5 Mittelland-Route
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Veloland

etappe-01051

Mittelland-Route

Etappe 7, Yverdon–Lausanne

Wegreportage
40 Fotos

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Mittelland-Route

Flach und fruchtbar: die Plaine de l’Orbe, eingerahmt von römischen Mosaiken und dem Waadtländer Hügelland. In Mormont die Wasserscheide von Rhone und Rhein. Szenenwechsel vom wilden Bach der Venoge an das silbrige, kleine «Meer», den Lac Léman.
Ursprünglich war Yverdon eine keltische Siedlung. Der Name wurde erst 1982 offiziell in «Yverdon-les-Bains» umbenannt. Dank der Thermalbäder, die bereits die Römer nutzten, ist die Stadt heute ein Anziehungspunkt für Kur- und Badegäste. 1804 verlegte der berühmte Pädagoge Heinrich Pestalozzi sein Institut (Erziehungsanstalt) ins Schloss Yverdon, wo er seine Methoden mit einer Reihe bedeutender Mitarbeiter weiterentwickeln konnte. Auch das Historische Museum, mit einer ägyptischen Mumie und gallorömischen Booten, ist im mächtigen Savoyer-Schloss aus dem 13. Jahrhundert untergebracht. Die landwirtschaftlich intensiv genutzte Orbeebene (Plaine de l’Orbe) gehört zur Kornkammer der Westschweiz. Bei Chavornay erreicht man das «Creux de terre», ein Schutzgebiet, das mehrere Biotope von nationaler Bedeutung umfasst und zahlreichen Wasser- und Zugvögeln als Rastplatz dient.

Nicht zu rasten scheinen die vielen Saatkrähen, die sich gierig und krächzend an den Äckern zu schaffen machen. Die frische Erde und den typisch nussigen Rapsgeschmack riecht man förmlich vom hohen Ross (Velo) herab. Die lange Talebene endet beim «Haut du Mormont». Der Berg – oder mit 605 Metern eher ein Hügel – ist ein Begriff, weil über ihn die Europäische Hauptwasserscheide zwischen den Einzugsgebieten von Rhein und Rhone verläuft. Das heisst: Der Niederschlag entscheidet sich hier im letzten Moment, ob er via Rhein in die Nordsee oder via Rhone ins Mittelmeer fliessen möchte. Zweimal wurde versucht, die beiden Flüsse zu verbinden, um eine Wasserstrasse von Amsterdam via Basel und Genfersee nach Marseille zu verwirklichen. Beide Versuche scheiterten – zum Glück für die quirlige Venoge, welche zum Schiffskanal verkommen wäre.

Glücklich schätzen darf sich auch, wer in den Genuss einer typischen Waadtländer Saucisson kommt. Im historischen, leicht erhöhten, Städtchen La Sarraz lassen sich nebst den kulinarischen Genüssen auch einige kulturelle ausmachen. Zum Beispiel das Schloss La Sarraz, dessen Kern auf das 11. Jahrhundert zurückgeht. Oder die Kapelle Saint-Antoine aus dem 14. Jahrhundert, an der ein halbes Jahrtausend später eine klassizistische Stadtpfarrkirche angebaut wurde. In Eclépens fährt man durch einen kompakten Dorfkern an einigen charakteristischen Bauernhäusern aus dem 17. bis 19. Jahrhundert vorbei. Dann folgt erstmals ein Aufstieg, der diesen Namen auch wirklich verdient. Vor Penthalaz wird die Venoge überquert; sie entspringt am Fuss des Juras, beim Ortsrand von L'Isle, und mündet nach knapp 40 Kilometern in den Genfersee. Erfrischend wirkt der langgezogene, hügelige Waldabschnitt in der Region Bussigny. Er ist holprig und überrascht beim «Sentier du Bois de la Côte» mit einem lauschigen Plätzchen, Grillplatz, Holzhütte und Unterstand. Vermehrt tauchen nun Rebhänge auf, es wird städtischer und auch irgendwie mediterraner. Ein deutliches Zeichen dafür, dass man sich der Region Lac Léman und der Olympiastadt Lausanne nähert.
Flach und fruchtbar: die Plaine de l’Orbe, eingerahmt von römischen Mosaiken und dem Waadtländer Hügelland. In Mormont die Wasserscheide von Rhone und Rhein. Szenenwechsel vom wilden Bach der Venoge an das silbrige, kleine «Meer», den Lac Léman.
Ursprünglich war Yverdon eine keltische Siedlung. Der Name wurde erst 1982 offiziell in «Yverdon-les-Bains» umbenannt. Dank der Thermalbäder, die bereits die Römer nutzten, ist die Stadt heute ein Anziehungspunkt für Kur- und Badegäste. 1804 verlegte der berühmte Pädagoge Heinrich Pestalozzi sein Institut (Erziehungsanstalt) ins Schloss Yverdon, wo er seine Methoden mit einer Reihe bedeutender Mitarbeiter weiterentwickeln konnte. Auch das Historische Museum, mit einer ägyptischen Mumie und gallorömischen Booten, ist im mächtigen Savoyer-Schloss aus dem 13. Jahrhundert untergebracht. Die landwirtschaftlich intensiv genutzte Orbeebene (Plaine de l’Orbe) gehört zur Kornkammer der Westschweiz. Bei Chavornay erreicht man das «Creux de terre», ein Schutzgebiet, das mehrere Biotope von nationaler Bedeutung umfasst und zahlreichen Wasser- und Zugvögeln als Rastplatz dient.

