Veloland

Fotogalerie

Mit dem Zug von Dillingen bis Olten
Von Olten über Aarau nach Sursee
Luzern
Mit dem Schiff über den Vierwaldstätter-See
Die Schöllenen
Herrliches Wetter in Richtung Hospental
Auf dem Gotthardpass angekommen
Auf dem Gotthardpass angekommen
Ein unbedingtes Muß: die Tremola
Blick auf Airolo 1
Blick auf Airolo 2
kleiner See (Ambri, sotto)
Ascona und Lago Maggiore
Ascona

Dieser Reisebericht liegt an:

Nord-Süd-Route route-03
Nord-Süd-Route
Basel–Chiasso
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Über den Gotthardpass zum Lago Maggiore

Über den Gotthardpass zum Lago Maggiore

Als besonderes Fahrrad-Highlight hatte ich mir 2004 die Alpenüberquerung vorgenommen. Die Vorbereitungen waren zahlreich, wie z.B. 1500 Radkilometer, spezielles Bergtraining ...
von Werner K. Siersburg

Als besonderes Fahrrad-Highlight hatte ich mir 2004 die Alpenüberquerung vorgenommen. Die Vorbereitungen waren zahlreich, wie z.B. 1500 Radkilometer, spezielles Bergtraining (Siersburg-Wallerfangen-Giesingen-Rammelfangen- Hemmersdorf-Fürweiler-Gerlfangen-Eimersdorf -Siersburg), Italienisch Kurs in Eigenregie, Besorgung von geeignetem Kartenmaterial usw. Da ich nur 7 Tage zur Verfügung hatte, davon noch 3 Tage am Lago Maggiore verweilen wollte und die Strapazen überhaupt nicht einschätzen konnte, entschloss ich mich mit dem Zug von Dillingen bis Olten (bei Basel) zu fahren. Die Strecke von Siersburg bis Basel war mir bereits bekannt.
Montag, 14.06.2004

5.30 Uhr aus den Federn, Frühstück 6.30 Uhr Abfahrt nach Dillingen zum nächstgelegenen Bahnhof. Als ich das Rad die Treppen hoch zum Bahngleis tragen musste war mein erster Gedanke- Rad zu schwer, zu viel Gepäck. Unterwegs habe ich einen älteren Herrn kennen gelernt. Er fahre mit dem Rad von St. Moritz bis Passau. 500 km, ohne Radlerhose, kaum Gepäck, Rad aus dem Baumarkt, alle Achtung. Und ich: Giant Expedition, Gore, Ortlieb etc, bin mir sehr overdressed vorgekommen.

In Basel bin ich zu früh ausgestiegen. Habe nicht beachtet, dass es zwei Bahnhöfe gibt, Deutsche und Schweizer Seite. Mit dem nachfolgenden ICE hätte es zwei Minuten bis zum Schweizer Bahnhof gedauert, der Schaffner wollte aber keine Ausnahme machen. Das war besonders tragisch, weil ich dort den Anschlusszug nach Olten verpasste, wo ich von der ehemaligen Arbeitskollegin Birgit erwartet wurde. Birgit arbeitet in Nottwil am Sempacher See im Spital auf der Intensivstation. Als sie im Vorfeld von meinem Vorhaben hörte, musste ich einwilligen bei ihr die erste Station zu machen. Gerne. Am Bahnhof in Olten angekommen musste ich dann das Schweizer Nationaltrikot, das Birgit mir mitgebracht hatte gleich überziehen.

Dann sind wir von Olten über Aarau (schöne Fachwerkhäuser) entlang der Suhre in Richtung Sursee geradelt. Hie ist die einzig noch nicht geteerte Passage, lässt sich aber trotzdem gut fahren. Von Sursee aus sind wir noch rund um den Sempacher See gefahren, bevor wir nach 90 km bei Birgits Wohnung ankamen. An dieser Stelle will ich mich mochmals bei Birgit bedanken für das tolle Essen und Unterkunft. Ihr Vermieter hatte mir noch Mut gemacht, die Strecke ließe sich gut fahren, wäre kein Problem. Aber die schneebedeckte Berge, die ich vom Balkon aus sah, machten mir schon ein bischen Angst. Zwei Bier, Photoalbum und ab auf Couch und Bett.
Dienstag, 15.06.2004

Nach dem Frühstück bis Luzern geradelt. Ganz auf mich allein gestellt, nur unbekannte Ziele vor Augen, das war der besondere Reiz dieser Radreise. Auf dem Markt vor der berühmten Holzbrücke habe ich mich noch mit Proviant versorgt, bevor ich mit dem Schiff über den Vierwaldstätter-See nach Flüelen übergesetzt bin. Im Nachhinein gesehen war das ein Fehler. Das Wetter war so toll und ich sitze 3,5 Stunden auf dem Schiff. Von den 41 Franken mal ganz abgesehen. Den Nachahmern empfehle ich mit dem Rad bis Beckenried, dann übersetzen nach Gersau mit Rad bis Brunnen, von Brunnen mit dem Schiff bis Flüelen.

