Veloland

Fotogalerie

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Die typischen «Steinzäune» des Schweizer Jura, hier im südlichen Teil auf 1300 m Höhe
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Gut fahren lässt es sich auf solchen asphaltierten Wegen, typisch für die Route 7, wie hier im südlichen Jura, auf 1300 m Höhe
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Am größten See, dem Lac de Joux
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Der Wegweiser weist hinauf zum Col de l’Aguillon, auf knapp 1300 m. Die Felswand im Hintergrund lässt gut den hellen Kalkstein des Jura erkennen
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Auf dem Jura-Radweg nahe L’Auberson, 1100 m hoch
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In dieser Mine nahe Travers wurde bis vor kurzem asphalthaltiges Gestein abgebaut
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Eigens für das Ortschild von Martel-Dernier im Hochmoorgebiet: ein Blumenkasten
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Geschafft bei voller Sonne: Auf dem «Sonnenberg» Mont- Soleil, 1248 m hoch
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Pferdezucht im Schweizer Jura, hier nahe St.-Ursanne
10_Jura_P1050185
St.-Ursanne betritt man beiderseits durch ein Stadttor

Dieser Reisebericht liegt an:

Jura-Route route-07
Jura-Route
Basel–Nyon
Zur Route
Von Genf bis Basel im Juni 2013

Von Genf bis Basel im Juni 2013

«Von Genf bis Basel im Juni 2013» ist eine Beschreibung der Radtour entlang der Jura-Route von Süd nach Nord in voller Länge. Sie soll ähnlich meinem Bericht vom Juni 2011 «Von Basel bis Lugano und bis Konstanz» (siehe unter 6 Graubünden-Route) praktische Tipps für Radfahrer auf dieser Route geben.
Auf der Jura-Route fährt man sehr oft auf schmalen asphaltierten Straßen, in der Regel mit wenig Verkehr. Das macht nicht nur das Radfahren mit einem Tourenrad wegen des Straßenbelags äußerst angenehm, auch das Schieben auf den steilen Abschnitten ist durch den geringen Verkehr problemlos.

Auf der Jura-Route gilt zu bedenken, dass man nicht in jedem Ort etwas zu trinken oder essen kaufen kann. Und nicht in allen Orten gibt es eine Übernachtungsmöglichkeit. Auch stehen manche Hotels zwar noch als Gebäude, sind aber bereits verlassen (u. a. in Ballaigues, Lignerolle, Travers). Das ist dann wichtig zu wissen, wenn es schon etwas später am Nachmittag ist und man sich vor einem der größeren Anstiege befindet.
1. Tag (16.06.2013): Genf – Duillier, 34 km

Nach der Bahnfahrt von Karlsruhe über Basel nach Genf fahre ich per Rad über die Route 1 nach Nyon und übernachtete in Duillier, etwas oberhalb Nyon, in der «Auberge d’Etoile» (SFr 105) und bin dort zufrieden mit der (etwas in die Jahre gekommenen) Unterkunft.
2. Tag: Duillier – Vallorbe, 60 km

In Coinsins, d. h. im Dorf gleich hinter Duillier, kommen die ersten richtigen Anstiege. Oben angelangt ist man auf einer Höhe von 1300 m. Hier liegt mit 1354 m übrigens auch der höchste Punkt der Route 7. Die Hochfläche ist eine Bilderbuchlandschaft mit «Steinzäunen», Kühen und mit wunderbaren Ausblicken. Man fährt auf einer schmalen asphaltierten Straße bis man zu der Autostraße kommt, die dann hinunter nach Le Brassus («nur noch» auf 1000 Höhenmeter) führt. Mitten im Ort befindet sich eine Pizzeria. Da bekommt man auch mittags zu essen.

Nach Le Brassus führt die Radroute zum großen See «Lac de Joux», und zwar am westlichen Ufer vorbei. Lac de Joux ist bekannt für die Uhrenindustrie. Zu den Nobelmarken der Region gehören u. a. Audemars Piguet, Breguet, Jaeger-LeCoultre und Blancpain. Der Radweg führt in Le Sentier direkt am Museum «Espace Horloger» vorbei. Ich habe mir darin u. a. den 3DVideofilm über die Gegend des Lac de Joux und die Geschichte der lokalen Uhrenindustrie angeschaut. Sehr empfehlenswert.

In Le Pont, am nördlichen Ufer, gibt es an dem Sonntag Touristenrummel, aber auch einen Kiosk, der geöffnet hat. Der Fahrradweg geht hinter Le Pont etwas bergauf. Danach folgt aber eine sehr lange Abfahrt durch den Wald bis Vallorbe. Im historischen Ortsteil von Vallorbe befindet sich ein Eisen- und Eisenbahnmuseum, das ich von außen anschaue; für einen Besuch ist es zu spät.

