55 ViaSuworow
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Wanderland

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ViaSuworow

Etappe 7, Muotathal–Hinter Klöntal

Wegreportage
168 Fotos

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Mit Blick auf das Urwaldreservat Bödmeren, wo Suworow auf der Flucht vor den Franzosen durchmarschierte, geht es vom Muotatal auf Alpwegen und einem eindrücklichen Steinplattenweg in Schluecht über den Pragelpass nach Richisau im hinteren Klöntal.
Am 27. September 1799 trafen erste Truppen unter dem Russen Bagration im Muotatal ein. Bis zur Suworowbrücke wurden die Franzosen verfolgt und in die Flucht geschlagen. Aus Mehl, das man aus Altdorf mitgetragen hatte, wurden Fladen gebacken. Wer eine Kartoffel fand, hat diese gekocht oder roh verzehrt. Weitere Truppen, Gepäck- und Proviantträger folgten in den kommenden zwei Tagen. Am 28. September machte die Nachricht einer Schlacht und Niederlage Hotzes und Korsakows die Runde. Suworow war erschüttert. Nun stand er mit seinen 20’000 Mann den gut 60’000 Soldaten Massénas gegenüber. Zudem sass er in der Falle im engen Tal, zwischen schier unüberwindbaren Bergen. Ins Mittelland versperrten ihm die Franzosen den Weg. Seine Soldaten waren hungrig, müde, sie froren und die Munition ging zu Ende. So wurde am 29. September ein Kriegsrat abgehalten. Voller Kummer teilte Suworow mit: «Jetzt bleibt mir nur noch die einzige Hoffnung auf den allmächtigen Gott und auf die Tapferkeit und Selbstverleugnung meiner Truppen! Wir sind Russen! Gott mit uns!! Rettet die Ehre Russlands und seines Zaren! Rettet den Sohn unseres Kaisers!» Er warf sich dem Grossfürsten in Tränen zu Füssen. Man fasste den Entschluss, über den Pragelpass aufzubrechen, um via Weesen nach Sargans zu gelangen. Auffenberg erhielt den Befehl sogleich loszugehen, Bagration, Förster und Schweikowsky sollten ihm folgen. Rosenberg blieb im Muotatal, um die Position zu halten.

Heute führt die Wanderung abwechselnd über Strassen, Pfade sowie einen Staldenweg bergauf. Letzterer wird in einem Wegverzeichnis der Gemeinde Muothatal von 1923 als einziger Viehfahrweg für die nördliche Talseite des Starzlenbachs aufgeführt. Er zeigt typische Merkmale einer traditionellen Alpgasse, die mit Vieh begangen wurde. Nach ca. eineinhalb Stunden wird die Schafmatt erreicht. Von Geröllhalden umgeben wandert man auf einem wunderschön angelegten Weg aus riesigen Steinplatten. Weiter über das Bärenloch folgt nach knapp vier Stunden die Pragelpasshöhe auf 1548 m.ü.M.

Der Angriff Massénas im Muotatal erfolgte am Nachmittag des 30. September. Nach anfänglichem Vorstoss wurden die Franzosen von den vorrückenden Truppen Miloradowitschs zum Zurückweichen gezwungen. Ein zweiter Versuch befahl Masséna tags darauf. Dieser endete erneut mit dem Rückzug der Franzosen an der Suworow-Brücke. Am zweiten Tag starben jedoch viel mehr Soldaten als am Vortag. Während im Muotatal noch gekämpft wurde, erreichte Suworow am 1. Oktober Glarus.

Auch wandernd erreicht man vom Pragelpass aus in rund zweieinhalb das hintere Klöntal im Glarnerland. Abwechselnd über Pfade und die Passstrasse führt der Wanderweg hinunter schönen Klöntalersee, wo die rund 6-stündige Etappe endet.

