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Riale-Ponte (I)
ViaSbrinz
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Riale-Ponte (I)

Riale-Ponte (I)

Wer auf alten Walserwegen und der ViaSbrinz ins Val Formazza südlich des Griespasses gelangt, fühlt sich ans Goms erinnert: Die Siedlungen mit den sonnenverbrannten Holzhäusern tragen noch heute walserdeutsche Namen, für Riale lautet dieser Chärbäch.
Riale liegt im Val Formazza (dt. Pomatt), dem obersten Abschnitt des vom Fluss Toce gebildeten Tals mit Walser-Geschichte im nördlichen Piemont (Italien). Über den Griespass (Grenzübergang zur Schweiz) besteht eine Verbindung zum Nufenenpass, von wo aus man ins Goms oder ins Val Bedretto gelangen kann. Gegen Süden wird die Fortsetzung des Tals bis Domodossola Valle Antigorio genannt. Früher war das Val Formazza ein wichtiger Handelsweg, führte doch vom Wallis ein Saumweg über den Griespass in die Lombardei.

Das Tal ist die einzige Walserkolonie, die direkt ans Goms grenzt, das Stammland der Walser Bevölkerung. Im Mittelalter wurde das Val Formazza von den deutschsprachigen Walsern besiedelt. Der noch heute teilweise gesprochene Dialekt (Walserdeutsch), die Bauweise der Häuser und zahlreiche deutsche Orts- und Flurnamen zeugen davon. Zweimal wurde das Pomatt durch die Walliser besetzt, nach der Schlacht bei Marignano im Jahr 1515 mussten die Eidgenossen das Tal endgültig an das Herzogtum Mailand abtreten.

Die romantische Tallandschaft ist von einstigen Gletschern geprägt und reich an natürlichen und gestauten Bergseen sowie Wasserfällen. Der eindrucksvollste ist der Tosa-Wasserfall im obersten Teil des Tals, wo sich das Wasser 143 Meter in die Tiefe stürzt.

Die Siedlungen, die alle gemeinsam die Gemeinde Formazza bilden, erinnern mit den sonnenverbrannten Holzhäusern und Speichern stark ans Goms. Ponte (Zumstäg) war bis 1837 Sitz der Walsergemeinde im Pomatt und ist heute noch Talzentrum. In der «Casa Forte» ist das sehenswerte Talmuseum untergebracht. Auf der obersten Talstufe des Pomatt liegt die Siedlung Riale. Der walserdeutsche Name «Chärbäch», stammt vom Bergbach Toce, der sich rechtwinklig über die Sumpfebene windet («chert»). Im Winter ist Riale für seine Langlaufloipe bekannt.

In Valdo (Wald), ebenfalls eine malerische Walsersiedlung, finden sich die Skilifte für den Alpinsport sowie der Sessellift Sagersboden. Langlaufmöglichkeiten bieten sich auch in San Michele (Tuffald).

Highlights

  • Walserkolonie Pomatt - die aus dem benachbarten Goms eingewanderten Walser besiedelten die wildromantische Landschaft im 13. Jahrhundert.
  • Riale Formazza - eine der schönsten Langlaufloipen Italiens, die internationale Athletenteams zum Training anlockt.
  • Casa Forte in Ponte - kleines, liebevoll gestaltetes Talmuseum zur Geschichte der Walserkolonie im heutigen Val Formazza.
  • Tosa-Wasserfall - stürzt sich beim Weiler La Frua über 143 Meter in die Tiefe, allerdings seit dem Bau des Stausees von Morasco nicht mehr ganzjährig.
Wer auf alten Walserwegen und der ViaSbrinz ins Val Formazza südlich des Griespasses gelangt, fühlt sich ans Goms erinnert: Die Siedlungen mit den sonnenverbrannten Holzhäusern tragen noch heute walserdeutsche Namen, für Riale lautet dieser Chärbäch.
Riale liegt im Val Formazza (dt. Pomatt), dem obersten Abschnitt des vom Fluss Toce gebildeten Tals mit Walser-Geschichte im nördlichen Piemont (Italien). Über den Griespass (Grenzübergang zur Schweiz) besteht eine Verbindung zum Nufenenpass, von wo aus man ins Goms oder ins Val Bedretto gelangen kann. Gegen Süden wird die Fortsetzung des Tals bis Domodossola Valle Antigorio genannt. Früher war das Val Formazza ein wichtiger Handelsweg, führte doch vom Wallis ein Saumweg über den Griespass in die Lombardei.

Das Tal ist die einzige Walserkolonie, die direkt ans Goms grenzt, das Stammland der Walser Bevölkerung. Im Mittelalter wurde das Val Formazza von den deutschsprachigen Walsern besiedelt. Der noch heute teilweise gesprochene Dialekt (Walserdeutsch), die Bauweise der Häuser und zahlreiche deutsche Orts- und Flurnamen zeugen davon. Zweimal wurde das Pomatt durch die Walliser besetzt, nach der Schlacht bei Marignano im Jahr 1515 mussten die Eidgenossen das Tal endgültig an das Herzogtum Mailand abtreten.

Die romantische Tallandschaft ist von einstigen Gletschern geprägt und reich an natürlichen und gestauten Bergseen sowie Wasserfällen. Der eindrucksvollste ist der Tosa-Wasserfall im obersten Teil des Tals, wo sich das Wasser 143 Meter in die Tiefe stürzt.

Die Siedlungen, die alle gemeinsam die Gemeinde Formazza bilden, erinnern mit den sonnenverbrannten Holzhäusern und Speichern stark ans Goms. Ponte (Zumstäg) war bis 1837 Sitz der Walsergemeinde im Pomatt und ist heute noch Talzentrum. In der «Casa Forte» ist das sehenswerte Talmuseum untergebracht. Auf der obersten Talstufe des Pomatt liegt die Siedlung Riale. Der walserdeutsche Name «Chärbäch», stammt vom Bergbach Toce, der sich rechtwinklig über die Sumpfebene windet («chert»). Im Winter ist Riale für seine Langlaufloipe bekannt.

In Valdo (Wald), ebenfalls eine malerische Walsersiedlung, finden sich die Skilifte für den Alpinsport sowie der Sessellift Sagersboden. Langlaufmöglichkeiten bieten sich auch in San Michele (Tuffald).

Highlights

  • Walserkolonie Pomatt - die aus dem benachbarten Goms eingewanderten Walser besiedelten die wildromantische Landschaft im 13. Jahrhundert.
  • Riale Formazza - eine der schönsten Langlaufloipen Italiens, die internationale Athletenteams zum Training anlockt.
  • Casa Forte in Ponte - kleines, liebevoll gestaltetes Talmuseum zur Geschichte der Walserkolonie im heutigen Val Formazza.
  • Tosa-Wasserfall - stürzt sich beim Weiler La Frua über 143 Meter in die Tiefe, allerdings seit dem Bau des Stausees von Morasco nicht mehr ganzjährig.

Anreise und Rückreise Riale-Ponte (I)

Adresse

Ufficio Turistico - Proloco Formazza
Fraz. Ponte
28863 Formazza
Tel. +39 0324 63059
prolocoformazza@libero.it
www.valformazza.it

Services

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