Noch herrliche 15 km entlang der Reuss den schneebedeckten Bergen bis Erstfeld entgegen geradelt. Im Velhotel Albert (Weltmeister im Bahnradfahren) abgestiegen. 75 Franken Einzelzimmer mit Dusche und WC, Salat 6.50Fr, Spaghetti 12 Fr, 2 Radler 6.50 Fr. Ab 20.00 Uhr Deutschland gegen Holland.
Mittwoch, 16.06.2004

7.00 Uhr aufgestanden. Sau Wetter. Als ich wegen Ruhetag meines Hotels in´s gegenüberliegende Café zum Frühstücken lief, war ich schon nass bis auf die Haut. Frühstück ganz schlecht. Nur fettige Hörnchen, ein weiches Brötchen, Dosenmarmelade und extrem starker Kaffee.

In der Tageszeitung war die Wetterprognose für meine Strecke schlecht, für den nächtsen Tag allerdings gut. Hatte kurz überlegt die heutige Tagesetappe mit dem Zug zurückzulegen, die blöde Idee abergleich wieder verworfen. Zwei Stunden bei Regen gefahren. Relativ flach bis Amsteg. Ein Bauarbeiter, der an der Autobahn mit Rasenmähen beschäftigt war rief mir bei meiner Bananenpause zu: „Gib bloß nicht auf“ Wie erschöpft muß ich wohl ausgesehen haben.? „ Oben wird es flacher“. Er brauche mit seinem Rennvelo 1 Std. bis Göschenen. Ich brauchte 2.5 Std. Nur in kleinem Gang vorbei an Gurtnellen und Wassen erreichte ich Göschenen. Dort lockte das Hotel „Zum weißen Rössel“ mit römischer Therme im Haus, ideal für Velofahrer. Doch eine „Bergziege“ (durchtrainierte Frau mit Pflaumhaaren im Gesicht, an denen der Nebel wie eine Maske klebte) die auf mich aufgefahren war, kommend vom Sustenpass, hatte mich überredet die letzten 6 km bis Andermatt gemeinsam hinaufzuklettern. Nach zwei km, ohne Kommentar, drehte sie um und fuhr zurück. Da ich auf keinen fall den nächsten Tag mit einer solchen Steigung beginnen wollte, blieb ich hart.

Für die 6 km brauchte ich genau 1 Std. Es hatte sich gelohnt. Oben angekommen sogar blaue Flecken am Himmel. Andermatt 1440 m ü NN. Wichtig ist immer im grünen Bereich zu fahren, wie ein Uhrwerk. Im billigsten Hotel „Schweizer Hof „ 55 FR. abgestiegen. 16.00 Uhr. Obwohl die Küche schon geschlossen war hatte ich noch eine warme Suppe bekommen. Sehr nett. Dann hatte ich mir eine Stunde die Füße vertreten. Sau kalt. Nebel, Sicht null.

Zwei ankommende Radfahrer hatte ich auf der Straße angehalten und mein Hotel empfohlen. Es sei das einzig freie Haus in Andermatt. Notlüge, ich wollte abends ein bischen Unterhaltung, und Erfahrensaustausch. Aber kleine Lügen straft der Herr sofort. Die Beiden saßen abends an einem anderen Tisch und wollten ungestört sein.

18.30 Uhr Spaghetti, zwei Radler und Ende. Flüelen-Andermatt 40 km 1040 Höhenmeter
Donnerstag, 17.06.2004

Herrliches Wetter in Richtung Hospental. Anfangs nur flach. Dann sehr langer Aufstieg. Kurbel, immer nur kurbeln, viel trinken.Ein holländische Paar (mit Auto) hatte mir eine halbe Mandarine gegeben. Man müsse viel Vitamine essen. Auf meinem Tacho ständig 7 km/h. Und der Schweiß floss in Strömen. Es war plötzlich richtig warmes Wetter.

