Die Abfahrt ist sehr lang und wir fragen uns wie es gewesen wäre, wenn wir die Route die umgekehrte Richtung befahren hätten...

Da St. Ursanne am Doubs unten liegt, folgt auch gleich wieder eine Steigung: (5) Der Col de la Croix. Bis dieses Kreuz endlich auftaucht schwitzen wir viel. Doch auch hier ist die Strasse fast ohne Verkehr und die Aussicht super. Oben angekommen belohnen wir uns mit Schokolade. Es geht hinunter nach Courgenay, wo wir am Bahnhof bei der Petite Gilberte unsere Wasserflaschen auffüllen.

In Porrentruy suchen wir den Weg nach Chevenez, denn auch hier fahren wir die empfohlene Route den anderen Weg rum. Die nächste Panne: Ausgerechnet im neuen Schlauch finden wir ein Loch und flicken es am Strassenrand. Was? Drei Frauen reparieren ein Velo? Viele ungläubige Blicke nehmen wir hinter Autoscheiben zur Kenntnis. Die Rundfahrt in der Ajoie führt durch kleine, ruhige Bauerndörfer und über weite Felder. In Porrentruy finden wir uns, wie schon zuvor, nicht so richtig zurecht, kommen aber trotzdem in Miécourt an. Wiederum ist Schlaf im Stroh angesagt. Die Bauernfrau erkennt sofort, dass wir durstig sind. Wir richten unser Nachtlager ein, duschen und kuscheln uns schon gegen 20.30h in unsere Schlafsäcke.
4. Tag

Heute ist der Himmel verhangen, es regnet. Das musste ja noch kommen! Während wir in der Küche mit der Familie frühstücken, giesst es draussen in Strömen. Glücklicherweise ist es nicht mehr ganz so schlimm, nachdem wir Mücken und Regentropfen ins Gästebuch gezeichnet haben.

Über den herbstlichen Col des Rangiers fahren wir hinunter ins Vallée de Delémont und sind fasziniert vom Landschaftsbild. In Delémont gehen wir direkt zum Bahnhof und kaufen uns die Rückfahrttickets. (6) Die Reise mit Velos im Zug klappt mittlerweile auch fast überall reibungslos. Wir essen unser Brot mit Schoggi und lassen die Tour noch einmal Revue passieren. Wo geht es wohl nächstes Jahr hin?

Das Veloland Schweiz ist sehr gut ausgeschildert und dokumentiert. So macht es Freude, die Schweiz per Velo kennenzulernen. Ein herzliches Danke für alles.
Zwischendurch fragen wir uns, weshalb wir diese Strapazen auf uns nehmen. Weshalb so wenig Pausen, weshalb körperliche Schmerzen und pedalen bei Hundewetter?
Datum Do, 4.10. - So, 7.10.2001
Teilnehmerinnen Sandra, Sabine, Helen (alle 21j)

Zwischendurch fragen wir uns, weshalb wir diese Strapazen auf uns nehmen. Weshalb so wenig Pausen, weshalb körperliche Schmerzen und pedalen bei Hundewetter?

Weil wir draussen sind, uns bewegen und die Schweiz und ihre verschiedenen Regionen kennenlernen und buchstäblich erfahren!
1. Tag

Wir starten mit unseren bepackten Velos wie jedes Jahr in Burgistein (BE) und haben schon einen Platten zu beklagen. In Riggisberg finden wir einen Velomech, der Schlauch und Pneu ersetzt. Nun geht es endgültig los bzw. weiter bergauf und via Niedermuhlern nach Thörishaus. Wir finden einen Laden und essen bei schönstem Wetter unser Zmittag.

Nach Laupen kriechen wir nach Kriechenwil hinauf und finden bald nach Murten. Wir schlendern durch das Städtchen, wo überall bemalte und verzierte Riesenfische aufgestellt sind. Von der Ringmauer aus betrachten wir den See und bekunden schon Mühe beim Treppenlaufen...

In Ins suchen wir unser Nachtlager. Die nette Barbara vom Tourismusbüro schickt uns zu Ankers ins Stroh. (2) Ein hohe Scheune mit enorm viel Platz auf mehreren Stöcken steht uns allein zur Verfügung. Wir kochen Tee und dippen Gemüse, wie sich das im Seeland gehört. Es wird langsam kalt und wir präparieren unser "Näscht" mit der Heugabel. (3) Das Stroh isoliert sehr gut, der Nasenspitz bleibt aber kalt.
2. Tag

Am Morgen steht ein herrliches Buffet mit frischen Produkten auf dem Tisch. Ein super Service für nur Fr. 22.-! Wir sind begeistert von diesem Aventure sur la Paille!

