6 Graubünden-Route
6 Graubünden-Route

Veloland

etappe-0884

Graubünden-Route

Etappe 2, Thusis–Bergün

Wegreportage
62 Fotos

VL_006_02_P1100555_R_F_M.jpg
etappe-0884

Graubünden-Route

Wild und steil geht’s durch die Schinschlucht nach Tiefencastel. Später leichtfüssig und gemütlich durch das Alvaneuer Albulatal, wo Schwefelquellen Linderung versprechen. Hoch oben auf dem gekrümmten Landwasserviadukt: die roten Wagen der Rhätischen Bahn.
Durch eine Feuerbrunst wurde Thusis 1845 fast komplett zerstört. Die evangelische Pfarrkirche stammt noch aus dem Jahr 1506. Als Marktort hat das Dorf eine lange Tradition, war doch bereits der Walserweg nach Thusis für die Safier von grosser Bedeutung. Lässt man Thusis und Sils im Domleschg hinter sich, blickt man bald auf die Burg Ehrenfels hinab. Deren Turm stammt vermutlich aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts. So imposant die Fahrt durch die Schinschlucht auch sein mag: Kinderfreundlich ist die Hauptstrasse nicht. Dafür gespickt mit abenteuerlichen Tunnels. Eine wahre Augenweide ist der Soliser Viadukt, welcher den Fluss Albula auf einer Höhe von 85 und einer Länge von 164 Metern überspannt. Die «UNESCO-Welterbe Rhätische Bahn» führt hier direkt durch den grössten Naturpark der Schweiz, den Parc Ela.

Zum Parc Ela gehören neun Dörfer mit Ortsbildern von nationaler Bedeutung. Eines davon ist Alvaschein: Steil führt der Veloweg hinauf ins Terrassendorf hoch über der Albula, der Solisbrücke und der Kirche St. Peter in Mistail. Was steil hinauf führt, führt ebenso hinab: Tief unten im Tal liegt Tiefencastel mit seinem Römerkastell Imacastra, zwischen den quirligen Flüssen Albula und Gelgia (Julia). Die schwefelhaltigen Quellen von Bad Alvaneu gehören zu den bedeutendsten der Schweiz. In den Heilquellen kann man Dampf- und Sprudelbaden bis die Haut schrumpelig wird. Eher rumpelig fühlt es sich auf dem traumhaft schönen Wald- und Flussabschnitt zwischen Surava und Bellaluna an. An der Alvra, wie die Albula auf Rätoromanisch heisst, macht das Velofahren richtig Spass. Insbesondere wenn sich am «Wasserweg» die Kunstschaffenden mit ihren ausgestellten Werken von der kreativen Seite zeigen. Wie beim Landwasserviadukt zu Filisur, dem meistfotografierten Kunstwerk der Rhätischen Bahn: Auf 65 Metern hohen Pfeilern balancierend, schmiegt sich die «kleine Rote» anmutig Richtung Landwassertunnel. Mit sich nach oben verjüngenden Pfeilern zählt das Viadukt zu den elegantesten Brückenkonstruktionen der Schweiz.