In Vallorbe gibt es nur eine Übernachtungsmöglichkeit, und zwar in einer Art Jugendherberge: L’Auberge pour Tous (SFr 40 mit Etagendusche, ohne Frühstück und Handtuch). Ich bin mit der Unterkunft zufrieden. Glück habe ich, dass am Sonntag wenigstens ein Lokal im Ort geöffnet hat.
3. Tag: Vallorbe – Travers, 63 km

Von Vallorbe (750 m) geht es Richtung Baulmes leicht aufwärts, dann aber abwärts bis auf 680 Höhenmeter. Danach beginnt der steile Aufstieg zum Col de l’Aguillon (1293 m). Ein Schild weist auf die 610 Höhenmeter auf 7 km hin. Die Straße nach oben führt durch Wald, ist damit schattig (gut, wenn die Temperatur etwa 30 °C beträgt!), und Autos fahren äußerst selten, so dass man auch problemlos das Rad schieben kann. Das Schieben an Steilstücken hat sich bei mir übrigens bewährt: mit Schieben bin ich bei mind. 4 km/h nicht viel langsamer als beim Radfahren mit nur 6-7 km/h. Das Fahren an langen Steilstücken kann hingegen unnötig viel Kraft kosten.

Oben angelangt hat man einen wunderschönen Blick über die Wiesen und hin zum Wald, durch den der Weg dann abwärts nach L’Auberson führt. Im Ort gibt es keinen Laden aber einen sog. Tea Room, in dem man Sandwich, Kuchen und Getränke bekommt. Der Tea Room liegt ausgangs des Ortes in Richtung Ste-Croix, gegenüber dem Musikdosenmuseum (hier soll es u. a. die singenden Vögel geben). Außerhalb der Hochsaison werden Museumsführungen allerdings nur mit angemeldeten Gruppen durchgeführt. Bei mir klappt das zeitlich nicht. Ich fahre zurück zum Abzweig in Richtung La Chaux-de-Fonds. Die Strecke vorbei an Wiesen und Bauernhöfen bleibt jetzt auf der Höhe von 1100 m, bis zur Abfahrt ins Travers-Tal. In Moitiers fahre ich zu der Wohnung, die Jean-Jaques Rousseau 1762-1765 bewohnt hatte. Ich kann die Wohnung aber nicht betreten, da der Fußboden gerade behandelt wird. Kurz vor Ende meiner Tagesetappe möchte ich mir die Asphaltmiene bei Travers anschauen. Für eine Führung ist es zu spät, aber durch die Informationstafeln werde ich gut unterrichtet. Das einzige Hotel in Travers, Hotel zum Bären (Hotel D’Ours) hat für immer geschlossen. In dem Gebäude ist eine Pizzeria, das einzige Restaurant im Ort. Montags gibt es dort ausschließlich Pizza. Für die Nacht komme ich in der Villa Moncalme (SFr 80 mit Frühstück) unter und bin dort sehr zufrieden.
4. Tag: Travers – Saignelégier, 70 km

Am Morgen geht es gleich zur Sache: Von 750 m geht es 350 Höhenmeter aufwärts über 4 km. Dann ist man in der Hochmoorlandschaft. Kurz vor dem Abzweig in Les-Ponts-de-Martel passiert man übrigens einen Tümpel, in dem der Bach versickert. Das ist ein Beispiel für das poröse Karstgestein im Jura. Man bleibt bis Le Crèt auf gleicher Höhe, muss aber dann der Autostraße entlang noch etwas höher hinauf.

Auf der Höhe zwischen 1000 und 1100 m ist die Landschaft geprägt durch Wiesen, kleine Waldstücke, Bauernhöfe, Rinder, Pferde. Diese Parklandschaft wird «Freiberge» genannt. Sie zieht wie ein wunderschöner Film an mir vorbei.

