Wanderland

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Trans Swiss Trail route-02
Trans Swiss Trail
Porrentruy–Mendrisio
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Von Porrentruy nach Thörishaus in 8 Etappen

Von Porrentruy nach Thörishaus in 8 Etappen

Der Gedanke die Schweiz zu Fuss zu durchqueren war schon lange vorhanden. Nach den Vorbereitungarbeiten wie Ausrüstung zusammenstellen, Karten etappenweise ausdrucken, Unterkünfte im Internet suchen und buchen, mit ein wenig Aufregung und grosser Vorfreude ging es im Mai 2012 endlich los!
Der Gedanke die Schweiz zu Fuss zu durchqueren war schon lange vorhanden.

Mehr als ein Jahr vor dem Start fragte ich einen lieben Kollegen ob er sich für ein solches Abenteuer begeistern könnte. Die erste Antwort war jedenfalls kein nein, aber etwas Skepsis war sicher vorhanden.

Nach der Auflistung der ersten acht Etappen von Pruntrut bis Bern mit den Distanzangaben, Zeit, auf und ab sowie den Etappenorten sah die Sache schon etwas anders aus. So haben wir den Start auf den 18.5.2012 festgelegt weil nach der Auffahrt etwas mehr Ferientage zur Verfügung standen. Im März haben wir die Etappenorte aufgesucht und einen Teil der Übernachtungsmöglichkeiten erkundet und bereits reserviert. Nach den restlichen Vorbereitungsarbeiten wie Ausrüstung zusammenstellen, Karten etappenweise ausdrucken, letzte Unterkünfte im Internet suchen und buchen, mit ein wenig Aufregung und grosser Vorfreude ging es am 18.Mai 2012 endlich los!

Mit dabei waren Erwin und Ruedi Etappen 1–8, Isabelle 1–3, Fränzi 2–3.
1. Tag | 18.5.12
Porrentruy–Saint Ursanne, Kt. JU

Mit der Bahn erreichten wir Porrentruy kurz nach neun Uhr. Sogleich suchten wir die Wanderroute Richtung Altstadt um dort noch Verpflegung einzukaufen, nach einem kurzen halt im Restaurant "Pom Dor" verlassen wir die schöne Stadt in Richtung Süden. Die Wanderung führt uns schon bald durch Wälder und über leuchtende Felder zum Anstieg auf den Sur la Croix. Die Abwechslung der Wege einmal hart einmal Weide oder Waldweg tut unseren untrainierten Füssen gut. Bei Pt. 884, Les Chainions erreichen wir die erste Jura Höhe auf unserer Tour ab hier verläuft der Weg mehrheitlich durch sehr schöne Wälder und stetig Bergab Richtung St. Ursanne. In Seleute empfehlen wir, im einzigen Restaurant einzukehren. Nach dem ersten Tag sind wir ziemlich geschafft und freuen uns die Wanderschuhe auszuziehen. Am Abend stösst noch Fränzi zu unserer Gruppe hinzu, um zwei Tage mit uns zu wandern.

Das Zimmer "Jardin" in der Villa Trümpy ist genau das richtige für eine Gruppe Wanderleute.

Zum Nachtessen waren wir im Hotel "de Boeuf" welches sehr zu empfehlen ist (Gut und Preiswert).
2. Tag | 19.5.12
Saint Ursanne–Soubey, Kt. JU