*Hintergrundinfos sowie Zitate Etappen 55.1-55.9: Alois Camenzind (1992), Maultiere machen Geschichte oder Suworows Krieg in den Schweizer Alpen im Jahre 1799, Luzern: Verlag Pro Libro Luzern GmbH
Mit Blick auf das Urwaldreservat Bödmeren, wo Suworow auf der Flucht vor den Franzosen durchmarschierte, geht es vom Muotatal auf Alpwegen und einem eindrücklichen Steinplattenweg in Schluecht über den Pragelpass nach Richisau im hinteren Klöntal.
Am 27. September 1799 trafen erste Truppen unter dem Russen Bagration im Muotatal ein. Bis zur Suworowbrücke wurden die Franzosen verfolgt und in die Flucht geschlagen. Aus Mehl, das man aus Altdorf mitgetragen hatte, wurden Fladen gebacken. Wer eine Kartoffel fand, hat diese gekocht oder roh verzehrt. Weitere Truppen, Gepäck- und Proviantträger folgten in den kommenden zwei Tagen. Am 28. September machte die Nachricht einer Schlacht und Niederlage Hotzes und Korsakows die Runde. Suworow war erschüttert. Nun stand er mit seinen 20’000 Mann den gut 60’000 Soldaten Massénas gegenüber. Zudem sass er in der Falle im engen Tal, zwischen schier unüberwindbaren Bergen. Ins Mittelland versperrten ihm die Franzosen den Weg. Seine Soldaten waren hungrig, müde, sie froren und die Munition ging zu Ende. So wurde am 29. September ein Kriegsrat abgehalten. Voller Kummer teilte Suworow mit: «Jetzt bleibt mir nur noch die einzige Hoffnung auf den allmächtigen Gott und auf die Tapferkeit und Selbstverleugnung meiner Truppen! Wir sind Russen! Gott mit uns!! Rettet die Ehre Russlands und seines Zaren! Rettet den Sohn unseres Kaisers!» Er warf sich dem Grossfürsten in Tränen zu Füssen. Man fasste den Entschluss, über den Pragelpass aufzubrechen, um via Weesen nach Sargans zu gelangen. Auffenberg erhielt den Befehl sogleich loszugehen, Bagration, Förster und Schweikowsky sollten ihm folgen. Rosenberg blieb im Muotatal, um die Position zu halten.

Heute führt die Wanderung abwechselnd über Strassen, Pfade sowie einen Staldenweg bergauf. Letzterer wird in einem Wegverzeichnis der Gemeinde Muothatal von 1923 als einziger Viehfahrweg für die nördliche Talseite des Starzlenbachs aufgeführt. Er zeigt typische Merkmale einer traditionellen Alpgasse, die mit Vieh begangen wurde. Nach ca. eineinhalb Stunden wird die Schafmatt erreicht. Von Geröllhalden umgeben wandert man auf einem wunderschön angelegten Weg aus riesigen Steinplatten. Weiter über das Bärenloch folgt nach knapp vier Stunden die Pragelpasshöhe auf 1548 m.ü.M.

Der Angriff Massénas im Muotatal erfolgte am Nachmittag des 30. September. Nach anfänglichem Vorstoss wurden die Franzosen von den vorrückenden Truppen Miloradowitschs zum Zurückweichen gezwungen. Ein zweiter Versuch befahl Masséna tags darauf. Dieser endete erneut mit dem Rückzug der Franzosen an der Suworow-Brücke. Am zweiten Tag starben jedoch viel mehr Soldaten als am Vortag. Während im Muotatal noch gekämpft wurde, erreichte Suworow am 1. Oktober Glarus.

Auch wandernd erreicht man vom Pragelpass aus in rund zweieinhalb das hintere Klöntal im Glarnerland. Abwechselnd über Pfade und die Passstrasse führt der Wanderweg hinunter schönen Klöntalersee, wo die rund 6-stündige Etappe endet.

*Hintergrundinfos sowie Zitate Etappen 55.1-55.9: Alois Camenzind (1992), Maultiere machen Geschichte oder Suworows Krieg in den Schweizer Alpen im Jahre 1799, Luzern: Verlag Pro Libro Luzern GmbH
19 km
1100 m | 880 m
6 h 00 min
mittel (Bergwanderweg) | schwer

Anreise | Rückreise

Anreise / Rückreise Muotathal, Post
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Unterwegs …

Einsparung Höhenmeter
Zwischen Klöntal, Richisau und Glarus, Bahnhof verkehrt ein Bus, mit dem sich ca. 600 Höhenmeter einsparen lassen.

Anreise | Rückreise

Anreise / Rückreise Klöntal, Plätz
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Kontakt

Betreuung Signalisation
Die Signalisation wird im Auftrag der Kantone und der Gemeinden durch die kantonale Wanderweg-Organisation betreut.
Schwyzer Wanderwege
6440 Brunnen
info@schwyzer-wanderwege.ch
www.schwyzer-wanderwege.ch

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erlebniswelt moutathal GmbH / Hüttenhotel Husky-Lodge
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Hinter Klöntal
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