Den Ort La-Chaux-de-Fonds streift der Radweg lediglich. Dort, direkt am Radweg, gibt es ein Lokal und damit eine Möglichkeit zum Essen. Stetig aufwärts geht es dann zum Mont Soleil (1248 m). Auf dem «Sonnenberg» wohnen einige wenige Leute in der Nähe des Solarkraftwerks und der Windkraftanlagen. Nach der Abfahrt von dort auf die Höhe von 1000 m geht es weiter über eine Autostraße nach Les Breleux und schließlich dann nach Saignelégier. Dort übernachte ich im Café du Soleil für SFr 80. Es ist dort OK für mich. Im neueren Hotel Bellevue hätte ich nur SFr 60 bezahlt, hatte aber wegen der Lage an der Durchgangsstraße Bedenken wegen des Straßenlärms. Vielleicht wäre der Straßenlärm dort aber geringer gewesen als der Lärm der Biergartengäste des Café du Soleil.
5. Tag: Saignelégier - Reinach, ca. 84 km

Von Saignelégier aus geht es abwärts bis zu einem der niedrigst gelegenen Orte der Route: St.-Ursanne (438 m). Den Ort betritt und verlässt man durch Stadttore. Mitten in der Stadt gibt es einen Coop-Supermarkt. Hier kann man sich verpflegen. Nach St.-Ursanne geht es relativ steil hinauf auf 820 m zum Pass «Sur la Croix». Die anschließende Abfahrt über die Autostraße geht in einen flachen Teil über, bis man an der französischen Grenze bei Lucelle einen längeren (aber nicht zu steilen) Anstieg vor sich hat. Am Ortsausgang von Lucelle, in Richtung Kleinlützel, führt der Weg an einer Tankstelle und dem Motel Noi vorbei. Hier kann man auch etwas essen. Die Straße nach Kleinlützel geht stetig leicht abwärts, bei geringem Autoverkehr. In Kleinlützel hätte ich vor dem nächsten Anstieg gern übernachtet; aber dort gibt es nur einen alten Gasthof mit einem letzten freien Zimmer. Das Zimmer behagt mir gar nicht, und ich beschließe weiter zu ziehen. Von Kleinlützel steigt der Weg von 436 m auf 804 m an. Das ist der letzte größere Anstieg meiner Route; denn oben angelangt geht es nur noch abwärts bis Basel, zu meinem Ende der Route 7. Kurz halte ich im Wallfahrtsort Mariastein und suche mir dann ein letztes Quartier in Biel-Benken (Gasthof Rössli, SFr 90) nahe Reinach, etwas abseits des Radwegs. Ich bin dort sehr zufrieden. Am darauffolgenden Tag fahre ich 14 km bis zum Badischen Bahnhof Basel.
Schlussbemerkung:
4400 Höhenmeter sind es auf der Jura-Route von Nyon nach Basel. Dadurch ist die Route zwar anspruchsvoll aber landschaftlich sehr lohnend. Man fährt zu einem erheblichen Teil äußerst angenehm auf schmalen asphaltierten Straßen, in der Regel mit ganz geringem Verkehr. Bei dieser Radtour bleiben mir besonders die schönen Ausblicke in den Höhenlagen, die Steinzäune auf den Wiesen, kleine Waldstücke zwischendrin, Bauernhöfe und die vielen glücklichen Kühe im Gedächtnis. Die Jura-Route ist hervorragend ausgeschildert. Den Schweizer «Wegbereitern» ein großes Kompliment! Ein herzliches Dankeschön möchte ich meiner Frau dafür sagen, dass ich die Radtour machen konnte.
«Von Genf bis Basel im Juni 2013» ist eine Beschreibung der Radtour entlang der Jura-Route von Süd nach Nord in voller Länge. Sie soll ähnlich meinem Bericht vom Juni 2011 «Von Basel bis Lugano und bis Konstanz» (siehe unter 6 Graubünden-Route) praktische Tipps für Radfahrer auf dieser Route geben.
Auf der Jura-Route fährt man sehr oft auf schmalen asphaltierten Straßen, in der Regel mit wenig Verkehr. Das macht nicht nur das Radfahren mit einem Tourenrad wegen des Straßenbelags äußerst angenehm, auch das Schieben auf den steilen Abschnitten ist durch den geringen Verkehr problemlos.

Auf der Jura-Route gilt zu bedenken, dass man nicht in jedem Ort etwas zu trinken oder essen kaufen kann. Und nicht in allen Orten gibt es eine Übernachtungsmöglichkeit. Auch stehen manche Hotels zwar noch als Gebäude, sind aber bereits verlassen (u. a. in Ballaigues, Lignerolle, Travers). Das ist dann wichtig zu wissen, wenn es schon etwas später am Nachmittag ist und man sich vor einem der größeren Anstiege befindet.
1. Tag (16.06.2013): Genf – Duillier, 34 km

Nach der Bahnfahrt von Karlsruhe über Basel nach Genf fahre ich per Rad über die Route 1 nach Nyon und übernachtete in Duillier, etwas oberhalb Nyon, in der «Auberge d’Etoile» (SFr 105) und bin dort zufrieden mit der (etwas in die Jahre gekommenen) Unterkunft.
2. Tag: Duillier – Vallorbe, 60 km