Die Nacht in der Villa Trümpy lässt unsere müden Füsse wieder fit werden. Leider war das Frühstück etwas verspätet und Wanderer mögen auch etwas Käse und Fleisch vertragen. In St. Ursanne lohnt es sich in der Bäckerei ein Ajoie Brot zu kaufen, sowieso empfiehlt es sich genügend Proviant einzukaufen die nächsten Einkaufsmöglichkeiten gibt's erst wieder in Saingnélegier. Die heutige Strecke verläuft mehrheitlich nahe dem Doubs, welcher fast lautlos dahin fliesst, in Tariche besteht die Möglichkeit mit der Fähre ans andere Ufer zu gelangen um im Restaurant einzukehren, entlang dem Ufer hat es auch zahlreiche Feuerstellen um selber etwas zu grillieren. In La Charbonnière wechselt der Wanderweg die Uferseite und der Hartbelag nimmt bis nach Soubey zu. Unser heutiges Nachtlager, ein kleines "Gaden" mit Matratzenlager beziehen wir in der Herberge "Bout du Pont" bei Familie Maitre, gleich bei der grünen Brücke. Die Leute sind sehr freundlich und bestens für Wanderer eingerichtet. Zum Nachtessen besuchten wir das Restaurant "Le Cerf", auch sehr gut und Preiswert mit sehr freundlicher Bedienung.
3. Tag | 20.5.12
Soubey–Goumois–Saignelégier, Kt. JU

Die Nacht mit heftigem Gewitter und im engen Schlafsack war nicht so erholsam wie sie sein könnte, umso besser war das Frühstück bei Familie Maitre, und dies alles sehr Preiswert. Die anstehende Etappe haben wir wegen den schweren Rucksäcken und der grossen Steigung abgeändert, wir wandern bis nach Goumois ca. 19 Km, die Strecke ist wiederum sehr abwechslungsreich und immer in der Nähe des Doubs, nach dem Mittagessen im Restaurant "DU DOUBS" (zu empfehlen sind "Fischknusperli") fahren wir mit dem Bus nach Saignelégier und feiern im Restaurant die ersten drei Etappen. Leider müssen wir hier Isabelle und Fränzi verabschieden. Zum Übernachten haben wir im "Centre de Loisirs" reserviert, das Zimmer ist sehr klein aber genügt für eine Nacht, mit Frühstück alles für Fr. 27.-- pro Person.
4. Tag | 21.5.12
Saignelégier–Saint Imier, Kt. JU/ BE

Der heutige Start beginnt mit eher trübem Wetter und tief hängendem Nebel mit leichtem Regen. Die Route führt über die Freiberge, bei Les Roselet vorbei an der Pferde Pension. Nach Les Breuleux verläuft der Weg zunehmend in den schönen Jurawäldern und über Wiesen bis hoch zum Mont Soleil (wo bleibt sie nur?). Interesseierte können hier die Technik der Windkraft und Solarenergie bestaunen und kennen lernen. Für den Abstieg nach St. Imier gibt es die Möglichkeit mit der Standseilbahn zu fahren, oder wie wir, zu Fuss den steilen rutschigen Weg zu gehen. Mit dem Abstieg zeigt sich dann auch etwas die Sonne, bei einer Rast kommen wir ins Gespräch mit einem älteren Wanderer, er ist auf demselben Weg wie wir läuft aber die ganze Strecke bis ins Tessin mit Vollpackung inkl. Verpflegung, Küche, Zelt usw.! In St. Imier logierten wir bei Familie Schafroth, Rue de la Cure 13, dieses B&B ist sehr zu empfehlen wir waren dort sehr gut aufgehoben und wurden zum Frühstück (mit Ei) auch sehr gut verpflegt, herzlichen Dank.
5. Tag | 22.5.12
Saint Imier–Chézard St.-Martin , Kt. BE / NE