Oben angekommen herrliches Wetter, trockene Sachen angezogen,
1 Gipfelschnaps aus meiner Satteltasche, das Gipfelbild und dann die Via Tremola links neben mir hinunter ins Tessin in Richtung Bellizona.

Eine Std nur Abfahrt. Auf halber Strecke bin ich dann auf die Via Tremola gebogen. Ein unbedingtes Muß. In Airolo angekommen waren die Finger eingeschlafen.

Bis Bellizona starker Gegenwind, aber warm. 18.30 Uhr Ankunft. Das Hotel Internationale war eine Zumutung. Direkt am Bahnhof, die Züge, und das waren nicht wenig, fuhren praktisch direkt durch mein Zimmer. Der Übernachtungspreis war nicht identisch mit den Empfehlungen von Veloland Schweiz. Habe von 100 Fr. auf 90 heruntergehandelt. Die berühmte Festung besichtigt, und anschließend Spaghetti in schöner Tratoria gegessen. Gut, dass ich meine ital. Redewendungen geübt hatte.
Freitag, 18.06.2004

Nach gutem Frühstück 9.00Uhr Abfahrt in Richtung Ascona. Die Idee nach Lugano zu fahren habe ich verworfen, was sich als falsch herausstellte, weil ich schon sehr bald in Locarno und Ascona war. Also habe ich einen Bummeltag eingelegt. Habe in Asconaein tolles Spaghetti Eis gegessen (über den Preis möchte ich nicht sprechen) und war im Lago Maggiore schwimmen. Irgendwie musste nach dem Schwimmen Sand in meine Radhose gekommen sein. Und deswegen war ich nicht traurig, dass es nur noch 1 Std. bis Cannobio war, wo ich mich am späten Abend mit meiner Frau Margit und Sohn Johannes im Hotel Antika Stallera verabredet hatte. Von Ascona nach Cannobio sehr gefährlich zu fahren. Sehr eng und viel Verkehr.

Gegen 21.00Uhr sind die Beiden mit dem Auto eingetroffen.

Nach noch 2 erholsamen Tagen am Lago Maggiore sind wir sonntags, nach dem Besuch des Wochen-Marktes von Cannobio, den man unbedinngt gesehen haben muß, mit dem Auto in 6 Std. nach hause gefahren.

Am Schuß möchte ich mich bei Margit und Johannes bedanken, die auch ihren Teil dazu beigetragen haben, dass ich mir dieses kleine Abenteuer ermöglichen konnte.

PS Als Radkarte empfehle ich:Veloland Schweiz Offizieller Routenführer Band 3
Als besonderes Fahrrad-Highlight hatte ich mir 2004 die Alpenüberquerung vorgenommen. Die Vorbereitungen waren zahlreich, wie z.B. 1500 Radkilometer, spezielles Bergtraining ...
von Werner K. Siersburg

Als besonderes Fahrrad-Highlight hatte ich mir 2004 die Alpenüberquerung vorgenommen. Die Vorbereitungen waren zahlreich, wie z.B. 1500 Radkilometer, spezielles Bergtraining (Siersburg-Wallerfangen-Giesingen-Rammelfangen- Hemmersdorf-Fürweiler-Gerlfangen-Eimersdorf -Siersburg), Italienisch Kurs in Eigenregie, Besorgung von geeignetem Kartenmaterial usw. Da ich nur 7 Tage zur Verfügung hatte, davon noch 3 Tage am Lago Maggiore verweilen wollte und die Strapazen überhaupt nicht einschätzen konnte, entschloss ich mich mit dem Zug von Dillingen bis Olten (bei Basel) zu fahren. Die Strecke von Siersburg bis Basel war mir bereits bekannt.
Montag, 14.06.2004

5.30 Uhr aus den Federn, Frühstück 6.30 Uhr Abfahrt nach Dillingen zum nächstgelegenen Bahnhof. Als ich das Rad die Treppen hoch zum Bahngleis tragen musste war mein erster Gedanke- Rad zu schwer, zu viel Gepäck. Unterwegs habe ich einen älteren Herrn kennen gelernt. Er fahre mit dem Rad von St. Moritz bis Passau. 500 km, ohne Radlerhose, kaum Gepäck, Rad aus dem Baumarkt, alle Achtung. Und ich: Giant Expedition, Gore, Ortlieb etc, bin mir sehr overdressed vorgekommen.