Schweizer Geschichte schrieb im Mittelalter auch das erste Industriezentrum Graubündens. Dem Waldreichtum des Albulatales war es zu verdanken, dass in Bellaluna, in einer Erzverhüttungsstätte, qualmender Rauch aus Kohlenmeilern Richtung Himmel zog. Das Bergbauwesen in Bellaluna wurde Mitte des 19. Jahrhunderts wieder aufgegeben. Die Ruinen der ehemaligen Anlage liegen direkt an der Velostrecke und sind kaum zu übersehen. Ziemlich archaisch und sichtlich anders als zuvor an der Albula, mutet der letzte Teil der Velostrecke an. Aufwärtsstrampelnd und schnaufend erreicht man schliesslich das intakte Bergdorf Bergün, am Fusse des Albulapasses. Bündnerische Pizokels (Teigwarenspezialität), Maluns (Kartoffelgericht) oder Capuns (Gericht aus Spätzliteig) hat man sich jetzt verdient!
Wild und steil geht’s durch die Schinschlucht nach Tiefencastel. Später leichtfüssig und gemütlich durch das Alvaneuer Albulatal, wo Schwefelquellen Linderung versprechen. Hoch oben auf dem gekrümmten Landwasserviadukt: die roten Wagen der Rhätischen Bahn.
Durch eine Feuerbrunst wurde Thusis 1845 fast komplett zerstört. Die evangelische Pfarrkirche stammt noch aus dem Jahr 1506. Als Marktort hat das Dorf eine lange Tradition, war doch bereits der Walserweg nach Thusis für die Safier von grosser Bedeutung. Lässt man Thusis und Sils im Domleschg hinter sich, blickt man bald auf die Burg Ehrenfels hinab. Deren Turm stammt vermutlich aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts. So imposant die Fahrt durch die Schinschlucht auch sein mag: Kinderfreundlich ist die Hauptstrasse nicht. Dafür gespickt mit abenteuerlichen Tunnels. Eine wahre Augenweide ist der Soliser Viadukt, welcher den Fluss Albula auf einer Höhe von 85 und einer Länge von 164 Metern überspannt. Die «UNESCO-Welterbe Rhätische Bahn» führt hier direkt durch den grössten Naturpark der Schweiz, den Parc Ela.

Zum Parc Ela gehören neun Dörfer mit Ortsbildern von nationaler Bedeutung. Eines davon ist Alvaschein: Steil führt der Veloweg hinauf ins Terrassendorf hoch über der Albula, der Solisbrücke und der Kirche St. Peter in Mistail. Was steil hinauf führt, führt ebenso hinab: Tief unten im Tal liegt Tiefencastel mit seinem Römerkastell Imacastra, zwischen den quirligen Flüssen Albula und Gelgia (Julia). Die schwefelhaltigen Quellen von Bad Alvaneu gehören zu den bedeutendsten der Schweiz. In den Heilquellen kann man Dampf- und Sprudelbaden bis die Haut schrumpelig wird. Eher rumpelig fühlt es sich auf dem traumhaft schönen Wald- und Flussabschnitt zwischen Surava und Bellaluna an. An der Alvra, wie die Albula auf Rätoromanisch heisst, macht das Velofahren richtig Spass. Insbesondere wenn sich am «Wasserweg» die Kunstschaffenden mit ihren ausgestellten Werken von der kreativen Seite zeigen. Wie beim Landwasserviadukt zu Filisur, dem meistfotografierten Kunstwerk der Rhätischen Bahn: Auf 65 Metern hohen Pfeilern balancierend, schmiegt sich die «kleine Rote» anmutig Richtung Landwassertunnel. Mit sich nach oben verjüngenden Pfeilern zählt das Viadukt zu den elegantesten Brückenkonstruktionen der Schweiz.

Schweizer Geschichte schrieb im Mittelalter auch das erste Industriezentrum Graubündens. Dem Waldreichtum des Albulatales war es zu verdanken, dass in Bellaluna, in einer Erzverhüttungsstätte, qualmender Rauch aus Kohlenmeilern Richtung Himmel zog. Das Bergbauwesen in Bellaluna wurde Mitte des 19. Jahrhunderts wieder aufgegeben. Die Ruinen der ehemaligen Anlage liegen direkt an der Velostrecke und sind kaum zu übersehen. Ziemlich archaisch und sichtlich anders als zuvor an der Albula, mutet der letzte Teil der Velostrecke an. Aufwärtsstrampelnd und schnaufend erreicht man schliesslich das intakte Bergdorf Bergün, am Fusse des Albulapasses. Bündnerische Pizokels (Teigwarenspezialität), Maluns (Kartoffelgericht) oder Capuns (Gericht aus Spätzliteig) hat man sich jetzt verdient!
30 km
Asphalt: 23 km
Naturbelag: 7 km
950 m | 260 m
schwer