Nach einer erholsamen Nacht im Doppelzimmer führt uns die heutige Etappe zuerst Richtung Süd-Westen im schmalen St-Immertal bis nach Renan, ab hier folgt ein steiler Aufstieg auf den Höhenzug des Chasserals. Leider ist uns auch heute die Fernsicht wegen Nebel verwehrt, bei schönem Wetter ist die Strecke über diesen Höhenzug sicher von einer sehr schönen Rundsicht über die Berner Alpen oder zurück über den Jura geprägt. Vergeblich freuen wir uns auch auf das Restaurant in Les Vieux Pres welches leider geschlossen ist, so bleibt uns nichts anderes übrig als auf Baumstämmen am Wegrand unser Picknick einzunehmen. Nach Les Vieux Pres folgt der Abstieg durch den Wald nach Chézard St.-Martin. Auch hier hatten wir grosses Glück mit unserer Unterkunft, B&B bei Familie Cuche, Rue Ami-Girard 13, schönes Zimmer, gute Betten und erstklassiges Frühstück. Zum Nachtessen waren wir im Croix Dor dort gibt es sehr feine Pferdesteak in einem schönen Restaurant.
6. Tag | 23.5.12
Chézard St.-Martin–Neuenburg–Mur VD , Kt. NE / VD

Mit der heutigen Etappe verlassen wir dann die ruhige Jura Landschaft und kommen der hektischen Zivilisation in der Stadt Neuenburg sehr nahe. Am Morgen (endlich mit Sonne) durchqueren wir das mit Raps- und Kornfeldern bedeckte "Val de Ruz" es ist wunderschön diesen gepflegten Feldern entlang zu gehen und die Stille der Natur zu geniessen. Auf der anderen Talseite unterhalb des Chaumont führt der Weg ab Fenin durch schönen Mischwald bis nach Les Cadolles oberhalb Neuenburg. Bei Valagin könnte man einen Abstecher in das schöne Regionalmuseum machen. Der Abstieg durch Neuenburg bis zum See ist steil und alles Hartbelag, wir sind froh sind wir unten! Mit dem Schiff überqueren wir bequem den Neuenburgersee. Kurz nach Coudrefin verlassen wir dann die Route wieder weil wir die nächste Übernachtung in Mur VD oberhalb des Murtensee gebucht haben. Im Eulenhof "Ferme du Hibou" werden wir von Familie Gaillet herzlich empfangen. Wir geniessen ein super Massenlager, die beste Verpflegung "Vully Kuchen" mit Wein vom Haus und einen unvergesslichen Ausblick auf den Murtensee. Auch hier lässt das Frühstück nach einer erholsamen Nacht nichts zu wünschen übrig! Besten Dank für alles.
7. Tag | 24.5.12
Mur VD–Murten , Kt. VD / FR

Die heutige Etappe beginnt mit einem Anstieg auf den Mont Vully wo wir beim Reduit vom 1. Weltkrieg wieder auf der Original Route weiter wandern. Das Wetter und die Rundsicht ist genau das was man brauchen kann, und so ist der "Vully" schon bald überquert und nach dem Abstieg durch die schönen Rebberge (mit der Erinnerung an den guten Wein von gestern Abend), gibt es in Sugiez einen wohlverdienten Halt im Rest. "La Bella Italia". Nach der Brücke über den Broyekanal folgt das schnurgerade Wegstück durch den "Chablais" am Murtensee, in Murten angelangt gibt es einmal mehr Picknick aus dem Rucksack und einer längeren Rast auf der Wiese am See, anschliessend machen wir den ersten Rundgang durch das schöne "Städtli", Durstlöschen darf natürlich auch nicht fehlen. Der letzte Kilometer zum Hof "Prähl" oberhalb Murten ist dann leicht geschafft, dort beziehen wir unsere letzte Unterkunft, ein zum Massenlager umgebauter Kuhstall, den kleinen Pool zum abkühlen dürfen wir auch benutzten. Am Abend begeben wir uns noch einmal nach Murten zum Nachtessen und besichtigen der Stadtmauer, den Abend abgerundet hat dann der Besuch im "Irisch-Pup" beim Treffen mit den lieben Frauen Marianne und Olivia (war ein gemütlicher Abend).
8. Tag 25.5.12
Murten–Thörishaus, Kt. FR / BE