In Basel bin ich zu früh ausgestiegen. Habe nicht beachtet, dass es zwei Bahnhöfe gibt, Deutsche und Schweizer Seite. Mit dem nachfolgenden ICE hätte es zwei Minuten bis zum Schweizer Bahnhof gedauert, der Schaffner wollte aber keine Ausnahme machen. Das war besonders tragisch, weil ich dort den Anschlusszug nach Olten verpasste, wo ich von der ehemaligen Arbeitskollegin Birgit erwartet wurde. Birgit arbeitet in Nottwil am Sempacher See im Spital auf der Intensivstation. Als sie im Vorfeld von meinem Vorhaben hörte, musste ich einwilligen bei ihr die erste Station zu machen. Gerne. Am Bahnhof in Olten angekommen musste ich dann das Schweizer Nationaltrikot, das Birgit mir mitgebracht hatte gleich überziehen.

Dann sind wir von Olten über Aarau (schöne Fachwerkhäuser) entlang der Suhre in Richtung Sursee geradelt. Hie ist die einzig noch nicht geteerte Passage, lässt sich aber trotzdem gut fahren. Von Sursee aus sind wir noch rund um den Sempacher See gefahren, bevor wir nach 90 km bei Birgits Wohnung ankamen. An dieser Stelle will ich mich mochmals bei Birgit bedanken für das tolle Essen und Unterkunft. Ihr Vermieter hatte mir noch Mut gemacht, die Strecke ließe sich gut fahren, wäre kein Problem. Aber die schneebedeckte Berge, die ich vom Balkon aus sah, machten mir schon ein bischen Angst. Zwei Bier, Photoalbum und ab auf Couch und Bett.
Dienstag, 15.06.2004

Nach dem Frühstück bis Luzern geradelt. Ganz auf mich allein gestellt, nur unbekannte Ziele vor Augen, das war der besondere Reiz dieser Radreise. Auf dem Markt vor der berühmten Holzbrücke habe ich mich noch mit Proviant versorgt, bevor ich mit dem Schiff über den Vierwaldstätter-See nach Flüelen übergesetzt bin. Im Nachhinein gesehen war das ein Fehler. Das Wetter war so toll und ich sitze 3,5 Stunden auf dem Schiff. Von den 41 Franken mal ganz abgesehen. Den Nachahmern empfehle ich mit dem Rad bis Beckenried, dann übersetzen nach Gersau mit Rad bis Brunnen, von Brunnen mit dem Schiff bis Flüelen.

Noch herrliche 15 km entlang der Reuss den schneebedeckten Bergen bis Erstfeld entgegen geradelt. Im Velhotel Albert (Weltmeister im Bahnradfahren) abgestiegen. 75 Franken Einzelzimmer mit Dusche und WC, Salat 6.50Fr, Spaghetti 12 Fr, 2 Radler 6.50 Fr. Ab 20.00 Uhr Deutschland gegen Holland.
Mittwoch, 16.06.2004

7.00 Uhr aufgestanden. Sau Wetter. Als ich wegen Ruhetag meines Hotels in´s gegenüberliegende Café zum Frühstücken lief, war ich schon nass bis auf die Haut. Frühstück ganz schlecht. Nur fettige Hörnchen, ein weiches Brötchen, Dosenmarmelade und extrem starker Kaffee.

In der Tageszeitung war die Wetterprognose für meine Strecke schlecht, für den nächtsen Tag allerdings gut. Hatte kurz überlegt die heutige Tagesetappe mit dem Zug zurückzulegen, die blöde Idee abergleich wieder verworfen. Zwei Stunden bei Regen gefahren. Relativ flach bis Amsteg. Ein Bauarbeiter, der an der Autobahn mit Rasenmähen beschäftigt war rief mir bei meiner Bananenpause zu: „Gib bloß nicht auf“ Wie erschöpft muß ich wohl ausgesehen haben.? „ Oben wird es flacher“. Er brauche mit seinem Rennvelo 1 Std. bis Göschenen. Ich brauchte 2.5 Std. Nur in kleinem Gang vorbei an Gurtnellen und Wassen erreichte ich Göschenen. Dort lockte das Hotel „Zum weißen Rössel“ mit römischer Therme im Haus, ideal für Velofahrer. Doch eine „Bergziege“ (durchtrainierte Frau mit Pflaumhaaren im Gesicht, an denen der Nebel wie eine Maske klebte) die auf mich aufgefahren war, kommend vom Sustenpass, hatte mich überredet die letzten 6 km bis Andermatt gemeinsam hinaufzuklettern. Nach zwei km, ohne Kommentar, drehte sie um und fuhr zurück. Da ich auf keinen fall den nächsten Tag mit einer solchen Steigung beginnen wollte, blieb ich hart.

