55 ViaSuworow
55 ViaSuworow

Wanderland

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ViaSuworow

Etappe 5, Altdorf–Biel-Chinzig

Wegreportage
53 Fotos

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ViaSuworow

Am Urnersee gab es für Suworow kein Weiterkommen. Die Franzosen hatten alle Schiffe beschlagnahmt. So folgt auch die ViaSuworow der Route der Russen von Altdorf ins Schächental, wo gepflästerte und mit Trockenmauern eingefasste Viehwege nach Biel-Chinzig führen.
Am 26. September 1799 kam Suworow mit seinen Truppen in Altdorf an. Die bedrohlichen Berge und düsteren Schluchten traten hier, in der breiten Talebene, in den Hintergrund. Allerdings hatte es nicht die ganze Armee bis nach Altdorf geschafft, viele Soldaten waren von den Strapazen erschöpft. Hinzu kam der Hunger. Der Tross mit der Verpflegung war zurückgeblieben, das Land war von den Franzosen weitgehend geplündert worden.

Die fünfte Etappe der ViaSuworow widmet sich zuerst aber dem Schweizer Nationalhelden: Sie startet beim Telldenkmal mitten in Altdorf. Die 1895 eingeweihte Bronzestatue präsentiert Wilhelm Tell mit geschulterter Armbrust zusammen mit seinem Sohn Walter. Kurz durch die Altstadt und vorbei am Gewerbegebiet von Altdorf wird nach etwa einer halben Stunde Bürglen erreicht. Die schöne Marienkirche von «burgulione» wurde 817 erstmals urkundlich erwähnt. Der Name Bürglen kommt vom lateinischen Burgus (Burg). Gleich neben der Kirche befindet sich das Tellmuseum. Weiter durch Wohnquartiere und Trockensteinmauern kommt man nach einer weiteren Stunde in Brügg an.

Suworow hatte keine Möglichkeit, von Altdorf via Flüelen auf direktem Weg nach Schwyz bzw. Luzern zu marschieren. Die einzige Verbindung wäre der See gewesen, doch sämtliche Schiffe waren von den Franzosen weggeführt worden. Deshalb brach er, trotz übermüdeter Truppen, am folgenden Tag ins Muotathal auf. In der Nacht auf den 27. September hat es geregnet und es war kalt. In höheren Lagen fiel sogar etwas Schnee. Beachtlich, dass Suworow seine erschöpfte und hungernde Truppe über den Pass befahl. Denn auch die Ausrüstung, insbesondere das Schuhwerk, hatte bis nach Altdorf arg gelitten.

Mit heutigen Wanderschuhen ist man deutlich komfortabler unterwegs. Für rund 45 Minuten führt der Weg noch im Tal der Schächen entlang nach Gründli. Hier beginnt dann der teilweise steile Aufstieg über knapp 900 Höhenmeter. Schöne Pfade und Viehwege, teils eingefasst von alten Trockensteinmauern oder einem Stegelzaun, führen hinauf auf über 1600 m.ü.M.. Die Begleitung: eine herrliche Aussicht übers Reusstal und die umliegenden Gipfel Tödi, Gross Windgällen und Gross Spannort. Ziel der Etappe ist die Sonnenterrasse in Biel-Chinzig.

*Hintergrundinfos sowie Zitate Etappen 55.1-55.9: Alois Camenzind (1992), Maultiere machen Geschichte oder Suworows Krieg in den Schweizer Alpen im Jahre 1799, Luzern: Verlag Pro Libro Luzern GmbH
Am Urnersee gab es für Suworow kein Weiterkommen. Die Franzosen hatten alle Schiffe beschlagnahmt. So folgt auch die ViaSuworow der Route der Russen von Altdorf ins Schächental, wo gepflästerte und mit Trockenmauern eingefasste Viehwege nach Biel-Chinzig führen.
Am 26. September 1799 kam Suworow mit seinen Truppen in Altdorf an. Die bedrohlichen Berge und düsteren Schluchten traten hier, in der breiten Talebene, in den Hintergrund. Allerdings hatte es nicht die ganze Armee bis nach Altdorf geschafft, viele Soldaten waren von den Strapazen erschöpft. Hinzu kam der Hunger. Der Tross mit der Verpflegung war zurückgeblieben, das Land war von den Franzosen weitgehend geplündert worden.

Die fünfte Etappe der ViaSuworow widmet sich zuerst aber dem Schweizer Nationalhelden: Sie startet beim Telldenkmal mitten in Altdorf. Die 1895 eingeweihte Bronzestatue präsentiert Wilhelm Tell mit geschulterter Armbrust zusammen mit seinem Sohn Walter. Kurz durch die Altstadt und vorbei am Gewerbegebiet von Altdorf wird nach etwa einer halben Stunde Bürglen erreicht. Die schöne Marienkirche von «burgulione» wurde 817 erstmals urkundlich erwähnt. Der Name Bürglen kommt vom lateinischen Burgus (Burg). Gleich neben der Kirche befindet sich das Tellmuseum. Weiter durch Wohnquartiere und Trockensteinmauern kommt man nach einer weiteren Stunde in Brügg an.

Suworow hatte keine Möglichkeit, von Altdorf via Flüelen auf direktem Weg nach Schwyz bzw. Luzern zu marschieren. Die einzige Verbindung wäre der See gewesen, doch sämtliche Schiffe waren von den Franzosen weggeführt worden. Deshalb brach er, trotz übermüdeter Truppen, am folgenden Tag ins Muotathal auf. In der Nacht auf den 27. September hat es geregnet und es war kalt. In höheren Lagen fiel sogar etwas Schnee. Beachtlich, dass Suworow seine erschöpfte und hungernde Truppe über den Pass befahl. Denn auch die Ausrüstung, insbesondere das Schuhwerk, hatte bis nach Altdorf arg gelitten.

Mit heutigen Wanderschuhen ist man deutlich komfortabler unterwegs. Für rund 45 Minuten führt der Weg noch im Tal der Schächen entlang nach Gründli. Hier beginnt dann der teilweise steile Aufstieg über knapp 900 Höhenmeter. Schöne Pfade und Viehwege, teils eingefasst von alten Trockensteinmauern oder einem Stegelzaun, führen hinauf auf über 1600 m.ü.M.. Die Begleitung: eine herrliche Aussicht übers Reusstal und die umliegenden Gipfel Tödi, Gross Windgällen und Gross Spannort. Ziel der Etappe ist die Sonnenterrasse in Biel-Chinzig.

*Hintergrundinfos sowie Zitate Etappen 55.1-55.9: Alois Camenzind (1992), Maultiere machen Geschichte oder Suworows Krieg in den Schweizer Alpen im Jahre 1799, Luzern: Verlag Pro Libro Luzern GmbH
10 km
1300 m | 150 m
4 h 30 min
mittel (Bergwanderweg) | schwer

Anreise | Rückreise

Unterwegs …

Einsparung Höhenmeter
Zwischen Brügg (Bürglen UR) (Seilbahn) und Biel (Kinzig) verkehrt eine Seilbahn, mit der sich ca. 1000 Höhenmeter einsparen lassen.
Einsparung Höhenmeter
Zwischen Spiringen, Witerschwanden und Kesselberg verkehrt eine Seilbahn, mit der sich ca. 700 Höhenmeter einsparen lassen.

Anreise | Rückreise

Anreise / Rückreise Biel (Kinzig)
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www.urnerwanderwege.ch

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