Die Nacht im Kuhstall war dann rasch vorüber und wir machten uns nach dem reichhaltigen Frühstück um 9:30 Uhr auf die letzte Etappe Richtung Thörishaus. Diese Etappe war mit 22 Km die längste, Landschaftlich wiederum sehr abwechslungsreich mit schönen Bauerndörfern, Wäldern, Feldern und Gewässer, der schöne Rastplatz oder der kleine Zoo in der Nähe von Jeuss laden sehr zum verweilen ein. In Laupen machten wir einen Überraschungsbesuch bei Familie Weber. Margrit danken wir für die feine Zwischenverpflegung, und Walter für die gute Signalisation der Route in seinem Kreis sowie das Original TRANS SWISS TRAIL Schild. Ab Laupen (das schöne Städtchen ist auch ein Besuch wert) ist der Weg bis Thörishaus flach und führt stetig der Sense entlang sehr oft im Schatten von Uferbäumen. In Thörishaus werden wir bereits von Lotti mit einem sehr feinen "Zvieri" erwartet (Herzlichen Dank), so konnten wir die ersten acht erlebnisreichen Etappen des TRANS SWISS TRAIL feiern.
Zum Schluss möchten wir noch folgendes zu den vergangenen acht Tagen festhalten.

Die Signalisation der Route von Porrentruy bis Thörishaus ist hervorragend und lobenswert, bis Neuenburg könnte die Strecke nur anhand der gelben Schilder gelaufen werden. Die Freundlichkeit der Bevölkerung im ganzen Jura ist nennenswert und hat uns sehr gefreut, wir wurden bei allen Gastgebern sehr nett empfangen und waren "Tip Top" aufgehoben und verpflegt!

Das reservieren der Übernachtungsmöglichkeiten lohnt sich in weniger dicht besiedeltem Gebiet sicher, für kommende Etappen werden wir nur noch die ungefähren Etappenziele festlegen so können die Routen etwas verlängert werden, wir wären problemlos pro Tag ein bis drei Stunden länger gelaufen.

Eins ist sicher, sofern die Gesundheit mitmacht wandern wir weiter!

Erwin, Ruedi, Isabelle und Fränzi
Der Gedanke die Schweiz zu Fuss zu durchqueren war schon lange vorhanden. Nach den Vorbereitungarbeiten wie Ausrüstung zusammenstellen, Karten etappenweise ausdrucken, Unterkünfte im Internet suchen und buchen, mit ein wenig Aufregung und grosser Vorfreude ging es im Mai 2012 endlich los!
Der Gedanke die Schweiz zu Fuss zu durchqueren war schon lange vorhanden.

Mehr als ein Jahr vor dem Start fragte ich einen lieben Kollegen ob er sich für ein solches Abenteuer begeistern könnte. Die erste Antwort war jedenfalls kein nein, aber etwas Skepsis war sicher vorhanden.

Nach der Auflistung der ersten acht Etappen von Pruntrut bis Bern mit den Distanzangaben, Zeit, auf und ab sowie den Etappenorten sah die Sache schon etwas anders aus. So haben wir den Start auf den 18.5.2012 festgelegt weil nach der Auffahrt etwas mehr Ferientage zur Verfügung standen. Im März haben wir die Etappenorte aufgesucht und einen Teil der Übernachtungsmöglichkeiten erkundet und bereits reserviert. Nach den restlichen Vorbereitungsarbeiten wie Ausrüstung zusammenstellen, Karten etappenweise ausdrucken, letzte Unterkünfte im Internet suchen und buchen, mit ein wenig Aufregung und grosser Vorfreude ging es am 18.Mai 2012 endlich los!