In Coinsins, d. h. im Dorf gleich hinter Duillier, kommen die ersten richtigen Anstiege. Oben angelangt ist man auf einer Höhe von 1300 m. Hier liegt mit 1354 m übrigens auch der höchste Punkt der Route 7. Die Hochfläche ist eine Bilderbuchlandschaft mit «Steinzäunen», Kühen und mit wunderbaren Ausblicken. Man fährt auf einer schmalen asphaltierten Straße bis man zu der Autostraße kommt, die dann hinunter nach Le Brassus («nur noch» auf 1000 Höhenmeter) führt. Mitten im Ort befindet sich eine Pizzeria. Da bekommt man auch mittags zu essen.

Nach Le Brassus führt die Radroute zum großen See «Lac de Joux», und zwar am westlichen Ufer vorbei. Lac de Joux ist bekannt für die Uhrenindustrie. Zu den Nobelmarken der Region gehören u. a. Audemars Piguet, Breguet, Jaeger-LeCoultre und Blancpain. Der Radweg führt in Le Sentier direkt am Museum «Espace Horloger» vorbei. Ich habe mir darin u. a. den 3DVideofilm über die Gegend des Lac de Joux und die Geschichte der lokalen Uhrenindustrie angeschaut. Sehr empfehlenswert.

In Le Pont, am nördlichen Ufer, gibt es an dem Sonntag Touristenrummel, aber auch einen Kiosk, der geöffnet hat. Der Fahrradweg geht hinter Le Pont etwas bergauf. Danach folgt aber eine sehr lange Abfahrt durch den Wald bis Vallorbe. Im historischen Ortsteil von Vallorbe befindet sich ein Eisen- und Eisenbahnmuseum, das ich von außen anschaue; für einen Besuch ist es zu spät.

In Vallorbe gibt es nur eine Übernachtungsmöglichkeit, und zwar in einer Art Jugendherberge: L’Auberge pour Tous (SFr 40 mit Etagendusche, ohne Frühstück und Handtuch). Ich bin mit der Unterkunft zufrieden. Glück habe ich, dass am Sonntag wenigstens ein Lokal im Ort geöffnet hat.
3. Tag: Vallorbe – Travers, 63 km

Von Vallorbe (750 m) geht es Richtung Baulmes leicht aufwärts, dann aber abwärts bis auf 680 Höhenmeter. Danach beginnt der steile Aufstieg zum Col de l’Aguillon (1293 m). Ein Schild weist auf die 610 Höhenmeter auf 7 km hin. Die Straße nach oben führt durch Wald, ist damit schattig (gut, wenn die Temperatur etwa 30 °C beträgt!), und Autos fahren äußerst selten, so dass man auch problemlos das Rad schieben kann. Das Schieben an Steilstücken hat sich bei mir übrigens bewährt: mit Schieben bin ich bei mind. 4 km/h nicht viel langsamer als beim Radfahren mit nur 6-7 km/h. Das Fahren an langen Steilstücken kann hingegen unnötig viel Kraft kosten.

Oben angelangt hat man einen wunderschönen Blick über die Wiesen und hin zum Wald, durch den der Weg dann abwärts nach L’Auberson führt. Im Ort gibt es keinen Laden aber einen sog. Tea Room, in dem man Sandwich, Kuchen und Getränke bekommt. Der Tea Room liegt ausgangs des Ortes in Richtung Ste-Croix, gegenüber dem Musikdosenmuseum (hier soll es u. a. die singenden Vögel geben). Außerhalb der Hochsaison werden Museumsführungen allerdings nur mit angemeldeten Gruppen durchgeführt. Bei mir klappt das zeitlich nicht. Ich fahre zurück zum Abzweig in Richtung La Chaux-de-Fonds. Die Strecke vorbei an Wiesen und Bauernhöfen bleibt jetzt auf der Höhe von 1100 m, bis zur Abfahrt ins Travers-Tal. In Moitiers fahre ich zu der Wohnung, die Jean-Jaques Rousseau 1762-1765 bewohnt hatte. Ich kann die Wohnung aber nicht betreten, da der Fußboden gerade behandelt wird. Kurz vor Ende meiner Tagesetappe möchte ich mir die Asphaltmiene bei Travers anschauen. Für eine Führung ist es zu spät, aber durch die Informationstafeln werde ich gut unterrichtet. Das einzige Hotel in Travers, Hotel zum Bären (Hotel D’Ours) hat für immer geschlossen. In dem Gebäude ist eine Pizzeria, das einzige Restaurant im Ort. Montags gibt es dort ausschließlich Pizza. Für die Nacht komme ich in der Villa Moncalme (SFr 80 mit Frühstück) unter und bin dort sehr zufrieden.
4. Tag: Travers – Saignelégier, 70 km

Am Morgen geht es gleich zur Sache: Von 750 m geht es 350 Höhenmeter aufwärts über 4 km. Dann ist man in der Hochmoorlandschaft. Kurz vor dem Abzweig in Les-Ponts-de-Martel passiert man übrigens einen Tümpel, in dem der Bach versickert. Das ist ein Beispiel für das poröse Karstgestein im Jura. Man bleibt bis Le Crèt auf gleicher Höhe, muss aber dann der Autostraße entlang noch etwas höher hinauf.

