55 ViaSuworow
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Wanderland

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Etappe 8, Hinter Klöntal–Glarus

Wegreportage
91 Fotos

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Dem zwischen mächtigen Felswänden liegenden Klöntalersee entlang führt der Weg hinunter nach Glarus. Wer im Klöntalsee ein Tauchgang wagt, findet vielleicht die russische Kriegskasse. Sie soll bei einem Angriff der Franzosen darin versenkt worden sein.
Die Verschiebung der gesamten Armee Suworows vom Muotatal ins Glarnerland dauerte insgesamt sechs Tage. Am 29. September 1799 machte sich zuerst Auffenberg mit seiner Brigade zum Marsch über den Pragel auf. Am Tag danach folgten General Bagration und die Division Schweikowski mit Suworow. In ständigen Kämpfen gegen die Franzosen verhinderten die Russen ein Nachstossen Massénas durchs Muotatal.

Von Hinter Klöntal aus führt ein Pfad im Fahrverbot der rechten Seeseite entlang. Schön spiegeln sich im klaren Wasser die gegenüberliegenden Berge Mutteristock und Schijen. Diverse Plätze am Ufer laden zum Verweilen ein. Nach etwas mehr als einer Stunde geht man leicht unterhalb an einer Steingruppe vorbei, dem Gessner-Denkmal. Das eigens von der Natur geschaffene Werk wurde 1788 dem Idylldichter und Maler Salomon Gessners von zwei Verehrern gewidmet. Unklar bleibt, ob sie damals tatsächlich Gessner ehren oder nicht vielmehr die eigene Verewigung erreichen wollten. So oder so: Das Klöntal gewann mit der Publikation dieser Geschichte 1789 mit einem Schlag an Popularität.

Zur Zeit Gessners und Suworows war der Klöntalersee noch wesentlich kleiner. Bei Seerüti fand in der Nacht vom 30. September auf den 1. Oktober eine weitere Schlacht statt. General Molitor rückte mit den Franzosen bis zum See vor. Russische Soldaten erstiegen in derselben Nacht die Berghänge links des Klöntalersees und versuchten den Franzosen über die Dejenalp in den Rücken zu fallen. Daraufhin wurden die Franzosen gezwungen, den Rückzug gegen Glarus und Netstal anzutreten. Sie entkamen mit knapper Not über eine Brücke bei Ennetbühls – und damit dem sicheren Verderben.

Bis Seerüti vergehen knapp zwei Wanderstunden. Ein schöner Pfad entlang des Baches führt vom hier talwärts in Richtung Glarus. Nach der Schlucht ums Chohlgrüebli öffnet sich das Gelände wieder. Kurz nach Staldengarten ist man zurück in der Zivilisation und bald auch in Glarus.

Suworow blieb drei Tage im Lager bei Glarus, also bis zur Ankunft seiner Arrièregarde am 4. Oktober. Hier wurde ein Kriegsrat abgehalten. Die zwei bzw. drei Ruhetage waren für die ausgehungerten und erschöpften Truppen mehr als notwendig. Kleidung und Schuhwerk waren in desolatem Zustand.

*Hintergrundinfos sowie Zitate Etappen 55.1-55.9: Alois Camenzind (1992), Maultiere machen Geschichte oder Suworows Krieg in den Schweizer Alpen im Jahre 1799, Luzern: Verlag Pro Libro Luzern GmbH
Dem zwischen mächtigen Felswänden liegenden Klöntalersee entlang führt der Weg hinunter nach Glarus. Wer im Klöntalsee ein Tauchgang wagt, findet vielleicht die russische Kriegskasse. Sie soll bei einem Angriff der Franzosen darin versenkt worden sein.
Die Verschiebung der gesamten Armee Suworows vom Muotatal ins Glarnerland dauerte insgesamt sechs Tage. Am 29. September 1799 machte sich zuerst Auffenberg mit seiner Brigade zum Marsch über den Pragel auf. Am Tag danach folgten General Bagration und die Division Schweikowski mit Suworow. In ständigen Kämpfen gegen die Franzosen verhinderten die Russen ein Nachstossen Massénas durchs Muotatal.

Von Hinter Klöntal aus führt ein Pfad im Fahrverbot der rechten Seeseite entlang. Schön spiegeln sich im klaren Wasser die gegenüberliegenden Berge Mutteristock und Schijen. Diverse Plätze am Ufer laden zum Verweilen ein. Nach etwas mehr als einer Stunde geht man leicht unterhalb an einer Steingruppe vorbei, dem Gessner-Denkmal. Das eigens von der Natur geschaffene Werk wurde 1788 dem Idylldichter und Maler Salomon Gessners von zwei Verehrern gewidmet. Unklar bleibt, ob sie damals tatsächlich Gessner ehren oder nicht vielmehr die eigene Verewigung erreichen wollten. So oder so: Das Klöntal gewann mit der Publikation dieser Geschichte 1789 mit einem Schlag an Popularität.

Zur Zeit Gessners und Suworows war der Klöntalersee noch wesentlich kleiner. Bei Seerüti fand in der Nacht vom 30. September auf den 1. Oktober eine weitere Schlacht statt. General Molitor rückte mit den Franzosen bis zum See vor. Russische Soldaten erstiegen in derselben Nacht die Berghänge links des Klöntalersees und versuchten den Franzosen über die Dejenalp in den Rücken zu fallen. Daraufhin wurden die Franzosen gezwungen, den Rückzug gegen Glarus und Netstal anzutreten. Sie entkamen mit knapper Not über eine Brücke bei Ennetbühls – und damit dem sicheren Verderben.

Bis Seerüti vergehen knapp zwei Wanderstunden. Ein schöner Pfad entlang des Baches führt vom hier talwärts in Richtung Glarus. Nach der Schlucht ums Chohlgrüebli öffnet sich das Gelände wieder. Kurz nach Staldengarten ist man zurück in der Zivilisation und bald auch in Glarus.

Suworow blieb drei Tage im Lager bei Glarus, also bis zur Ankunft seiner Arrièregarde am 4. Oktober. Hier wurde ein Kriegsrat abgehalten. Die zwei bzw. drei Ruhetage waren für die ausgehungerten und erschöpften Truppen mehr als notwendig. Kleidung und Schuhwerk waren in desolatem Zustand.

*Hintergrundinfos sowie Zitate Etappen 55.1-55.9: Alois Camenzind (1992), Maultiere machen Geschichte oder Suworows Krieg in den Schweizer Alpen im Jahre 1799, Luzern: Verlag Pro Libro Luzern GmbH
14 km
180 m | 560 m
3 h 35 min
leicht (Wanderweg) | mittel

Anreise | Rückreise

Anreise / Rückreise Klöntal, Plätz
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Unterwegs …

Glarus: Klöntalersee - Seeweg
Dauer
Bis auf Weiteres
Grund
Andere
Infolge grosser Schneemenge in den höheren Lagen bleibt der Wanderweg aus Sicherheitsgründen bis im Frühling/Frühsommer 2023 gesperrt.
Status
validiert
Datenquelle: Schweizer Wanderwege und kantonale Wanderweg-Fachorganisationen

Anreise | Rückreise

Kontakt

Betreuung Signalisation
Die Signalisation wird im Auftrag der Gemeinden durch die kantonale Wanderweg-Organisation betreut.
Glarner Wanderwege
Niederrüti 54
8762 Schwändi
daniel.zimmermann@nipo.ch
www.glarnerwanderwege.ch

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