Wir fahren an der linken Bielerseeseite entlang nach Biel und durchqueren schöne, alte Städtchen wie z. Bsp. Erlach und Le Landeron. Auch die Rebberge und typischen Winzerdörfer wie Ligerz und Twann strahlen viel Charme aus. Da muss man einfach ein paar Trauben essen!

In Biel kaufen wir Proviant und kämpfen uns auf der vielbefahrenen Strasse bis nach Sonceboz. Nun sind wir endgültig in der französischsprachigen Schweiz gelandet. Nach diesem stetigen Aufwärtsfahren ist der Col de Pierre Pertuis kein Schleck. Zudem ist es für den Herbst unwahrscheinlich warm. Hier hat es jedoch fast keine Autos, und wenn wir uns umschauen kommt es uns vor wie im Indian Summer. Es folgt eine kurze Abfahrt nach Tavannes und wieder rauf bis Tramelan, wo wir den Bahnhof dank einer Landschulwoche wiedererkennen. Das darf nicht wahr sein: Schon wieder bergauf. Und wie! (4) Endlich kommen die schönen Freiberge und der feine Duft der stattlichen Tannen. Den Etang de la Gruère kennen wir bereits und fahren deshalb so schnell wie möglich nach Saignelégier. In der Jugi in Le Bémont finden wir noch Plätze und haben Glück, dass es erst jetzt zu regnen beginnt. Wir kochen eine warme Suppe und gehen gleich danach ins Bett. Was für ein Tag! Eigentlich muss es doch auch einmal runtergehen im Jura!
3. Tag

Mit leichten Nackenschmerzen und müden Beinen geht’s wieder aufs Velo. Diesmal über verlassene Feldwege und unzählige Bovi-Stops. Bevor wir nach St-Ursanne hinunterkesseln, geniessen wir die wunderschöne Aussicht auf die Wälder und den Clos du Doubs. Wow! Die Abfahrt ist sehr lang und wir fragen uns wie es gewesen wäre, wenn wir die Route die umgekehrte Richtung befahren hätten...

Da St. Ursanne am Doubs unten liegt, folgt auch gleich wieder eine Steigung: (5) Der Col de la Croix. Bis dieses Kreuz endlich auftaucht schwitzen wir viel. Doch auch hier ist die Strasse fast ohne Verkehr und die Aussicht super. Oben angekommen belohnen wir uns mit Schokolade. Es geht hinunter nach Courgenay, wo wir am Bahnhof bei der Petite Gilberte unsere Wasserflaschen auffüllen.

In Porrentruy suchen wir den Weg nach Chevenez, denn auch hier fahren wir die empfohlene Route den anderen Weg rum. Die nächste Panne: Ausgerechnet im neuen Schlauch finden wir ein Loch und flicken es am Strassenrand. Was? Drei Frauen reparieren ein Velo? Viele ungläubige Blicke nehmen wir hinter Autoscheiben zur Kenntnis. Die Rundfahrt in der Ajoie führt durch kleine, ruhige Bauerndörfer und über weite Felder. In Porrentruy finden wir uns, wie schon zuvor, nicht so richtig zurecht, kommen aber trotzdem in Miécourt an. Wiederum ist Schlaf im Stroh angesagt. Die Bauernfrau erkennt sofort, dass wir durstig sind. Wir richten unser Nachtlager ein, duschen und kuscheln uns schon gegen 20.30h in unsere Schlafsäcke.
4. Tag

Heute ist der Himmel verhangen, es regnet. Das musste ja noch kommen! Während wir in der Küche mit der Familie frühstücken, giesst es draussen in Strömen. Glücklicherweise ist es nicht mehr ganz so schlimm, nachdem wir Mücken und Regentropfen ins Gästebuch gezeichnet haben.

Über den herbstlichen Col des Rangiers fahren wir hinunter ins Vallée de Delémont und sind fasziniert vom Landschaftsbild. In Delémont gehen wir direkt zum Bahnhof und kaufen uns die Rückfahrttickets. (6) Die Reise mit Velos im Zug klappt mittlerweile auch fast überall reibungslos. Wir essen unser Brot mit Schoggi und lassen die Tour noch einmal Revue passieren. Wo geht es wohl nächstes Jahr hin?

Das Veloland Schweiz ist sehr gut ausgeschildert und dokumentiert. So macht es Freude, die Schweiz per Velo kennenzulernen. Ein herzliches Danke für alles.

The travel report lies on:

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