Anreise | Rückreise

Unterwegs …

Verkehrsaufkommen
Achtung: Verkehrsreiche Hauptstrasse Thusis–Tiefencastel (gefährliche Tunnels in der Schinschlucht, Velolicht einschalten), beachten Sie die Bahnempfehlung Nr. 50. Alternative: Zwischen Thusis und Tiefencastel eignet sich für sportliche Velofahrer mit robusten Velos auch die Mountainbikeland-Route 90 (steile Abschnitte, nicht asphaltiert).
Verlad Thusis–Tiefencastel
49
Verlad Thusis–Tiefencastel
Empfehlung Bahn, Bus, Schiff
Thusis–Tiefencastel
oder
Tiefencastel–Thusis
Grund: gefährliche Strecke, Kantonsstrasse mit Tunnels. Eingesparte Höhenmeter Thusis–Tiefencastel 400m, Tiefencastel–Thusis 140m.
Velotransport: Platzzahl beschränkt.
Fahrplan SBB
Aufstieg Albulapass
53
Aufstieg Albulapass
Empfehlung Bahn, Bus, Schiff
Thusis–Samedan
Grund: gefährliche Strecke Thusis–Tiefencastel, Kantonsstrasse mit Tunnels. Eingesparte Höhenmeter ca. 1800m.
Velotransport: Platzzahl beschränkt.
Fahrplan SBB

Hinweise

Velofahren in Schweizer Pärken
Die wilde und steile Schinschlucht führt nach Tiefencastel und damit in den Parc Ela, den grössten Naturpark der Schweiz. Hier fliessen Wasser in alle Himmelsrichtungen, hinterliessen Saurier ihre Spuren in den Felsen und sind drei Sprachen lebendig.
Mehr

Anreise | Rückreise

Anreise / Rückreise Bergün/Bravuogn
Fahrplan SBB Haltestelle und Route auf Karte zeigen

Services

Übernachten

BnB Rohrbach
BnB Rohrbach
Rodels
TCS Camping Thusis - Viamala
TCS Camping Thusis - Viamala
Thusis
Hotel Weiss Kreuz Thusis AG
Hotel Weiss Kreuz Thusis AG
Thusis
Jugendherberge Sils i. D. (nur für Gruppen)
Jugendherberge Sils i. D. (nur für Gruppen)
Sils im Domleschg
Hotel Albula & Julier
Hotel Albula & Julier
Tiefencastel
Hotel Rätia
Hotel Rätia
Tiefencastel
Hotel Restaurant Rätia
Hotel Restaurant Rätia
Filisur
Chamonas d'Ela CAS
Chamonas d'Ela CAS
Filisur
Hotel Grischuna
Hotel Grischuna
Filisur
Hotel Weisses Kreuz
Hotel Weisses Kreuz
Bergün/Bravuogn
Hotel Bellevue Wiesen
Hotel Bellevue Wiesen
Davos Wiesen
alle zeigen

Buchbare Angebote

Graubünden Route Ost: Chur- Scoul
Graubünden Route Ost: Chur- Scoul
alle zeigen

Orte

Obermutten
Obermutten
Thusis
Thusis
Tiefencastel
Tiefencastel
Bergün - Albula
Bergün - Albula
Filisur
Filisur
alle zeigen

Sehenswürdigkeiten

Parc Ela
Parc Ela
Burg Hohen Rätien
Burg Hohen Rätien
Pumppark Sils i.D.
Pumppark Sils i.D.
Der Alte Schin – ein grässliches Tobel
Der Alte Schin – ein grässliches Tobel
Burgruine Belfort
Burgruine Belfort
Kirche St. Peter Mistail
Kirche St. Peter Mistail
Landwasserviadukt
Landwasserviadukt
Bahnmuseum Albula - Zeitreise in Bergün
Bahnmuseum Albula - Zeitreise in Bergün
Evangelische Kirche Stuls
Evangelische Kirche Stuls
alle zeigen

Schwimmen

Bad Alvaneu
Bad Alvaneu
alle zeigen