Mit dabei waren Erwin und Ruedi Etappen 1–8, Isabelle 1–3, Fränzi 2–3.
1. Tag | 18.5.12
Porrentruy–Saint Ursanne, Kt. JU

Mit der Bahn erreichten wir Porrentruy kurz nach neun Uhr. Sogleich suchten wir die Wanderroute Richtung Altstadt um dort noch Verpflegung einzukaufen, nach einem kurzen halt im Restaurant "Pom Dor" verlassen wir die schöne Stadt in Richtung Süden. Die Wanderung führt uns schon bald durch Wälder und über leuchtende Felder zum Anstieg auf den Sur la Croix. Die Abwechslung der Wege einmal hart einmal Weide oder Waldweg tut unseren untrainierten Füssen gut. Bei Pt. 884, Les Chainions erreichen wir die erste Jura Höhe auf unserer Tour ab hier verläuft der Weg mehrheitlich durch sehr schöne Wälder und stetig Bergab Richtung St. Ursanne. In Seleute empfehlen wir, im einzigen Restaurant einzukehren. Nach dem ersten Tag sind wir ziemlich geschafft und freuen uns die Wanderschuhe auszuziehen. Am Abend stösst noch Fränzi zu unserer Gruppe hinzu, um zwei Tage mit uns zu wandern.

Das Zimmer "Jardin" in der Villa Trümpy ist genau das richtige für eine Gruppe Wanderleute.

Zum Nachtessen waren wir im Hotel "de Boeuf" welches sehr zu empfehlen ist (Gut und Preiswert).
2. Tag | 19.5.12
Saint Ursanne–Soubey, Kt. JU

Die Nacht in der Villa Trümpy lässt unsere müden Füsse wieder fit werden. Leider war das Frühstück etwas verspätet und Wanderer mögen auch etwas Käse und Fleisch vertragen. In St. Ursanne lohnt es sich in der Bäckerei ein Ajoie Brot zu kaufen, sowieso empfiehlt es sich genügend Proviant einzukaufen die nächsten Einkaufsmöglichkeiten gibt's erst wieder in Saingnélegier. Die heutige Strecke verläuft mehrheitlich nahe dem Doubs, welcher fast lautlos dahin fliesst, in Tariche besteht die Möglichkeit mit der Fähre ans andere Ufer zu gelangen um im Restaurant einzukehren, entlang dem Ufer hat es auch zahlreiche Feuerstellen um selber etwas zu grillieren. In La Charbonnière wechselt der Wanderweg die Uferseite und der Hartbelag nimmt bis nach Soubey zu. Unser heutiges Nachtlager, ein kleines "Gaden" mit Matratzenlager beziehen wir in der Herberge "Bout du Pont" bei Familie Maitre, gleich bei der grünen Brücke. Die Leute sind sehr freundlich und bestens für Wanderer eingerichtet. Zum Nachtessen besuchten wir das Restaurant "Le Cerf", auch sehr gut und Preiswert mit sehr freundlicher Bedienung.
3. Tag | 20.5.12
Soubey–Goumois–Saignelégier, Kt. JU

Die Nacht mit heftigem Gewitter und im engen Schlafsack war nicht so erholsam wie sie sein könnte, umso besser war das Frühstück bei Familie Maitre, und dies alles sehr Preiswert. Die anstehende Etappe haben wir wegen den schweren Rucksäcken und der grossen Steigung abgeändert, wir wandern bis nach Goumois ca. 19 Km, die Strecke ist wiederum sehr abwechslungsreich und immer in der Nähe des Doubs, nach dem Mittagessen im Restaurant "DU DOUBS" (zu empfehlen sind "Fischknusperli") fahren wir mit dem Bus nach Saignelégier und feiern im Restaurant die ersten drei Etappen. Leider müssen wir hier Isabelle und Fränzi verabschieden. Zum Übernachten haben wir im "Centre de Loisirs" reserviert, das Zimmer ist sehr klein aber genügt für eine Nacht, mit Frühstück alles für Fr. 27.-- pro Person.
4. Tag | 21.5.12
Saignelégier–Saint Imier, Kt. JU/ BE

