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Wanderland

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Etappe 9, Wassen–Andermatt

Wegreportage
84 Fotos

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Scharf bewacht vom Teufel führt die Wanderung von Wassen nach Göschenen und durch das Nadelöhr der Schöllenenschlucht nach Andermatt. Eine Abfolge historischer Wegtrassees, Brücken, Zollstationen und Herbergen macht den vormodernen Verkehr erlebbar.
Die historische Wanderung nach Andermatt beginnt im Wassen, bekannt für sein «Chileli». Seit der Eröffnung der Gotthardbahn im Jahr 1882 ist es ein Wahrzeichen für die Fahrt in den Süden, auf welcher man das barocke Kirchlein dreimal aus einer anderen Perspektive erblickt. Schön ist auch die Perspektive auf die Stein- und Holzhäuser sowie den prächtigen Brunnen, der Wassens Dorfplatz dominiert. Zweimal kurz entlang der Autostrasse, verlässt man diese bald endgültig und wandert leicht oberhalb der Reuss. Direkt oberhalb der Autobahn steht man bei Fusterblacken. Wenig später weicht der Pfad einer Schotterstrasse. Bis Göschenen wird der Bahnlinie gefolgt.

Göschenen, zuoberst gelegen im Urner Reusstal, kennen die meisten lediglich von der Durchreise. Sehr belebt war das Dorf zwischen 1872 und 1882 und erneut fast hundert Jahre später, von 1970 bis 1980. Damals wurden der längste Eisenbahntunnel der Welt und später der längste Autobahntunnel gebaut. Tausende Gastarbeiter kamen hierfür ins Dorf. Abseits der grossen Verkehrsströme erstreckt sich weiter westlich das Göscheneralptal, ein landschaftlich wunderschönes Erholungsgebiet mit Stausee, Mooren, Tümpeln und dem 3630 Meter hohen Dammastock.

Jetzt geht’s in die Schöllenenschlucht und kurz darauf über die schöne, dreibogige Häderlisbrücke aus Stein. Gewandert wird direkt oberhalb der Autostrasse, während die Reuss immer wilder durchs Tal tost. Nach den letzten Kehren ist schon von Weitem das Denkmal für General Suworow zu sehen, der die Russen 1799 trotz Gegenwehr der Franzosen erfolgreich durch die Schöllenenschlucht führte. Gleich darauf folgt die bekannte Teufelsbrücke. Um 1200 glückte den Urschnern – wer weiss, vielleicht gar mit Hilfe des Teufels – eine Meisterleistung: Mit dem Bau der Teufelsbrücke bezwangen sie die bislang als unpassierbar geltende Schlucht. 1595 wurde die hölzerne Brücke durch einen Steinbau ersetzt. Lohnenswert: der kurze Umweg von etwa 15 Minuten durch den Militärschacht und oberhalb der Teufelsbrücke vorbei. Ziel der Etappe ist Andermatt am Fusse des Oberalppasses.
Scharf bewacht vom Teufel führt die Wanderung von Wassen nach Göschenen und durch das Nadelöhr der Schöllenenschlucht nach Andermatt. Eine Abfolge historischer Wegtrassees, Brücken, Zollstationen und Herbergen macht den vormodernen Verkehr erlebbar.
Die historische Wanderung nach Andermatt beginnt im Wassen, bekannt für sein «Chileli». Seit der Eröffnung der Gotthardbahn im Jahr 1882 ist es ein Wahrzeichen für die Fahrt in den Süden, auf welcher man das barocke Kirchlein dreimal aus einer anderen Perspektive erblickt. Schön ist auch die Perspektive auf die Stein- und Holzhäuser sowie den prächtigen Brunnen, der Wassens Dorfplatz dominiert. Zweimal kurz entlang der Autostrasse, verlässt man diese bald endgültig und wandert leicht oberhalb der Reuss. Direkt oberhalb der Autobahn steht man bei Fusterblacken. Wenig später weicht der Pfad einer Schotterstrasse. Bis Göschenen wird der Bahnlinie gefolgt.

Göschenen, zuoberst gelegen im Urner Reusstal, kennen die meisten lediglich von der Durchreise. Sehr belebt war das Dorf zwischen 1872 und 1882 und erneut fast hundert Jahre später, von 1970 bis 1980. Damals wurden der längste Eisenbahntunnel der Welt und später der längste Autobahntunnel gebaut. Tausende Gastarbeiter kamen hierfür ins Dorf. Abseits der grossen Verkehrsströme erstreckt sich weiter westlich das Göscheneralptal, ein landschaftlich wunderschönes Erholungsgebiet mit Stausee, Mooren, Tümpeln und dem 3630 Meter hohen Dammastock.

Jetzt geht’s in die Schöllenenschlucht und kurz darauf über die schöne, dreibogige Häderlisbrücke aus Stein. Gewandert wird direkt oberhalb der Autostrasse, während die Reuss immer wilder durchs Tal tost. Nach den letzten Kehren ist schon von Weitem das Denkmal für General Suworow zu sehen, der die Russen 1799 trotz Gegenwehr der Franzosen erfolgreich durch die Schöllenenschlucht führte. Gleich darauf folgt die bekannte Teufelsbrücke. Um 1200 glückte den Urschnern – wer weiss, vielleicht gar mit Hilfe des Teufels – eine Meisterleistung: Mit dem Bau der Teufelsbrücke bezwangen sie die bislang als unpassierbar geltende Schlucht. 1595 wurde die hölzerne Brücke durch einen Steinbau ersetzt. Lohnenswert: der kurze Umweg von etwa 15 Minuten durch den Militärschacht und oberhalb der Teufelsbrücke vorbei. Ziel der Etappe ist Andermatt am Fusse des Oberalppasses.
10 km
680 m | 150 m
3 h 10 min
leicht (Wanderweg) | mittel

Anreise | Rückreise

Anreise / Rückreise Wassen, Dorf
Fahrplan SBB Haltestelle und Route auf Karte zeigen

Unterwegs …

Aufstieg Schöllenen
231
Aufstieg Schöllenen
Empfehlung Bahn, Bus, Schiff
Erstfeld–Andermatt via Göschenen, Bahnhof
oder
Andermatt–Erstfeld via Göschenen, Bahnhof
Grund: eingesparte Höhenmeter ca. 970m.
Fahrplan SBB
Wintersperrung: Wassen-Göschenen
Dauer
16.11.2020 - 21.05.2021
Grund
Andere
Über die Wintermonate werden die Wanderwegbrücken im Naxtal und Neiselental demontiert. Der Wegabschnitt Wassen - Göschenen ist gesperrt. Da in höheren Lagen im Frühling noch grosse Mengen Schnee liegen, kann die Wintersperre bis Mitte Mai andauern.
Status
validiert
Mehr
Datenquelle: Schweizer Wanderwege und kantonale Wanderweg-Fachorganisationen

Anreise | Rückreise

Anreise / Rückreise Andermatt
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Unterwegs …

Wintersperre: Andermatt-Göschenen
Dauer
04.11.2020 - 21.05.2021
Grund
Andere
Auf dem Bergwanderweg Andermatt-Göschenen wurden die Brücken und Absturzsicherungen demontiert. Der Abschnitt Färschenkehr-Galerie Nasse Kehle ist über die Wintermonate gesperrt.
Status
validiert
Datenquelle: Schweizer Wanderwege und kantonale Wanderweg-Fachorganisationen

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