Nicht zu rasten scheinen die vielen Saatkrähen, die sich gierig und krächzend an den Äckern zu schaffen machen. Die frische Erde und den typisch nussigen Rapsgeschmack riecht man förmlich vom hohen Ross (Velo) herab. Die lange Talebene endet beim «Haut du Mormont». Der Berg – oder mit 605 Metern eher ein Hügel – ist ein Begriff, weil über ihn die Europäische Hauptwasserscheide zwischen den Einzugsgebieten von Rhein und Rhone verläuft. Das heisst: Der Niederschlag entscheidet sich hier im letzten Moment, ob er via Rhein in die Nordsee oder via Rhone ins Mittelmeer fliessen möchte. Zweimal wurde versucht, die beiden Flüsse zu verbinden, um eine Wasserstrasse von Amsterdam via Basel und Genfersee nach Marseille zu verwirklichen. Beide Versuche scheiterten – zum Glück für die quirlige Venoge, welche zum Schiffskanal verkommen wäre.

Glücklich schätzen darf sich auch, wer in den Genuss einer typischen Waadtländer Saucisson kommt. Im historischen, leicht erhöhten, Städtchen La Sarraz lassen sich nebst den kulinarischen Genüssen auch einige kulturelle ausmachen. Zum Beispiel das Schloss La Sarraz, dessen Kern auf das 11. Jahrhundert zurückgeht. Oder die Kapelle Saint-Antoine aus dem 14. Jahrhundert, an der ein halbes Jahrtausend später eine klassizistische Stadtpfarrkirche angebaut wurde. In Eclépens fährt man durch einen kompakten Dorfkern an einigen charakteristischen Bauernhäusern aus dem 17. bis 19. Jahrhundert vorbei. Dann folgt erstmals ein Aufstieg, der diesen Namen auch wirklich verdient. Vor Penthalaz wird die Venoge überquert; sie entspringt am Fuss des Juras, beim Ortsrand von L'Isle, und mündet nach knapp 40 Kilometern in den Genfersee. Erfrischend wirkt der langgezogene, hügelige Waldabschnitt in der Region Bussigny. Er ist holprig und überrascht beim «Sentier du Bois de la Côte» mit einem lauschigen Plätzchen, Grillplatz, Holzhütte und Unterstand. Vermehrt tauchen nun Rebhänge auf, es wird städtischer und auch irgendwie mediterraner. Ein deutliches Zeichen dafür, dass man sich der Region Lac Léman und der Olympiastadt Lausanne nähert.
53 km
Asphalt: 46 km
Naturbelag: 7 km
500 m | 560 m
mittel

Anreise | Rückreise

Anreise / Rückreise Yverdon-les-Bains
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Unterwegs …

Verkehrsaufkommen
Achtung: Verkehrsreiche Hauptstrasse Orny–Eclépens.
Hinweis
Achtung: Gefährliche Kreuzungen in Cossonay.
Verkehrsaufkommen
Achtung: Verkehrsreiche Hauptstrassen in Denges und Préverenges.

Anreise | Rückreise

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Hotel et Restaurant des Mosaïques
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Hôtel Restaurant Au Chasseur
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Ferme La Lizerne / Gîte de la Venoge
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Hôtel Le Funi
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Hôtel des Inventions
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Hôtel de la Nouvelle Couronne
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Maison d’Igor
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Auberge de Jeunesse Lausanne-Jeunotel
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Hôtel Lausanne by Fassbind
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