Der heutige Start beginnt mit eher trübem Wetter und tief hängendem Nebel mit leichtem Regen. Die Route führt über die Freiberge, bei Les Roselet vorbei an der Pferde Pension. Nach Les Breuleux verläuft der Weg zunehmend in den schönen Jurawäldern und über Wiesen bis hoch zum Mont Soleil (wo bleibt sie nur?). Interesseierte können hier die Technik der Windkraft und Solarenergie bestaunen und kennen lernen. Für den Abstieg nach St. Imier gibt es die Möglichkeit mit der Standseilbahn zu fahren, oder wie wir, zu Fuss den steilen rutschigen Weg zu gehen. Mit dem Abstieg zeigt sich dann auch etwas die Sonne, bei einer Rast kommen wir ins Gespräch mit einem älteren Wanderer, er ist auf demselben Weg wie wir läuft aber die ganze Strecke bis ins Tessin mit Vollpackung inkl. Verpflegung, Küche, Zelt usw.! In St. Imier logierten wir bei Familie Schafroth, Rue de la Cure 13, dieses B&B ist sehr zu empfehlen wir waren dort sehr gut aufgehoben und wurden zum Frühstück (mit Ei) auch sehr gut verpflegt, herzlichen Dank.
5. Tag | 22.5.12
Saint Imier–Chézard St.-Martin , Kt. BE / NE

Nach einer erholsamen Nacht im Doppelzimmer führt uns die heutige Etappe zuerst Richtung Süd-Westen im schmalen St-Immertal bis nach Renan, ab hier folgt ein steiler Aufstieg auf den Höhenzug des Chasserals. Leider ist uns auch heute die Fernsicht wegen Nebel verwehrt, bei schönem Wetter ist die Strecke über diesen Höhenzug sicher von einer sehr schönen Rundsicht über die Berner Alpen oder zurück über den Jura geprägt. Vergeblich freuen wir uns auch auf das Restaurant in Les Vieux Pres welches leider geschlossen ist, so bleibt uns nichts anderes übrig als auf Baumstämmen am Wegrand unser Picknick einzunehmen. Nach Les Vieux Pres folgt der Abstieg durch den Wald nach Chézard St.-Martin. Auch hier hatten wir grosses Glück mit unserer Unterkunft, B&B bei Familie Cuche, Rue Ami-Girard 13, schönes Zimmer, gute Betten und erstklassiges Frühstück. Zum Nachtessen waren wir im Croix Dor dort gibt es sehr feine Pferdesteak in einem schönen Restaurant.
6. Tag | 23.5.12
Chézard St.-Martin–Neuenburg–Mur VD , Kt. NE / VD

Mit der heutigen Etappe verlassen wir dann die ruhige Jura Landschaft und kommen der hektischen Zivilisation in der Stadt Neuenburg sehr nahe. Am Morgen (endlich mit Sonne) durchqueren wir das mit Raps- und Kornfeldern bedeckte "Val de Ruz" es ist wunderschön diesen gepflegten Feldern entlang zu gehen und die Stille der Natur zu geniessen. Auf der anderen Talseite unterhalb des Chaumont führt der Weg ab Fenin durch schönen Mischwald bis nach Les Cadolles oberhalb Neuenburg. Bei Valagin könnte man einen Abstecher in das schöne Regionalmuseum machen. Der Abstieg durch Neuenburg bis zum See ist steil und alles Hartbelag, wir sind froh sind wir unten! Mit dem Schiff überqueren wir bequem den Neuenburgersee. Kurz nach Coudrefin verlassen wir dann die Route wieder weil wir die nächste Übernachtung in Mur VD oberhalb des Murtensee gebucht haben. Im Eulenhof "Ferme du Hibou" werden wir von Familie Gaillet herzlich empfangen. Wir geniessen ein super Massenlager, die beste Verpflegung "Vully Kuchen" mit Wein vom Haus und einen unvergesslichen Ausblick auf den Murtensee. Auch hier lässt das Frühstück nach einer erholsamen Nacht nichts zu wünschen übrig! Besten Dank für alles.
7. Tag | 24.5.12
Mur VD–Murten , Kt. VD / FR

