6 Alpenpässe-Weg
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Wanderland

etappe-01291

Alpenpässe-Weg

Etappe 12, Cap. Cadagno–Airolo

Wegreportage
41 Fotos

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Alpenpässe-Weg

Zwei aussergewöhnliche Seen zum Start: Der fischreiche Lago Cadagno mit seinen unterschiedlichen Wasserschichten, dann der türkis schimmernde Lago Ritom. Zu Fuss auf Saumpfaden oder mit einer der steilsten Standseilbahnen der Welt geht es hinunter in die Leventina.
Etwas unterhalb der Cadagno-Hütte liegt der idyllische Lago Cadagno mit seinem Wasserfall. Der 21 Meter tiefe See ist mit seiner Schichtung ein Naturphänomen: Zwei verschieden zusammengesetzte Wasserschichten liegen hier übereinander. Die untere ist frei von Sauerstoff, aber reich an gelösten Salzen. Die obere Schicht hingegen ist reich an Sauerstoff und arm an Mineralsalzen. Zwischen den beiden Schichten entwickeln sich phototrophe Bakterien, welche dem Wasser eine rote Färbung verleihen. Sie bilden zudem einen biologischen Filter, der eine Vermischung der Schichten verhindert. Es lohnt sich also ein kleiner Abstecher, um den See genauer zu betrachten.

Weiter hinunter zum Lago Ritom schlagen Murmeltiere Alarm und die Wasserfallkaskade Murinascia Grande tost. Dem Seeufer entlang durch den schönen Lärchen- und Arvenwald erreicht man den Staudamm. Seit dessen Erhöhung 1953 können 49 Mio. km3 Wasser genutzt werden. Dies reicht für eine mittlere, jährliche Produktion von 150 Mio. kWh. Oder anders formuliert: Damit könnten 10'000 Güterzüge von Bellinzona nach Arth-Goldau befördert werden. Vom See aus wandert man steil bergab nach Altanca und danach mehrheitlich der Autostrasse entlang. Etwa in der Mitte des Abstiegs quert man die Ritom Standseilbahn, welche mit einer maximalen Steigung von 87.8% eine der steilsten Standseilbahnen der Welt ist.

Nach Brugnasco weicht die Strasse einem Pfad bis Madrano. Die beiden Dörfer verbindet ein alter Saumweg, einige Abschnitte sind asphaltiert. Fundstücke von einem römischen Friedhof aus dem 2./3. Jahrhundert n. Chr. weisen darauf hin, dass in der Gegend einst mit Kristallen gehandelt wurde, die vermutlich in der Glasfabrik Muralto verarbeitet wurden. Leicht unterhalb von Madrano führt der Saumpfad Richtung Wildbach Canaria. Er ist mit unregelmässigen Steinen gepflastert und wird stellenweise von einer Trockenmauer flankiert. Wenig später endet die Etappe in Airolo auf 1175 m.ü.M. Das Dorf am südlichen Fuss des Gotthardpasses ist Standort der beiden Südportale des Gotthard-Eisenbahn- und des Autobahntunnels. Zu Unrecht ist es oft nur als Transitort bekannt. Die Region ist ein ausgezeichnetes Wandergebiet mit intakten Dörfern, idyllischen Bergseen und kulturhistorischen Sehenswürdigkeiten.
Zwei aussergewöhnliche Seen zum Start: Der fischreiche Lago Cadagno mit seinen unterschiedlichen Wasserschichten, dann der türkis schimmernde Lago Ritom. Zu Fuss auf Saumpfaden oder mit einer der steilsten Standseilbahnen der Welt geht es hinunter in die Leventina.
Etwas unterhalb der Cadagno-Hütte liegt der idyllische Lago Cadagno mit seinem Wasserfall. Der 21 Meter tiefe See ist mit seiner Schichtung ein Naturphänomen: Zwei verschieden zusammengesetzte Wasserschichten liegen hier übereinander. Die untere ist frei von Sauerstoff, aber reich an gelösten Salzen. Die obere Schicht hingegen ist reich an Sauerstoff und arm an Mineralsalzen. Zwischen den beiden Schichten entwickeln sich phototrophe Bakterien, welche dem Wasser eine rote Färbung verleihen. Sie bilden zudem einen biologischen Filter, der eine Vermischung der Schichten verhindert. Es lohnt sich also ein kleiner Abstecher, um den See genauer zu betrachten.

Weiter hinunter zum Lago Ritom schlagen Murmeltiere Alarm und die Wasserfallkaskade Murinascia Grande tost. Dem Seeufer entlang durch den schönen Lärchen- und Arvenwald erreicht man den Staudamm. Seit dessen Erhöhung 1953 können 49 Mio. km3 Wasser genutzt werden. Dies reicht für eine mittlere, jährliche Produktion von 150 Mio. kWh. Oder anders formuliert: Damit könnten 10'000 Güterzüge von Bellinzona nach Arth-Goldau befördert werden. Vom See aus wandert man steil bergab nach Altanca und danach mehrheitlich der Autostrasse entlang. Etwa in der Mitte des Abstiegs quert man die Ritom Standseilbahn, welche mit einer maximalen Steigung von 87.8% eine der steilsten Standseilbahnen der Welt ist.

Nach Brugnasco weicht die Strasse einem Pfad bis Madrano. Die beiden Dörfer verbindet ein alter Saumweg, einige Abschnitte sind asphaltiert. Fundstücke von einem römischen Friedhof aus dem 2./3. Jahrhundert n. Chr. weisen darauf hin, dass in der Gegend einst mit Kristallen gehandelt wurde, die vermutlich in der Glasfabrik Muralto verarbeitet wurden. Leicht unterhalb von Madrano führt der Saumpfad Richtung Wildbach Canaria. Er ist mit unregelmässigen Steinen gepflastert und wird stellenweise von einer Trockenmauer flankiert. Wenig später endet die Etappe in Airolo auf 1175 m.ü.M. Das Dorf am südlichen Fuss des Gotthardpasses ist Standort der beiden Südportale des Gotthard-Eisenbahn- und des Autobahntunnels. Zu Unrecht ist es oft nur als Transitort bekannt. Die Region ist ein ausgezeichnetes Wandergebiet mit intakten Dörfern, idyllischen Bergseen und kulturhistorischen Sehenswürdigkeiten.
14 km
260 m | 1100 m
4 h 00 min
mittel (Bergwanderweg) | schwer

Saison

Saison
Achtung: Auf hoch gelegenen Abschnitten sind Schneefelder bis in die Sommermonate möglich.

Unterwegs …

Einsparung Höhenmeter
Zwischen Piora und Airolo verkehrt eine Standseilbahn/ein Bus, mit der/dem sich ca. 650 Höhenmeter einsparen lassen.

Anreise | Rückreise

Kontakt

Betreuung Signalisation
Die Signalisation wird im Auftrag des Kantons durch die kantonale Wanderweg-Organisation betreut.
Ticino Sentieri
Via A. Giovannini 3
6710 Biasca
info@ticinosentieri.ch
www.ticinosentieri.ch

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Capanna Cadagno
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Rifugio Lago Ritom – Berghaus
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Capanna Föisc
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6 Alpenpässe-Weg: Vella - Rodi
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Orte

Airolo
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Sehenswürdigkeiten

Naturlehrpfad Lago Ritom
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Standseilbahn Ritom
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Airolo, Ressiga–Madrano
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Schaukäserei del Gottardo
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