Für die 6 km brauchte ich genau 1 Std. Es hatte sich gelohnt. Oben angekommen sogar blaue Flecken am Himmel. Andermatt 1440 m ü NN. Wichtig ist immer im grünen Bereich zu fahren, wie ein Uhrwerk. Im billigsten Hotel „Schweizer Hof „ 55 FR. abgestiegen. 16.00 Uhr. Obwohl die Küche schon geschlossen war hatte ich noch eine warme Suppe bekommen. Sehr nett. Dann hatte ich mir eine Stunde die Füße vertreten. Sau kalt. Nebel, Sicht null.

Zwei ankommende Radfahrer hatte ich auf der Straße angehalten und mein Hotel empfohlen. Es sei das einzig freie Haus in Andermatt. Notlüge, ich wollte abends ein bischen Unterhaltung, und Erfahrensaustausch. Aber kleine Lügen straft der Herr sofort. Die Beiden saßen abends an einem anderen Tisch und wollten ungestört sein.

18.30 Uhr Spaghetti, zwei Radler und Ende. Flüelen-Andermatt 40 km 1040 Höhenmeter
Donnerstag, 17.06.2004

Herrliches Wetter in Richtung Hospental. Anfangs nur flach. Dann sehr langer Aufstieg. Kurbel, immer nur kurbeln, viel trinken.Ein holländische Paar (mit Auto) hatte mir eine halbe Mandarine gegeben. Man müsse viel Vitamine essen. Auf meinem Tacho ständig 7 km/h. Und der Schweiß floss in Strömen. Es war plötzlich richtig warmes Wetter.

Oben angekommen herrliches Wetter, trockene Sachen angezogen,
1 Gipfelschnaps aus meiner Satteltasche, das Gipfelbild und dann die Via Tremola links neben mir hinunter ins Tessin in Richtung Bellizona.

Eine Std nur Abfahrt. Auf halber Strecke bin ich dann auf die Via Tremola gebogen. Ein unbedingtes Muß. In Airolo angekommen waren die Finger eingeschlafen.

Bis Bellizona starker Gegenwind, aber warm. 18.30 Uhr Ankunft. Das Hotel Internationale war eine Zumutung. Direkt am Bahnhof, die Züge, und das waren nicht wenig, fuhren praktisch direkt durch mein Zimmer. Der Übernachtungspreis war nicht identisch mit den Empfehlungen von Veloland Schweiz. Habe von 100 Fr. auf 90 heruntergehandelt. Die berühmte Festung besichtigt, und anschließend Spaghetti in schöner Tratoria gegessen. Gut, dass ich meine ital. Redewendungen geübt hatte.
Freitag, 18.06.2004

Nach gutem Frühstück 9.00Uhr Abfahrt in Richtung Ascona. Die Idee nach Lugano zu fahren habe ich verworfen, was sich als falsch herausstellte, weil ich schon sehr bald in Locarno und Ascona war. Also habe ich einen Bummeltag eingelegt. Habe in Asconaein tolles Spaghetti Eis gegessen (über den Preis möchte ich nicht sprechen) und war im Lago Maggiore schwimmen. Irgendwie musste nach dem Schwimmen Sand in meine Radhose gekommen sein. Und deswegen war ich nicht traurig, dass es nur noch 1 Std. bis Cannobio war, wo ich mich am späten Abend mit meiner Frau Margit und Sohn Johannes im Hotel Antika Stallera verabredet hatte. Von Ascona nach Cannobio sehr gefährlich zu fahren. Sehr eng und viel Verkehr.

Gegen 21.00Uhr sind die Beiden mit dem Auto eingetroffen.

Nach noch 2 erholsamen Tagen am Lago Maggiore sind wir sonntags, nach dem Besuch des Wochen-Marktes von Cannobio, den man unbedinngt gesehen haben muß, mit dem Auto in 6 Std. nach hause gefahren.

Am Schuß möchte ich mich bei Margit und Johannes bedanken, die auch ihren Teil dazu beigetragen haben, dass ich mir dieses kleine Abenteuer ermöglichen konnte.

PS Als Radkarte empfehle ich:Veloland Schweiz Offizieller Routenführer Band 3

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