Die heutige Etappe beginnt mit einem Anstieg auf den Mont Vully wo wir beim Reduit vom 1. Weltkrieg wieder auf der Original Route weiter wandern. Das Wetter und die Rundsicht ist genau das was man brauchen kann, und so ist der "Vully" schon bald überquert und nach dem Abstieg durch die schönen Rebberge (mit der Erinnerung an den guten Wein von gestern Abend), gibt es in Sugiez einen wohlverdienten Halt im Rest. "La Bella Italia". Nach der Brücke über den Broyekanal folgt das schnurgerade Wegstück durch den "Chablais" am Murtensee, in Murten angelangt gibt es einmal mehr Picknick aus dem Rucksack und einer längeren Rast auf der Wiese am See, anschliessend machen wir den ersten Rundgang durch das schöne "Städtli", Durstlöschen darf natürlich auch nicht fehlen. Der letzte Kilometer zum Hof "Prähl" oberhalb Murten ist dann leicht geschafft, dort beziehen wir unsere letzte Unterkunft, ein zum Massenlager umgebauter Kuhstall, den kleinen Pool zum abkühlen dürfen wir auch benutzten. Am Abend begeben wir uns noch einmal nach Murten zum Nachtessen und besichtigen der Stadtmauer, den Abend abgerundet hat dann der Besuch im "Irisch-Pup" beim Treffen mit den lieben Frauen Marianne und Olivia (war ein gemütlicher Abend).
8. Tag 25.5.12
Murten–Thörishaus, Kt. FR / BE

Die Nacht im Kuhstall war dann rasch vorüber und wir machten uns nach dem reichhaltigen Frühstück um 9:30 Uhr auf die letzte Etappe Richtung Thörishaus. Diese Etappe war mit 22 Km die längste, Landschaftlich wiederum sehr abwechslungsreich mit schönen Bauerndörfern, Wäldern, Feldern und Gewässer, der schöne Rastplatz oder der kleine Zoo in der Nähe von Jeuss laden sehr zum verweilen ein. In Laupen machten wir einen Überraschungsbesuch bei Familie Weber. Margrit danken wir für die feine Zwischenverpflegung, und Walter für die gute Signalisation der Route in seinem Kreis sowie das Original TRANS SWISS TRAIL Schild. Ab Laupen (das schöne Städtchen ist auch ein Besuch wert) ist der Weg bis Thörishaus flach und führt stetig der Sense entlang sehr oft im Schatten von Uferbäumen. In Thörishaus werden wir bereits von Lotti mit einem sehr feinen "Zvieri" erwartet (Herzlichen Dank), so konnten wir die ersten acht erlebnisreichen Etappen des TRANS SWISS TRAIL feiern.
Zum Schluss möchten wir noch folgendes zu den vergangenen acht Tagen festhalten.

Die Signalisation der Route von Porrentruy bis Thörishaus ist hervorragend und lobenswert, bis Neuenburg könnte die Strecke nur anhand der gelben Schilder gelaufen werden. Die Freundlichkeit der Bevölkerung im ganzen Jura ist nennenswert und hat uns sehr gefreut, wir wurden bei allen Gastgebern sehr nett empfangen und waren "Tip Top" aufgehoben und verpflegt!

Das reservieren der Übernachtungsmöglichkeiten lohnt sich in weniger dicht besiedeltem Gebiet sicher, für kommende Etappen werden wir nur noch die ungefähren Etappenziele festlegen so können die Routen etwas verlängert werden, wir wären problemlos pro Tag ein bis drei Stunden länger gelaufen.

Eins ist sicher, sofern die Gesundheit mitmacht wandern wir weiter!

Erwin, Ruedi, Isabelle und Fränzi

Dieser Reisebericht liegt an:

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