Auf der Höhe zwischen 1000 und 1100 m ist die Landschaft geprägt durch Wiesen, kleine Waldstücke, Bauernhöfe, Rinder, Pferde. Diese Parklandschaft wird «Freiberge» genannt. Sie zieht wie ein wunderschöner Film an mir vorbei.

Den Ort La-Chaux-de-Fonds streift der Radweg lediglich. Dort, direkt am Radweg, gibt es ein Lokal und damit eine Möglichkeit zum Essen. Stetig aufwärts geht es dann zum Mont Soleil (1248 m). Auf dem «Sonnenberg» wohnen einige wenige Leute in der Nähe des Solarkraftwerks und der Windkraftanlagen. Nach der Abfahrt von dort auf die Höhe von 1000 m geht es weiter über eine Autostraße nach Les Breleux und schließlich dann nach Saignelégier. Dort übernachte ich im Café du Soleil für SFr 80. Es ist dort OK für mich. Im neueren Hotel Bellevue hätte ich nur SFr 60 bezahlt, hatte aber wegen der Lage an der Durchgangsstraße Bedenken wegen des Straßenlärms. Vielleicht wäre der Straßenlärm dort aber geringer gewesen als der Lärm der Biergartengäste des Café du Soleil.
5. Tag: Saignelégier - Reinach, ca. 84 km

Von Saignelégier aus geht es abwärts bis zu einem der niedrigst gelegenen Orte der Route: St.-Ursanne (438 m). Den Ort betritt und verlässt man durch Stadttore. Mitten in der Stadt gibt es einen Coop-Supermarkt. Hier kann man sich verpflegen. Nach St.-Ursanne geht es relativ steil hinauf auf 820 m zum Pass «Sur la Croix». Die anschließende Abfahrt über die Autostraße geht in einen flachen Teil über, bis man an der französischen Grenze bei Lucelle einen längeren (aber nicht zu steilen) Anstieg vor sich hat. Am Ortsausgang von Lucelle, in Richtung Kleinlützel, führt der Weg an einer Tankstelle und dem Motel Noi vorbei. Hier kann man auch etwas essen. Die Straße nach Kleinlützel geht stetig leicht abwärts, bei geringem Autoverkehr. In Kleinlützel hätte ich vor dem nächsten Anstieg gern übernachtet; aber dort gibt es nur einen alten Gasthof mit einem letzten freien Zimmer. Das Zimmer behagt mir gar nicht, und ich beschließe weiter zu ziehen. Von Kleinlützel steigt der Weg von 436 m auf 804 m an. Das ist der letzte größere Anstieg meiner Route; denn oben angelangt geht es nur noch abwärts bis Basel, zu meinem Ende der Route 7. Kurz halte ich im Wallfahrtsort Mariastein und suche mir dann ein letztes Quartier in Biel-Benken (Gasthof Rössli, SFr 90) nahe Reinach, etwas abseits des Radwegs. Ich bin dort sehr zufrieden. Am darauffolgenden Tag fahre ich 14 km bis zum Badischen Bahnhof Basel.
Schlussbemerkung:
4400 Höhenmeter sind es auf der Jura-Route von Nyon nach Basel. Dadurch ist die Route zwar anspruchsvoll aber landschaftlich sehr lohnend. Man fährt zu einem erheblichen Teil äußerst angenehm auf schmalen asphaltierten Straßen, in der Regel mit ganz geringem Verkehr. Bei dieser Radtour bleiben mir besonders die schönen Ausblicke in den Höhenlagen, die Steinzäune auf den Wiesen, kleine Waldstücke zwischendrin, Bauernhöfe und die vielen glücklichen Kühe im Gedächtnis. Die Jura-Route ist hervorragend ausgeschildert. Den Schweizer «Wegbereitern» ein großes Kompliment! Ein herzliches Dankeschön möchte ich meiner Frau dafür sagen, dass ich die Radtour machen konnte.

Dieser Reisebericht liegt an:

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